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Hennigsdorf: Feuchte Mauern am Stadtklubhaus

Haus wird trockengelegt Hennigsdorf: Feuchte Mauern am Stadtklubhaus

Seit Jahren sind die Mauern des Hennigsdorfer Kulturhauses feucht, immer wieder wurden viele Stellen ausgebessert. Im kommenden Jahr soll das Gebäude nun für rund 900 000 Euro saniert werden. Das Stadtklubhaus soll während der Arbeiten aber geöffnet bleiben.

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Die Außenmauer ist feucht und wurde teils überstrichen.

Quelle: Foto: MP

Hennigsdorf. Der Putz bröckelt an vielen Stellen, an anderen sieht das Gemäuer feucht aus. In den Räumen und im Keller des Stadtklubhauses blüht es schon, die Farbe ist von der Nässe aufgebläht. Auch der Saal des Hauses ist betroffen, hinter den Vorhängen steigt die Feuchtigkeit hoch. „Wir haben an dem Gebäude ein erhebliches Problem mit der Feuchtigkeit, fasst Angela Minge von der Hennigsdorfer Stadtverwaltung zusammen. Über Jahre wurden die feuchten Stellen ausgebessert und überstrichen, doch das reiche nun nicht mehr aus. Jede Woche gehen hier rund 1000 Menschen ein und aus, die Stadtverwaltung will das Klubhaus in einem entsprechend repräsentativen Zustand sehen.

Im kommenden Frühling soll das Gemäuer des Haues trockengelegt werden, rund 900 000 Euro sind dafür im Haushaltsentwurf 2016 eingestellt. Betroffen ist die komplette Außenmauer sowie Teile der inneren Mauer und des Kellers unter dem Klubhaus. Die Ursache dafür sei, dass die Dichtungen an der Außenmauer des altehrwürdigen Hauses, Baujahr 1954, noch nie saniert wurden und marode seien. Dazu sei der Grundwasserspiegel in der vergangenen Jahren in Hennigsdorf gestiegen, sagt Angela Minge. „Also drückt das Grundwasser von unten und von der Seite gegen die Mauern des Hauses.“

Im kommenden Jahr soll das Mauerwerk von außen freigelegt werden und neuen Anstrich gegen die Feuchtigkeit erhalten, auch von innen wird saniert. Ob separat getrocknet werden muss, sei zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar, so Minge. Der Betrieb im Stadtklubhaus indes soll weitergehen. Das bedeutet etwa, dass Besucher während der Außenarbeiten über provisorisch gelegte Zuwegungen ins Haus gelangen. Minge stellt auch die Mieter auf eine harte Zeit ein. „Es wird laut und staubig“, sagt sie. Die Mieter, also die Musikschule, die Hennigsdorfer Wohnungsbaugesellschaft HWB und das Management des Klubhauses habe man von der Maßnahme informiert, sie seien alle damit einverstanden gewesen und froh darüber, dass endlich etwas getan werde, so Minge.

Die Maßnahme solle in mehreren Schritten erfolgen und etwa gegen Ende des Jahres 2016 abgeschlossen sein. Die Sanierung des großen Veranstaltungssaals ist für die Sommerschließzeit geplant, sodass Veranstaltungen voraussichtlich nicht gefährdet seien, sagt Minge. Schon 2012 sollte das Mauerwerk trockengelegt werden, allerdings wurde das Projekt verschoben, weil die Gewerbesteuern dramatisch eingebrochen waren. Noch ist das Projekt nicht in durchgeplant, die Stadtverordneten sollen Anfang 2016 einen entsprechenden Beschluss dazu fassen.

Außerdem soll im kommenden Jahr links neben dem Haupteingang des Klubhauses ein Fahrstuhl installiert werden, 130 000 Euro soll das kosten. Wann genau, das sei noch nicht klar, so Minge. Bislang kommen Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer zwar im Erdgeschoss barrierefrei voran, zur ersten Etage – wo Musikschule und Ballettsaal liegen – führt aber bislang nur eine Treppe.

Von Marco Paetzel

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