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Fußboden für Steffenshagener Kirche

Sanierung des Gotteshauses Fußboden für Steffenshagener Kirche

Die Sanierung ihrer Kirche ist der große Traum vieler Steffenshagener. Nach vielen vergeblichen Anläufen begannen im Herbst die Arbeiten. Im ersten Bauabschnitt bekommt die Kirche einen neuen Fußboden, Putzschäden an den Wänden werden beseitigt. Mit Adventsgottesdienst und Konzert feiern die Steffenshagener am 6. Dezember wieder in ihrer Kirche.

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Alles märkische Kiefer: Zimmermann Sebastian Krause und Margit Vogel am Bohlenstapel.

Quelle: Michael Beeskow

Steffenshagen. Es riecht gut in der Steffenshagener Kirche, aber nicht weil schon Adventsschmuck angebracht wird. Vielmehr ist es der angenehme Duft, der von frisch geschnittenen Kiefernbrettern ausgeht. Angesichts der Baustelle kommen ohnehin keine festlichen Gefühle auf. Und doch soll am Sonntag, 6. Dezember, mit Gottesdienst und Konzert der Advent gefeiert werden.

Der Heimatverein

Der Heimatverein Steffenshagen besteht seit 1998. Ihm gehören 40 Mitglieder an. Im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ wurde Steffenshagen 2008 Kreissieger.

Die Sanierung der Kirche ist das große Ziel, bereits 8000 Euro wurden gesammelt. Doch auch sonst wird viel im Dorf organisiert. Am 5. Dezember fahren die 25 Schüler zur Weihnachtsfeier in die Badewelt in Wittenberge. Heute wird in der Kita gebastelt. Monatlich treffen sich die Senioren.

Das steht für Margit Vogel fest, auch wenn in der Kirche noch der Fußboden fehlt. „Es ist ein bisschen anders gekommen“, berichtet die Ortsbürgermeisterin und Vorsitzende des Heimatvereins. Eigentlich sollten die Dielen nur ausgebessert werden, vor allem jene Bretter, die schon durchgebrochen waren. Doch dann stellte sich heraus, dass sie durchweg schadhaft waren. Sie mussten komplett entfernt werden. Zimmermann Sebastian Krause schneidet gerade die neuen Kiefernbohlen zu, die noch auf einem hohen Stapel in der Kirche liegen. Die Zimmerei Bartl aus Giesensdorf führt die Holzarbeiten aus. „Das ist märkische Kiefer, die wir hier einbauen“, erklärt Firmenchef René Bartl. Auch die Unterkonstruktion wurde komplett ausgewechselt. „Das ist jetzt eine bessere Auflage für die Dielen“, erklärt er. Denn Eichenbalken wurden eingebaut. „Wir haben schon in vielen Kirchen gearbeitet“, berichtet René Bartl. „Je schlimmer, je besser.“ Die Baustelle in Steffenshagen zählt er aber zu den leichteren Fällen. Die Dielung wird noch in dieser Woche fertig.

Per  Heizpilz werden die Wände getrocknet

Per Heizpilz werden die Wände getrocknet.

Quelle: Beeskow

Die dreieinhalb Zentimeter dicken Kiefernbohlen werden in drei verschiedenen Breiten eingebaut. „Das sieht so besser aus“, erklärt Margit Vogel. Dies entspricht den alten Dielen und ist so auch mit der Denkmalpflege abgesprochen. Angestrichen werden die neuen Bretter jedoch nicht. „Dazu fehlt das Geld“, erklärt Margit Vogel. Das neue Holz wird zum Schutz lediglich geölt.

Es ist der erste Bauabschnitt für die Steffenshagener Kirche. 48 000 Euro stehen zur Verfügung, der Gesamtbedarf zum Beheben aller Schäden im Bauwerk liegt nach einer Schätzung bei 193 000 Euro. Aber die Steffenshagener sind froh, dass im Herbst überhaupt mit einem ersten Bauabschnitt begonnen werden konnte. Allein die Begasung des kompletten Gotteshauses kostete rund 17 000 Euro. Aber es war wichtig, den Schädlingsbefall zu stoppen. Da auch einige wurmstichige Möbel von Privatpersonen während der Aktion in der Kirche untergestellt wurden, kamen einige Spenden in die Kirchenkasse. „Doch für den Anstrich der Bohlen reicht das nicht“, berichtet die Vorsitzende des Heimatvereins.

Margit Vogel freut sich aber auch über einige weitere Fortschritte. Ein Teil der elektrischen Leitungen wurde neu verlegt, sie stören nun nicht mehr den Anblick unten im Kirchenschiff. Im unteren Bereich wurde an den Wänden schadhafter Putz entfernt und durch neuen ersetzt. „Der Anstrich muss noch warten. Das kommt im nächsten Bauabschnitt“, sagt Margit Vogel. Da gibt es noch zwei große Risse im Mauerwerk der Kirche, die Fenster und die Türen sind aufzuarbeiten.

Zunächst sind die Gedanken des Heimatvereins jedoch beim Adventskonzert am 6. Dezember. Bis dahin müssen die Bänke wieder aufgestellt und alles fleißig geputzt werden. Den Gottesdienst, der um 14 Uhr beginnt, hält die scheidende Pfarrerin Ina Piatkowski. Das Adventskonzert mit Frank Böwe und Günter Retiet folgt um 14.45 Uhr. Über ein weihnachtliches Treiben am und im Gemeindehaus können sich alle kleinen und großen Besucher ab 14 Uhr freuen. Ab 16 Uhr heißt es Platz nehmen an der großen Kaffeetafel, es gibt aber auch Schwein am Spieß, Glühwein und vieles mehr. Beim Weihnachtsprogramm mit Tacki und Noisly darf ab 17 Uhr kräftig gelacht werden.

Von Michael Beeskow

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