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Wohnen in Werder (Havel) ist richtig teuer

Grundstückmarktbericht Landkreis Potsdam-Mittelmark: Umsätze steigen Wohnen in Werder (Havel) ist richtig teuer

Der Geldumsatz bei Grundstücksverkäufen im Landkreis Potsdam-Mittelmark stieg im vergangenen Jahr deutlich an. Laut Grundstücksmarktbericht um 35,2 Millionen auf insgesamt 447,7 Millionen Euro. Besonders begehrt: Eigentumswohnungen in Werder. Sie erzielen Preise, die sonst für Kleinmachnow typisch sind.

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Wohnen am Wasser: Bootsliegeplätze, Restaurant, Geschäfte – der neue Stadtteil Havelauen in Werder ist begehrt.

Mittelmark. Keine Frage: Eine Wohnung in Werder, am besten im neuen Stadtteil Havelauen, schön nah am Wasser, ist begehrt. Bei 471 verkauften Wohnungen im Landkreis Potsdam-Mittelmark insgesamt wurden im vergangenen Jahr allein für die Stadt Werder 264 Kaufverträge registriert. „Das sind 56 Prozent in diesem Bereich“, betont Wilk Mroß, Vorsitzender des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in Potsdam-Mittelmark.

Dabei liegt der durchschnittliche Kaufpreis pro Quadratmeter mit 2260 Euro in Werder sogar leicht über dem von Kleinmachnow und das, obwohl die Bodenrichtwerte an der Havel deutlich niedriger sind. In Kleinmachnow wurden 45 Wohnungen verkauft, in Nuthetal 33. Insgesamt sei der Anteil an Eigentumswohnungen bei Verkäufen im Berliner Umland sehr deutlich, sagt Mroß. Er stieg um 35,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Mroß wagt zugleich eine Prognose: „Teltow boomt weiter rund um die S-Bahn.“ In der Rübchenstadt wird kräftig gebaut, deshalb könnte Teltow nach Ansicht der Gutachter im nächsten Jahr an der Spitze der Verkaufszahlen liegen. Betrachtet man alle Immobilienverkäufe im Landkreis – also unbebaute und bebaute Grundstücke, Erwerb von Eigentumswohnungen, landwirtschaftlichen Flächen und sonstige – hat der Gutachterausschuss 3648 Urkunden registriert – 89 mehr als im Vorjahr, das ist ein Anstieg um 2,5 Prozent.

Dabei hat sich der Geldumsatz deutlich erhöht. Mit knapp 478 Millionen Euro liegt er acht Prozent über dem Umsatz 2014. „Damit marschieren wir im Kreis auf eine halbe Milliarde Euro bei Grundstücksverkäufen zu, ein Anstieg wie noch nie“, sagt Mroß.

Umsatz beträgt fast eine halbe Milliarde Euro

Der Grundstücksmarktbericht gibt eine Übersicht über den Grundstücksverkehr und die Preisentwicklung.

477,7 Millionen Euro betrug der Geldumsatz 2014 bei Grundstücksverkäufen im Landkreis Potsdam-Mittelmark und hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich um acht Prozent erhöht. Die Anzahl der Kaufverträge hat sich dabei gegenüber dem Vorjahr in der Gesamtheit nicht wesentlich verändert, sie stieg lediglich um 2,5 Prozent.

Bei landwirtschaftlich genutzten Flächen ist die Anzahl der Veräußerungen mit 519 im Vergleich zum Vorjahr nahezu gleich geblieben. Eine unverhältnismäßig hohe Preisentwicklung, wie oft diskutiert, kann der Gutachterausschuss in diesem Bereich nicht erkennen: „Der übergroße Anteil wechselt zudem von privat zu privat“, sagt der Ausschussvorsitzende Wilk Mroß.

Jeder Kaufvertrag, der in Potsdam-Mittelmark abgeschlossen wird, geht auch an den Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Teltow und wird dort analysiert und statistisch ausgewertet, um jährlich den Grundstücksmarktbericht zu erstellen. Es werden keine persönlichen Daten über die Vertragspartner aufgenommen. Nach der Auswertung werden die Kaufverträge vernichtet, alle gespeicherten Angaben unterliegen dem Datenschutz.

Der Grundstücksmarktbericht 2014 ist in der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses in Teltow für eine Gebühr erhältlich. Die Geschäftsstelle ist telefonisch zu erreichen unter 03328 318-314 oder -311.

Knapp 5500 Hektar Grundstücksfläche in Potsdam-Mittelmark landeten beim Notar zur Beurkundung. Dabei ist die Anzahl der veräußerten unbebauten Baugrundstücke beim individuellen Wohnungsbau um elf Prozent zurückgegangen, während der Verkauf von Ein- und Zweifamilienhäusern sich um 8,5 Prozent erhöht hat. 740 wechselten den Eigentümer , hinzu kommen 190 Reihen- und Doppelhäuser.

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Wer sich ein Häuschen im Speckgürtel gekauft hat, musste dabei wieder tief in die Tasche greifen. „Nur“ 20 Prozent der Ein- und Zweifamilienhäuser, Reihen- und Doppelhäuser wurden im Berliner Umland für Preise bis zu 200 000 Euro verkauft. 31 Prozent kosteten bis zu 300 000 Euro, 25 Prozent bis 400 000 und immerhin 10 Prozent mehr als eine halbe Million Euro. Derartige Preise findet man fernab des Speckgürtels nicht. Nur ein Prozent aller Häuser erreichen dort Erlöse bis 400 000 Euro; 43 Prozent gab es für Preise bis 200 000 Euro und immerhin 50 Prozent aller Verkäufe spielten sich noch unter 100 000 Euro ab.

Die Entwicklung der Bodenpreise für Bauland im Landkreis entwickelt sich laut Gutachterausschuss homogen. Das heißt, die Preise ziehen überall weiter an, im direkten Berliner Umland um 10 Prozent, im sogenannten „Weiteren Metropolenraum“ um neun. Spitzenreiter bei Bodenrichtwerten ist die Region Teltow, so liegt der Wert in Kleinmachnow Meiereifeld bei 400 Euro pro Quadratmeter.

Von Konstanze Wild

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