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Gedränge an den Kyritzer Kleinsthäusern

Sanierung abgeschlossen Gedränge an den Kyritzer Kleinsthäusern

Das Interesse der Kyritzer an den sanierten Kleinsthäusern in der Weberstraße war groß. In Scharen kamen sie am Freitagnachmittag zum Tag der offenen Tür, um zu sehen, was sich im Innern getan hat. Das Rathaus stellte bei der Gelegenheit gleich den neuen Pächter vor. Andreas Heine will die Häuser künftig touristisch nutzen.

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In den Kleinsthäusern herrschte am Freitagnachmittag ein Kommen und Gehen. Jeder wollte sehen, was sich innen getan hat.

Quelle: Sandra Bels

Kyritz. Es war ein Kommen und Gehen am späten Freitagnachmittag in den Kyritzer Kleinsthäusern. Das Rathaus hatte eingeladen, sich die Mini-Häuser nach der Sanierung anzuschauen. Das ließen sich viele Kyritzer nicht entgehen. Bürgermeisterin Nora Görke sagte, dass 2016 das Jahr der feierlichen Einweihungen sein wird. „Heute beginnen wir mit den Kleinsthäusern“, fügte sie an.

Große Herausforderung für die Unternehmen

14 Unternehmen hätten beim Baubeginn vor einer ganz besonderen Herausforderung gestanden, so die Bürgermeisterin. Die Bausubstanz der maroden Häuser musste saniert werden, ebenfalls das Fundament jedes einzelnen Gebäudes. Dazu kam noch die Enge auf der Baustelle. „Die Firmen haben alles sehr gut gemeistert, wie wir heute sehen können. Das Ergebnis ist gut gelungen“, so Nora Görke. Die 800 000 Euro seien gut angelegt worden.

Architektin Bärbel Kannenberg erinnert sich noch gut an den Moment, als sie das erste Mal auf den Stufen des Hauses D gestanden und die Kyritzer informiert hatte. „Damals war das Haus noch eine Ruine“, sagte sie. Sie dankte der Stadt, dass sie den Mut aufgebracht hatte, die Häuser zu sanieren. Sie würden eine gewisse Identität für die Kyritzer haben und zeigen, dass hier Menschen lebten.

Die Arbeiten waren kleinteilig und spannend

Auch für das Architektenbüro Kannenberg und Kannenberg aus Wittstock waren die Bauarbeiten eine besondere Aufgabe. „So kleine Häuser haben wir noch nie saniert“, sagte Bärbel Kannenberg. Auch die kleinteiligen Arbeiten seien spannend gewesen. „Als der Grund wieder stand, war die Hoffnung gewachsen, Nutzbares zu schaffen“, so die Architektin. Sie freute sich für die Handwerker, die sich an alten Techniken ausprobieren konnten, wie dem Verfugen der Stadtmauer. Nora Görke bekam von der Architektin die Hausnummer 103 für das Haus D in der Weberstraße – wie es während der Bauzeit genannt wurde. Der Buchstabe war Bärbel Kannenberg aber zu unpersönlich, deshalb das Schild mit der Hausnummer.

Die Häuser werden künftig touristisch genutzt

Zur Einweihung gehörte auch die Vorstellung des Pächters der Kleinsthäuser. Es ist Andreas Heine, der Eigentümer des gleichnamigen Kyritzer Landhotels. Er will die Häuser touristisch nutzen und verfolgt dabei eine Vision, die er vor Jahren bei einem Besuch in Quedlinburg hatte. Damals sah er sich das älteste Fachwerkhaus der Stadt an und er war fasziniert von der Geschichte, die es erzählte.

Ähnliches stellt er sich auch für die Kleinsthäuser vor. Heine will Unterkünfte für Langzeitreisende daraus machen. Es sind Leute, die mehr als eine Woche in der Stadt bleiben. Für sie seien die kleinen Wohnungen mit Gartenzugang, Küche und Schlafbereich sehr gut geeignet.

Andreas Heine und Nora Görke unterschrieben den Pachtvertrag

Andreas Heine und Nora Görke unterschrieben den Pachtvertrag.

Quelle: Sandra Bels

Ein Jahr Bauzeit

Die Sanierung begann Ende März 2015.

Erste Arbeiten zur Sicherung der kleinen Häuser gab es im Dezember 2013.

Errichtet wurden die so genannten Tagelöhnerhäuser im 19. Jahrhundert.

Jedes ist nur etwa 50 Quadratmeter groß. Teilweise wurden damals die Reste der Stadtmauer direkt mit eingebaut.

„Aus der Idee habe ich zusammen mit einer Agentur ein Konzept entwickelt“, so Heine. Er beschäftigt sich seit einem guten halben Jahr damit. Der Kyritzer stellt sich vor, in den Häusern die Stadtgeschichte darzustellen, auch mit Persönlichkeiten, die in Kyritz einst wirkten. Mehr wollte der Hotelier noch nicht verraten. Jetzt möchte er die Häuser erst einmal einrichten und sie danach erneut für die Bevölkerung zum Anschauen öffnen.

Von Sandra Bels

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