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Wohnraum für Studenten wieder knapp

Semesterstart in Potsdam Wohnraum für Studenten wieder knapp

Sie kommen mit Zukunftsplänen, großen Erwartungen und ihrem ersten Hausstand in die Stadt – doch wo sollen all die Studenten, die in diesen Tagen das neue Semester beginnen, unterkommen? Die Wohnheime sind rappelvoll. Und der angespannte Wohnungsmarkt birgt auch kaum Hoffnung auf eine – vor allem bezahlbare – Bude.

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Heiß begehrt sind in Potsdam auch Plätze in Studentenwohnheimen wie hier an der Breiten Straße.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Zum Semesterbeginn haben in Potsdam wieder viele Studierende Schwierigkeiten, ein Dach über dem Kopf zu finden. Dies teilt die Sprecherin des Studentenwerks, Gudrun Wewetzer, mit. „Die Situation hat sich auch dieses Jahr nicht entspannt“, sagt Wewetzer. Die Zahl privater Vermieter sei zwar gestiegen, doch könnten Studierende die relativ hohen Preise auf dem privaten Wohnungsmarkt selten bezahlen.

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Das Potsdamer Studentenwerk hatte erst vergangene Woche den sogenannten „Tag der Vergabe“ in seiner Servicestelle am Hauptbahnhof veranstaltet. Dabei werden noch verbliebene Wohnheimplätze an anwesende Studierende vergeben. „Wir hatten noch 49 freie Plätze“, sagt Wewetzer. Sie alle seien weggegangen. Trotzdem seien längst nicht alle Interessenten für einen Wohnheimplatz bedient worden. „Wir haben noch 270 bis 290 Studierende auf den Wartelisten“, sagt Wewetzer.

In Potsdam selbst bietet das Studentenwerk insgesamt 2321 Wohnheimplätze an. Diese konnten bisher den jeweiligen Semesteransturm nie vollständig abdecken. „Der Tag der Vergabe zeigt uns regelmäßig an, wie sehr es wirklich brennt“, sagt Wewetzer. Dieses Jahr habe zum Beispiel ein Studieninteressierter aus dem baden-württembergischen Karlsruhe erst spät von seiner Zusage auf seinen Studienplatz in Potsdam erfahren und sich daher nicht rechtzeitig um einen Wohnheimplatz gekümmert. Diesem habe Wewetzer geraten, die Servicestelle des Studentenwerks schon nachts für den Tag der Vergabe aufzusuchen, um anderntags der Erste in der Reihe zu sein. Das habe der Studierende dann auch getan.

Andere, die keinen Platz bekommen, behelfen sich eine Zeit lang mit Pendeln. Es komme vor, dass Studenten der Technischen Hochschule in Wildau (Dahme-Spreewald) täglich von Magdeburg oder Cottbus aus anfahren. Brenzlig sei die Lage übrigens auch in anderen Hochschulstädten geworden. In Brandenburg/Havel, wo das Potsdamer Studentenwerk auch für Wohnheime zuständig ist und die Situation bisher ziemlich günstig war, konnten diesmal immerhin 19 Interessenten nicht mit einem Platz versorgt werden.

Von Rüdiger Braun

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