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Wohnungsgesellschaft geht es besser

Friesacker Unternehmen erwirtschaftet wieder Gewinn Wohnungsgesellschaft geht es besser

Nach den Turbulenzen in der Vergangenheit ist die kommunale Friesacker Wohnungsgesellschaft auf dem besten Weg, sich zu stabilisieren. So konnte sie im vergangenen Jahr einen Gewinn von 240 000 Euro erwirtschaften. Das Geld wird in Fassadensanierungen und in die Verbesserung der Ausstattung von Wohnungen gesteckt.

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Fassade eins Wohnblocks - allerdings nicht in Friesack sondern in Hannover.

Quelle: dpa

Friesack. Damit auf bisher brachliegenden Wohngrundstücken wieder Leben einzieht, hat die Friesacker Wohnungsgesellschaft (WGF) eine Offensive gestartet. Wer die Immobilien mit einem leerstehenden Haus darauf erwirbt, kann den Kaufpreis in monatlichen Raten abzahlen. „Ein Modell, mit dem wir gerade auch junge Ehepaare dafür interessieren wollen, eine Immobilie zu kaufen“, sagt Geschäftsführer Andreas Ackermann. Auf diese Weise ist die Gesellschaft die Immobilien los, und Bauwillige, die gute handwerkliche Fähigkeiten haben sollten, können sich ihren Traum vom Haus erfüllen. Ein solches Grundstück konnte die WGF auf diese Weise schon an den Mann bringen, acht weitere hat sie noch im Angebot.

Diese Offerte soll mit dazu beitragen, dass sich die kommunale Gesellschaft nach den Turbulenzen der Vergangenheit wieder stabilisiert. Laut Ackermann ist sie auf dem besten Wege dahin. „Die wirtschaftliche Situation ist positiv“, sagt der Geschäftsführer. Das mit der Investitionsbank des Landes Brandenburg geschlossene Sanierungskonzept, aber auch eigene Einsparmaßnahmen greifen. Und zwar so gut, dass „wir gegenüber den Prognosen des Konzeptes mit mehr Liquidität ausgestattet sind als geplant“. So konnte man nach der „schwarzen Null“ im Jahre 2013 im Vorjahr einen Gewinn von 240 000 Euro erwirtschaften. Trotzdem müsse man auf dem Boden der Tatsachen bleiben, meint Ackermann. Denn die Gesellschaft habe noch viel vor. Sprich: Sie will und muss in Ausstattung und Fassadensanierung investieren.

So erfolgt der Verkauf der brachliegenden Areale auch deshalb, damit sich die WGF auf ihre wichtigsten Wohnobjekte konzentrieren kann. Die befinden sich in Friesack in der Poststraße, im Wiesengrund, in der Klessener Straße, im Pappelweg und im Sonnenweg. So ist die Fassadensanierung an den Hausnummern 10 bis 12 im Wiesengrund fast beendet. Eventuell kommen 2015 auch h die 13 und 14 sowie die Nauener Straße 25 an die Reihe. Zudem sollen in der Pappelallee demnächst die Heizungen umgestellt werden. „Wir wollen eine zentrale Heizung für jedes Wohnhaus installieren“, sagt Ackermann. Darüber hinaus will die WGF dieses Jahr den Abriss des Wagenitzer Wohnblocks angehen. Die Fördermittelanträge werden jetzt eingereicht. Eine Sanierung des Hauses hat sich als nicht finanzierbar herausgestellt, auch ist der Bedarf nicht vorhanden.

Im Blick hat die WGF auch die Blocks in Senzke und Vietznitz, die nahezu vollständig vermietet sind. Hier sieht der Geschäftsführer keinen Sanierungsbedarf.

Wohnungsgesellschaft Friesack

Die Wohnungsgesellschaft Friesack (WGF) hat mit der Stadt Friesack und den Gemeinden Mühlenberge und Wiesenaue drei Gesellschafter.

370 Wohnungen befinden sich im Eigentum der WGF, 18 weitere werden außerdem verwaltet.

Noch vor Kurzem drohte die Zahlungsunfähigkeit, weil Darlehen aus den 90er-Jahren schwer auf dem kommunalen Unternehmen lasteten.

Eine Sanierungsvereinbarung mit der Investitionsbank des Landes Brandenburg im Jahre 2013 war letztlich die Rettung.

Nur dann, wenn eine Wohnung leergezogen ist, wird die Elektroanlage erneuert. Zudem will die WGF in den nächsten Jahren in die Barrierefreiheit investieren, um das Thema Wohnen im Alter weiter anzugehen. Alle Erdgeschosswohnungen sollen schwellenfreie Bäder und Türverbreiterungen erhalten. „Sobald eine Wohnung leer ist, fangen wir damit an“, so Ackermann.

Sanierungsbedürftig sind indes die Wohnungen in der Sonnenwegsiedlung. Da die WGF für eine Rekonstruktion kein Geld hat, will sie das Thema zusammen mit den Mietern angehen. In einem Fall kam es bereits zu einer entsprechenden Vereinbarung. Die Mieter sanieren die Wohnung und die Miete wird mit den Investitionskosten verrechnet. In der Zeit fallen nur die Betriebskosten an. Erst wenn die Investitionskosten abgegolten sind, zahlen die Bewohner wieder Miete.

Von Andreas Kaatz

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