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Grüne und barrierefreie Verbindungen

Stadtumbau im Wohngebiet Nord Grüne und barrierefreie Verbindungen

Fünf Jahre hat es gedauert von der Idee bis zum Umsetzen: Weil die Stadt so lange auf Fördermittel aus dem Stadtumbauprogramm warten musste, kann die Grünachse Nord erst an diesem Montag eröffnet werden – dennoch wurde es ein gelungenes Projekt.

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Auch Wege und Grünflächen entlang der Freiherr-von Thünngen-Straße wurden erneuert.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Brandenburg/H. Die Grünachse Nord war von Anfang an ein ambitioniertes Vorhaben: Den Schwung der Buga und die Vitalisierung des Bürgerparks Marienberg ausnutzend, sollte es eine begrünte Wegeverbindung zwischen dem Nordaufgang Marienberg über die Freiherr-von-Thüngen-Straße, den Markt, am Bertolt-Brecht-Gymnasium vorbei bis zum Silokanal geben.

Dieses Projekt ist nun beendet. Die Freiherr-von-Thüngen-Straße wird an diesem Montag für den Verkehr freigegeben, da die Straßenbauarbeiten bis auf kleine Restleistungen abgeschlossen sind. Die Umleitung für den Linienbusverkehr wird aufgehoben. Der Bus fährt ab 5 Uhr morgens wieder.

Seit Mai wurde die Straße einschließlich der Parkflächen und Nebenanlagen ausgebaut, ebenfalls die Straßenbeleuchtung erneuert. Zudem wurden Bäume neu gepflanzt und der Seitenbereich der Fahrbahn komplett neu begrünt. Begonnen hatte alles am 11. August 2014, als die Firma HTB Wenzlow auf einer Länge von 300 Metern zunächst den Gehweg vor den Wohnhäusern der WBG gebaut hatte. Vom 18. Mai bis 30. November wurden Fahrbahn und Grünflächen durch die Firma ITG Ingenieur,- Tief- und Gleisbau aus Brandenburg erneuert. Zuvor waren zahlreichen Leitungen für Regenwasser, Gas und Elektro von der Brawag und den Stadtwerken neu verlegt worden.

Der offiziell zweite Bauabschnitt betrifft die Flächen von der Willi-Sänger-Straße bis zum Marktbereich - wichtigste Bausteine dieses Abschnittes sind der Neubau des Geh- und Radweges sowie die durchgängige Gestaltung der angrenzenden Grün- und Platzflächen. Er schließt an den Übergang zum neu gestalteten „Spielegarten“ auf der anderen Straßenseite und den angrenzenden, ebenfalls neu gestalteten und barrierefreien Nordaufgang zum Marienberg an.

Zwei Millionen Euro

Insgesamt sind für das Projekt „Grünachse Nord“ 1,995 Millionen Euro ausgegeben worden.

Davon steuerten Bund und Land über das Stadtumbau-Programm 1,110 Millionen Euro zu.

Die Stadt muss 555.000 Euro aus eigenen Mitteln aufbringen, 330.000 Euro kommen durch Anliegerbeiträge (vor allem Wohnungsbaugenossenschaft WBG) wieder rein.

Kosten beinhalten auch die Positionen für Planung, Bauüberwachung, Prüfkosten, Vermessung, etc., allerdings sind einige Schlussrechnungen noch offen.

Die Neugestaltung der städtischen Flächen im zentralen Marktbereich stellt den dritten Bauabschnitt dar. Der Begriff „Markt“ ist dabei nicht allein auf den fast täglich stattfindenden Wochenmarkt beschränkt. Vielmehr geht es um die Funktion des zentralen Platzes, des Treffpunktes, des Ausgangsortes für verschiedene Wege. Laut Stadtplanerin Andrea Kutzop war es in diesem Zusammenhang auch wichtig, barrierefreie Verbindungen zwischen den Sozialeinrichtungen, Ärztehaus, Einkaufsstätten und anderen öffentlichen Einrichtungen zu schaffen und beispielsweise auch Bushaltestellen entsprechend zu gestalten.

Service

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Die Verwaltung hat die Einwohner von Nord umfangreich beteiligt, unter anderem mit einem Stadtteilspaziergang gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann und mit diversen Einwohnerversammlungen. Eine eigene Dynamik, die auch innerhalb des Gesamtprojektes zu Zeitverschiebungen führte, entwickelte die Auseinandersetzung mit dem Ehepaar Höppner als Besitzer des Edeka-Marktes. Diese dachten in erster Linie an den Komfort für ihre Kunden mit kurzen Wegen und nahen Stellplätzen, die Stadt wollte ihren großen Plan umsetzen. Am Ende baute jeder für sich und das Ergebnis ist positiver als befürchtet, weil es trotz allen Streits doch Absprachen und Verständigungen gab – etwa zur Wahl des verwendeten Materials und der optischen Anordnung. Und die Stadt achtete ihrerseits darauf, dass die Einschränkungen für den Wochenmarkt relativ klein blieben.

Der vierte Bauabschnitt rings um das Bertolt-Brecht-Gymnasium wurde von der Galabau-Firma Lubitz realisiert. Die Flächen vor der Schule entsprachen dem Anspruch an einen attraktiven öffentlichen Platz in keiner Weise. Sie wurden komplett erneuert, neben der neuen Pflasterung gibt es Sitzmöglichkeiten, Bäume, zusätzliche Fahrradständer und Randbepflanzungen. Die vorhandene Figurengruppe bleibt erhalten.

Von André Wirsing

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