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Heidesiedlung soll entstehen

Neues Bauvorhaben in Elstal Heidesiedlung soll entstehen

Nachdem der erste Versuch im Jahr 2009/10 gescheitert war, versucht die DKB Wohnen jetzt erneut, die Heidesiedlung in Elstal zu entwickeln. Etwa 300 Wohneinheiten sollen entstehen.

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Auf der Hundeauslaufwiese soll im nächsten Jahr die Wohnsiedlung entstehen.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Elstal. Sechs Jahre nach dem ersten Anlauf will die DKB Wohnen (im Auftrag der GbR Olympisches Dorf) einen neuen Anlauf starten, um die Heidesiedlung zu entwickeln. Auf einer Fläche von etwa 17 Hektar, eingegrenzt zwischen Hauptstraße, Rosa-Luxemburg-Allee und B 5, sollen Wohnungen für etwa 700 Menschen gebaut werden. Damit würde der größte Wustermarker Ortsteil Elstal von derzeit 3700 Einwohnern auf 4400 wachsen. Entsprechende Pläne stellte Architekt Thomas Jansen am Mittwoch im Elstaler Ortsbeirat erstmals vor.

Das Besondere bei diesem Wohnprojekt ist die Mischung aus Ein- und Zweifamilienhäusern, Stadtvillen und Geschossbauten. Bis zu vier Geschosse, die seitlich versetzt sind, sollen erlaubt sein, so Jansen. Dabei würden die Mehrgeschosser am äußeren Rand der Heidesiedlung entstehen, im Kerngebiet sollen vor allem Häuser mit zwei Geschossen gebaut werden. „Wir wollen damit erreichen, so dass es nicht zu große Unterschiede in den Bauhöhen gibt“, sagte der Architekt.

Zu den etwa 300 Wohneinheiten kommen noch Gewerberäume, vor allem für Läden, Frisör, Gastronomie, aber auch Büros hinzu. „Die ursprüngliche mal als Schallschutz zur Bundesstraße 5 vorgesehenen Hotels und Handwerksbetriebe werden wohl nicht entstehen, weil es dafür seit 2009 keine Nachfragen gab“, sagte Andrea Lübs von der DKB Wohnen.

Also wird eine rund 28 000 Quadratmeter große Fläche zwischen der Heidesiedlung und der B 5 als unberührte Grünfläche erhalten bleiben. Allerdings heißt unberührt in diesem Fall auch, dass das Areal eingezäunt und für Spaziergänger oder Hundebesitzer, die Gassi gehen wollen, nicht nutzbar sein wird. Thomas Jansen erklärt: „In diesem Bereich sind Zauneidechsen gefunden worden. Deren Lebensraum ist zu schützen.“ Deshalb sei das Landesumweltamt zu keinem Kompromiss bereit. Der Zaun werde bis zu 1,5 Meter hoch sein und so angelegt, das Kleintiere unten durchkriechen können.

Beim Thema Stell-und Parkplätze will die DKB den potenziellen Bauherren der Mehrgeschosser vorschlagen, „so viele Fahrzeuge wie möglich unter die Erde zu bringen, weil sonst das Erscheinungsbild der Siedlung beeinträchtigt würde“, so Jansen.

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Durch das Zentrum der Siedlung wird eine 15 Meter breite Hauptstraße führen, die von Gehwegen und Bäumen flankiert werden soll. Geplant ist außerdem, den Verkehr von der B 5 kommend künftig über zwei Kreisverkehre (vor den Flakhallen sowie an der Kreuzung Haupt- und Rosa-Luxemburg-Straße) zu führen, um Staus zu vermeiden.

Die Mitglieder des Elstaler Ortsbeirates stimmten dem Projektentwurf zu und empfahlen den Bebauungsplan zur Beschlussfassung durch die Gemeindevertretung. Aus der Sicht von Wustermarks Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) ermögliche das Vorhaben sowohl jungen wie auch älteren Menschen, die sich kein Einfamilienhaus leisten können oder wollen, in Elstal zu leben.

Die DKB Wohnen hofft, im Juni 2016 einen genehmigten Bebauungsplan zu haben, so dass in 2017 die ersten Grundstücke bebaut werden könnten, so Lübs.

Von Jens Wegener

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