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Geheimer Notplan nach Baupfusch an Schule

Leonardo-da-Vinci-Schule in Potsdam Geheimer Notplan nach Baupfusch an Schule

Der Kommunale Immobilienservice (Kis) geht immer noch davon aus, dass die Leonardo-da-Vinci-Schule trotz des Baupfuschs pünktlich in ihren Neubau im Bornstedter Feld umziehen kann. „Im Falle eines Falles“ wolle man aber vorbereitet sein. Kis, Schulen und Schulbehörden kamen deshalb am Mittwoch zusammen.

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Bei der Baubegehung im August war noch eitel Sonnenschein.

Quelle: Foto: Schulz

Potsdam. Sollte die Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule nach dem Baupfusch an einer Betondecke nicht pünktlich zum neuen Schuljahr in ihren Neubau im Bornstedter Feld umziehen können, liegt nun ein Notfallplan vor. Der für den Bau zuständige Kommunale Immobilienservice (Kis), der Fachbereich Bildung der Stadt, das staatliche Schulamt und Vertreter der beiden betroffenen Schulen waren am Mittwochnachmittag zu einem Treffen zusammen gekommen, um über einen „Plan B“ zu beraten. „Wir gehen nach wie vor davon aus, dass wir den Fertigstellungstermin halten können“, sagte Stadtsprecher Markus Klier nach dem Gespräch auf Anfrage. „Im Falle eines Falles wollen wir aber vorbereitet sein.“

Wie der Notplan konkret aussieht, soll erst kommende Woche bekanntgegeben werden. Das Schulamt müsse die avisierte Version erst noch prüfen, so Klier. In jedem Fall dürfte das Problem nicht ohne ein zeitweiliges Ausweichquartier zu lösen sein: In den jetzigen Standort der Da-Vinci-Gesamtschule in Potsdam-West soll im Sommer ein neues Gymnasium einziehen. Die staatliche Schule wird zum kommenden Schuljahr neu gegründet, unter anderem weil die Schülerzahl in Potsdam stetig steigt.

Endgültig Messergebnisse erst Ende Januar

Als „größte Peinlichkeit, die man sich vorstellen kann“, hatte Kis-Werkleiter Bernd Richter, der an dem Gespräch am Mittwoch teilnahm, die Baupanne bezeichnet. Routinemessungen hatten ergeben, dass Teile der Betondecke in dem Schulneubau nicht fest genug sind. Das für 7. Dezember geplante Richtfest musste kurzfristig abgesagt werden. An den fraglichen Stellen im Foyer fänden weiter keine Ausbauarbeiten statt, so Stadtsprecher Klier. „Drumherum wird aber weiter gearbeitet“, so Klier. Deswegen sei die Stadt zuversichtlich, den Zeitplan doch noch einhalten zu können.

Wie mit der teils fehlerhaften Decke verfahren werden muss, ist dabei noch unklar. Die endgültigen Ergebnisse des Statikers werden Ende Januar erwartet. Erst dann könne entschieden werden, welche Maßnahmen notwendig sind. „Da stürzt nichts ein“, hatte Werkleiter Richter Ende Dezember versichert. Er gehe nicht davon aus, dass die heruntergerissen werden muss.

Von Marion Kaufmann

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