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Gnadenhof: Kein Lichtblick für Tiere

Tierheim schweigt Gnadenhof: Kein Lichtblick für Tiere

Von Hund und Katz ist auf dem geplanten Gnadenhof in Kemnitz (Potsdam-Mittelmark) nichts zu sehen. Dabei sollte der schon 2013 eröffnen. Das Grundstück war damals an das Tierheim Verlorenwasser vererbt worden – unter einer Bedingung. Anwohner machen sich indes Sorgen, weil das Haus verfällt, befürchten weitere Brände. Und das Tierheim? Das schweigt.

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Vom geplanten Gnadenhof für Tiere in Kemnitz bisher keine Spur, das Nebengelass verfällt.

Quelle: privat

Kemnitz. Seit zwei Jahren warten Kemnitzer auf die neuen Bewohner im Haus am Ortsrand von Kemnitz. „Doch nichts wird für den Erhalt des Anwesens getan“, sagt Ortsvorsteher Joachim Thiele. „Inzwischen gab es auf dem Hof vor einiger Zeit einen Brand, den die Feuerwehr löschen musste. Das Tierheim Verlorenwasser hatte doch eigentlich einen Gnadenhof für Tiere versprochen.“ Nach dem Brand befürchten die Kemnitzer nun weitere Gefahren auf dem 4000 Quadratmeter großen Grundstück.

Auf eine Nachfrage der MAZ im Tierheim Verlorenwasser reagierte Wolfgang Aland bestimmt: „Von uns gibt es keinen Kommentar.“ Und genau das dürfte die Kemnitzer alles andere als beruhigen und die Gerüchteküche anheizen. Dabei hatte Aland selbst im Sommer 2013 verkündet, dass es für alte und schwache Tiere, die kein Zuhause finden, noch im selben Jahr einen Gnadenhof in Kemnitz geben soll. Der Verein Tierfreunde Berlin-Brandenburg hatte in Aussicht gestellt, den Hof mit Haus und großem Garten für kranke Miezen und schwache Hunde einzurichten. Es sollte ein Paradies für Kleintiere, eingeschlossen Kaninchen und Vögel, werden.

Der Verein war durch besondere Umstände zu dem Grundstück gekommen. Der Hund des inzwischen verstorbenen einstigen Besitzers des Anwesens war im Tierheim Verlorenwasser umsorgt worden. In seinem Nachlass soll der Kemnitzer Hundebesitzer festgeschrieben haben: Das Haus soll ein Gnadenhof werden.

Aland hatte daraufhin die Vision, dass in dem Haus zwei Tierfreunde mit bedürftigen Tieren wohnen. Auch die Suche nach einem geeigneten Paar war 2013 schon in vollem Gange. Doch bis heute ruht still der See und auch Aland schweigt. Damit bleiben die Fragen der Kemnitzer über die Zukunft des Hauses unbeantwortet und die Sorge um das ungesicherte Gelände und davon ausgehende Gefahren wächst. Dabei hatten Anwohner gehofft, dass sich mit dem in der Region bekannten Tierheim schnell eine gute Lösung zum Wohl ausgewählter Tiere und für die Zukunft des Hauses finden lässt.

Das Tierheim Verlorenwasser in der Kreisstadt Bad Belzig wurde bereits vor mehr als zehn Jahren gegründet. Auf derzeit annähernd 40 000 Quadratmeter leben dort mal mehr mal weniger als 200 Tiere. Der Name des Heims leitet sich ab vom Bach Verlorenwasser in der Region.

Von Regine Greiner

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