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Freyensteins Bürger haben keine Ideen

Stadtentwicklung Freyensteins Bürger haben keine Ideen

Null Resonanz – das ist das Er­gebnis einer Idee, die Andrea Müllen­berg aus Freyenstein im Juli bei einer Ortsbeiratssitzung vorbrachte. Einwohner sollten ihre Ideen zur Entwicklung Freyensteins in Listen eintragen. Doch daran habe sich bislang niemand beteiligt, sagte die Initiatorin enttäuscht.

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Die Stadt Wittstock möchte die Freyensteiner Innenstadt beleben – nur wollen das auch die Freyensteiner?

Quelle: Björn Wagener

Freyenstein. Die Ideensammlung blieb bisher eine Idee: Anfang Juli hatte Andrea Müllenberg aus Freyenstein vorgeschlagen, Listen im Ort zu verteilen, in die die Einwohner Vorschläge zur Entwicklung Freyensteins eintragen können. Auf der Beiratssitzung in dieser Woche berichtete sie von dem ernüchternden Ergebnis: 30 Leute seien per E-Mail angeschrieben worden – kein einziger habe geantwortet, sagte sie. Auch Stadtplaner Henrik Michalski habe sich seit der Sitzung im Juli nicht mehr gemeldet, hieß es. Er hatte damals angekündigt, nach dem Abgabetermin für Wittstocks Laga-Bewerbung am 31. August mit der Arbeit an einem Konzept für Freyenstein beginnen zu wollen. Seinen Eindruck beschrieb er damals mit „Bauchschmerzen und Begeisterung“, denn einerseits schätzte er die Belebung der Stadt als schwierig, die geschlossene Bebauung jedoch als großes Potenzial ein. Die Sache mit den Vorschlagslisten begrüßte er.

Auch beim Jugendklub gibt es keine Fortschritte

Doch das ist nicht die einzige Baustelle, die in Freyenstein stagniert. Auch in Sachen Jugendklub gebe es keine Fortschritte. Ein solcher war eigentlich in einem Raum im Obergeschoss der ehemaligen Schule vorgesehen. Aber das sei „total eingeschlafen“, meinte der Ortsvorsteher Manfred Engel. Gerade an der ehemaligen Schule entzünden sich immer wieder Konflikte. Seit ihrer Schließung 2008 ist sie zu einem Mehrzweckgebäude geworden – etwa für Vereine, Versammlungen oder Ärzte.

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Die Stadtverwaltung ist davon nicht begeistert. Sie will vielmehr die Innenstadt beleben und wirbt immer wieder für einen Umzug der Nutzer dorthin. Das machte auch Marita Stachowski, Sachgebietsleiterin für Gebäudemanagement in der Stadtverwaltung, auf der Sitzung deutlich. Der hintere Anbau samt Querverbindung solle voraussichtlich 2016 abgerissen werden, wenn das Vorhaben im Haushalt bestätigt wird. Denn das Haus verursacht Betriebskosten. „Ich wäre sogar dafür, alles zurückzubauen“, sagte sie. Aber daran sei jetzt nicht gedacht.

Die ehemalige Schule in Freyenstein bietet Konfliktpotenzial

Die ehemalige Schule in Freyenstein bietet Konfliktpotenzial.

Quelle: Björn Wagener

Für die Freyensteiner hingegen war die ehemalige Schule, die baulich noch gut in Schuss ist, ein willkommener Ort, um Aktivitäten und Angebote zu konzentrieren, ohne zuvor sanieren zu müssen. Stefan Lischnewski vom Förderverein fragte sich, wie das Gemeinwesen von Seiten des Vereins unterstützt werden soll, wenn die räumlichen Möglichkeiten fehlen, vor allem im Hinblick auf den Archäologischen Park, der direkt hinter der alten Schule liegt. Andrea Müllenberg brachte es auf den Punkt: „Die Nutzer sollen aus der alten Schule raus, aber in der Innenstadt gibt es keine Alternativen. Wie soll das denn gehen?“ Daraufhin stellte Marita Stachowski die Frage in den Raum, wo die Nutzer denn waren, als es die Schule noch gab.

Dem Interessenkonflikt drohte an dem Abend die Sackgasse. Die Kulturamtsleiterin Dorothea Stüben schlug daraufhin vor, ein Konzept zu erarbeiten, aus dem hervorgeht, welche Vereine in Zukunft welche Räume benötigen. Auch die Jugendklub-Pläne sollten dabei berücksichtigt werden. Danach, so empfahl sie, könne sich dann eine Runde mit den Vereinsvertretern anschließen, in der diskutiert werden sollte, wie sich aus der Situation „etwas Vernünftiges“ machen ließe.

Von Björn Wagener

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