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Einbruchszeit beginnt – so schützen Sie sich

Kriminalität Einbruchszeit beginnt – so schützen Sie sich

Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Brandenburg ist mit jährlich rund 4000 auf einem hohen Niveau. Professionell agierende Banden haben vor allem die Gemeinden im Berliner Speckgürtel im Visier. Wir geben Tipps, wie Sie sich schützen können.

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Im Herbst beginnt die Saison der Einbrecher.

Quelle: dpa

Potsdam. Die Gefahr, in Brandenburg Opfer eines Wohnungseinbruchs zu werden, ist unvermindert groß. Während die Fallzahlen bereits über die Sommerferien regelmäßig ansteigen, stehen die schlimmsten Monate erst noch bevor. Laut Landeskriminalamt (LKA) gehen Langfinger zumeist von Oktober bis März auf Tour. „In der dunklen Jahreszeit häufen sich Einbrüche“, sagt LKA-Sprecherin Karina Schulter. Im Herbst/Winter 2014 wurden 2440 Fälle erfasst, im Vergleichzeitraum des Vorjahres 2422. Höhepunkt ist der Dezember mit jeweils 500 Einbrüchen.

Gekippte Fenster sind eine Einladung für Einbrecher

Dass auch im Sommer Urlaubszeit Einbruchzeit ist, zeigte sich am vorletzten Augustwochenende in Stahnsdorf, Teltow und Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark), als drei Häuser aufgebrochen wurden. In Sekunden waren Terrassentüren aufgehebelt. Eine Woche später drangen Unbekannte durch gekippte Fenster in zwei Häuser in Falkensee (Havelland) ein – Beute: Uhren, Computer und Bargeld.

So schützen Sie sich vor Einbrechern

Die Polizei gibt auf zwei Internetseiten Tipps, wie sich Mieter und Eigentümer vor Wohnungs- bzw. Hauseinbrüchen schützen können.

Auf der Seite www.polizei-beratung.de gibt es außerdem Präventionstipps zu anderen Gefahren, wie etwa Trickdiebstahl, Betrug im Internet oder Raub.

Die Seite www.k-einbruch.de widmet sich ausschließlich dem Thema der Wohnungs- und Hauseinbrüche.

Hier die wichtigsten Tipps, wie Sie ihr Eigentum schützen können.

Wertsachen sollten auch in der Wohnung bzw. im Haus nicht offen herumliegen, sondern sicher aufbewahrt werden, etwa in einem kleinen Tresor. Tipps dazu gibt es auf der Website der Polizei.

Die Polizei empfiehlt, wertvolle Gegenstände, die sie nur selten brauchen, in einem Bankschließfach einzuschließen.

Die Polizei rät dazu, das Grundstück um das Haus ausreichend zu sichern. Der Vorgarten sollte mit einem Zaun abgesichert werden, Gartentüren sollten immer abgeschlossen werden. Außerdem empfehlen sich Türsprech- und Videoanlagen. Diese schrecken mögliche Einbrecher eventuell ab.

Mülltonnen, Leitern, Gartenmöbel sollten eingeschlossen werden, wenn sie nicht gebraucht werden. Sie könnten Einbrechern als Aufstiegshilfe nützlich sein.

Gekippte Fenster sind ein Risiko . Auch bei kurzer Abwesenheit empfiehlt die Polizei, die Fenster und Türen ausreichend zu verschließen. Rollläden sollten nur nachts verschlossen werden. Nicht tagsüber, wenn Sie das Haus verlassen. So signalisieren Sie ihre Abwesenheit und machen es Einbrechern möglicherweise einfacher.

Hinter den Raubzügen, von denen jeder zweite tagsüber erfolgt, stecken oft gut organisierte Banden, die die Gegend auskundschaften und dann zuschlagen, wenn die Bewohner nicht zu Hause sind. „Die Täter sind abgebrüht. Gekippte Fenster oder offene Hoftore sind eine regelrechte Einladung“, sagt Thomas Latzo. Der 51-jährige Kriminalhauptkommissar ist einer der beiden Chefs der mit Brandenburger und Berliner Fahndern besetzten Gemeinsamen Ermittlungsgruppe (GEG). Die LKA-Einheit jagt seit zehn Jahren Einbrecher und ist jetzt von 14 auf 18 Kriminalisten aufgestockt worden. Ihr Problem: Die Täter hinterlassen kaum Spuren, die Ermittlungsarbeit ist mühevoll. Die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen beträgt im Schnitt 20 Prozent.

Geklaut wird, was sich leicht transportieren lässt

Latzos Leute fahnden im gesamten Speckgürtel um Berlin. „Hier haben wir die meisten Tatorte, auch wenn sich die Schwerpunkte immer mal verschieben.“ Im Umland mit ihren Villen- und Eigenheimsiedlungen können Banden reichlich Beute machen und in der nahen Metropole rasch abtauchen. Gestohlen wird, was sich leicht transportieren lässt: Mobiltelefone, Laptops, Schmuck und Geld. Die Täter sind vielfach Ausländer, wie zuletzt drei Serben, die von Berlin aus agiert hatten.

Viele Brandenburger seien durch Einbruchsmeldungen wachsamer geworden, so Latzo. „Sie rüsten ihre Fenster und Türen besser aus und liefern uns mehr Hinweise.“

Von Volkmar Krause

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