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Friedensrunde zur Garnisonkirche

Erste Einigung im Potsdamer Kirchenstreit Friedensrunde zur Garnisonkirche

Im Streit um das vom Rathaus empfohlene Bürgergutachten haben Gegner und Befürworter eines Wiederaufbaus der Potsdamer Garnisonkirche erstmals zusammengefunden. Beide Seiten lehnen das Bürgergutachten ab. Zweites Ergebnis der Verständigungsrunde vom Montagabend: Man spricht wieder über eine Bürgerbefragung.

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Die Reste der Garnisonkirche Potsdam nach der Sprengung im Jahre 1968.

Quelle: Gartenschläger

Potsdam. Erstmals seit dem Auftakt im April 2015 kam es am Montagabend zu einer grundsätzlichen Verständigung der knapp 20 am Bürgerdialog zur Garnisonkirche beteiligten Initiativen. Einhellig abgelehnt wurde nach Mitteilung der Stadtverwaltung ein vom Rathaus vorgeschlagenes Bürgergutachten, mit dem alternativ zum stockenden Bürgerdialog ein Ergebnis gefunden werden sollte.

Statt dessen soll es nun eine Reihe von Veranstaltungen geben, die von den Gruppen selbst organisiert werden. Unter Einbeziehung von Expertinnen und Experten, den Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung und weiteren Interessengruppen solle dort eine möglichst breite Öffentlichkeit erreicht, umfassend und fair informiert werden.

„Wir müssen den Fokus erweitern“, erklärte Matthias Dombert, Vorsitzender der Fördergesellschaft für den Wiederaufbau der Garnisonkirche. „Es gibt insgesamt einen großen Bedarf über die Entwicklung der Potsdamer Mitte zu sprechen, das umfasst mehr als nur das Areal zwischen Plantage, Rechenzentrum und Garnisonkirche.“

Auch zu der von der Bürgerinitiative „für in Potsdam ohne Garnisonkirche“ geforderten Bürgerbefragung wollten die Gruppen „weiter im Gespräch bleiben“. Carsten Linke vom Verein zur Förderung antimilitaristischer Traditionen erklärte: „Es besteht nach wie vor die Möglichkeit, dass die gültige Baugenehmigung für den Bau des Kirchturms nicht genutzt werden kann.“

Die Baugenehmigung für den Turm läuft laut Stadtverwaltung 2019 ab und kann nicht verlängert werden. Der Baubeginn ist wegen fehlender Finanzen noch unklar.

Wann eine Bürgerbefragung erfolgen könnte und welche Fragestellung geeignet wäre, wollen die Gruppen nach Rathausangaben „miteinander“ und „mit der interessierten Öffentlichkeit diskutieren“. Das Ergebnis der Verständigung vom Montag soll am 10. Februar im Hauptausschuss der Stadtverordnetenversammlung von Matthias Dombert und Carsten Linke gemeinsam vorgestellt werden.

Von Volker Oelschläger

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