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Grundsätzliches Ja zum Wohnungsbau

Dallgower Debatte Grundsätzliches Ja zum Wohnungsbau

Die Dallgower Abgeordneten wollen Möglichkeiten prüfen, auch in ihrer Gemeinde sozialen Wohnungsbau zu ermöglichen. Im Bauausschuss gab es schon mal ein fraktionsübergreifendes Ja zu dem Thema.

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Quelle: Tanja M. Marotzke

Dallgow-Döberitz/Falkensee. Ja zum sozialen Wohnungsbau. Auf das allgemeine Votum konnten sich die Mitglieder des Dallgower Bauausschusses fraktionsübergreifend einigen. Am Montagabend war darüber im Bauausschuss der Gemeinde lebhaft diskutiert worden.

Theo Hölscher (SPD) hatte die Diskussion eingeleitet: „Wir brauchen sozialen Wohnungsbau.“ Darunter versteht er bezahlbaren Wohnraum, vor allem für junge und ältere Leute. „Das ist eine Frage der städtebaulichen Entwicklung, die Herausforderung des sozialen Wohnungsbaus besteht unabhängig von der Unterbringung von Flüchtlingen.“ Mit einem „grundsätzlich ja“ kommentierte Ralf Böttcher (CDU) die Forderung. „Das Erfordernis für kommunalen Wohnungsbau ist offensichtlich“, sagte er.

Lothar Ladewig (Freie Wähler) verwies darauf, dass er sich schon seit Jahren für mehrgeschossigen Wohnungsbau ausgesprochen hat, „den wir steuern können“. Gesucht werden Wohnungen in Größen zwischen 45 und 75 Quadratmetern.

„Preiswerten Wohnraum kann kein freier Bauherr schaffen“, meinte Bürgermeister Jürgen Hemberger (Freie Wähler) und verwies auf die neuen Fördermöglichkeiten des Landes und die Auflagen, die an sie geknüpft sind.

Ausschussvorsitzender Theo Hölscher will das Thema in einem Arbeitskreis weiter besprechen. Erste Ideen für Standorte waren am Montag gefunden: an der Hamburger Chaussee, am einstigen Offizierskasino, in der Nähe des Eichendorffplatzes, in Seeburg.

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Mögliche Standorte waren schneller gefunden als Wege zur Umsetzung von preiswertem Bauen. Für Ralf Böttcher ist es unvorstellbar, dass die Kommune selbst baut: „Vielleicht können wir an Gesellschaften und Genossenschaften in der Nähe andocken.“ Falls mit Nähe Falkensee gemeint war, kommt von dort ein Nein. „Wir konzentrieren uns auf Falkensee, genauer auf den Falkenhost“, sagte Ralf Rugenstein, Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Falkenhorst. Hier läuft gerade der zweite Bauabschnitt für eine Anlage mit seniorengerechten Wohnungen. „Dort haben wir ein drittes Haus im Blick“, sagte Rugenstein. Darauf wolle man sich konzentrieren.

Konzentrieren ist auch das Schlagwort für die Gegefa, die Gemeinnützige Gebäudewirtschaft Falkensee. Das kommunale Unternehmen fährt seit Jahren einen Konsolidierungskurs, zu dem gehört, sich auf Falkensee zu konzentrieren und sich von Streubesitz zu trennen. So wurde gerade ein Wohnblock in Dallgow-Döberitz an einen Privatbesitzer verkauft. Über sozialverträgliche Mieten und entsprechenden Wohnungsbau wird im Aufsichtsrat der Gegefa heftig diskutiert, sagte Geschäftsführer Ralf Haase. In einigen Tagen wird der Wirtschaftsplan der Gesellschaft beschlossen, dann kann auch über Wohnungsneubaupläne gesprochen werden.

Von Marlies Schnaibel

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