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Investor baut neue Sporthalle in Glienicke

Gemietet statt selbst gebaut Investor baut neue Sporthalle in Glienicke

Nach der Netten Toilette ist die Gemeinde schon wieder Vorreiter – diesmal für ein ungewöhnliches Finanzierungsmodell im Interesse des freien Schulträgers, der das Gymnasium im Ort betreibt. Ein Investor aus Rostock baut die im Ort benötigte Sporthalle. Die Eröffnung ist im Sommer nächsten Jahres geplant.

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Planungsskizze der neuen Sporthalle mit angeschlossener Mensa und Mediathek. Das vorhandene Schulhaus ist grau dargestellt.

Quelle: Foto: Enex

Glienicke. Die Gemeinde bekommt eine weitere Halle für den Vereins- und Schulsport. Die Enex Finanzpartner und Beteiligungsgesellschaft mbH aus Rostock errichtet auf dem Gelände des Neuen Gymnasiums Glienicke an der Schönfließer Straße ein Gebäude, das zugleich die Schulmensa und eine Mediathek beinhalten wird. Unmittelbar nach dem diesbezüglichen Beschluss der Gemeindevertretung am Dienstagabend über erforderliche Mietverträge ist zwischen Enex, Schulbetreibergesellschaft ASG und Gemeinde ein schnellstmöglicher Baustart vereinbart worden. Die Fertigstellung und Übergabe des Gebäudes ist für den Sommer 2016 vorgesehen, sagte Enex-Geschäftsführer Sven Albrecht. Sein Unternehmen steht bereits seit April in den Startlöchern, um die Gesamtinvestition von rund 4,3 Millionen Euro zu realisieren. Pünktlich zum nächsten Schuljahresbeginn solle dies nun geschehen sein.

Das Schulhaus des Neuen Gymnasiums in Glienicke

Das Schulhaus des Neuen Gymnasiums in Glienicke.

Quelle: Helge Treichel

Nach Abwägung der baulichen und wirtschaftlichen Möglichkeiten hat sich die Gemeindevertretung für die Anmietung einer neuen Sportstätte entschlossen. Sie folgt damit der gutachterlichen Empfehlung des Berliner Instituts für Public Management, das vier Varianten untersucht hatte. Am günstigsten wäre danach ein Neubau durch die Gemeinde selbst und eine Vermietung an die ASG. Da aber Bau- und Mietrisiko sowie Instandsetzungen, Wartungen und Reparaturen von der Gemeinde zu tragen wären, wurde der Neubau seitens eines Investors als wirtschaftlichste Variante identifiziert. Voraussetzung dafür war der Abschluss eines Erbbaurechtsvertrages zwischen der ASG und Enex. Nach Fertigstellung wird das Gesamtobjekt zur Nutzung an die Gemeinde übergeben. Grundlage dafür ist ein Mietvertrag mit einer Laufzeit von 25 Jahren. Die monatliche Miete: 21 000 Euro. Anteilig werden dann die erforderlichen Hallenzeiten an den freien Schulträger untervermietet. Für die Mediathek und die Mensa besteht nach den Worten von Sven Albrecht ein direktes Mietverhältnis zwischen Enex und ASG. Der Enex-Geschäftsführer ist von dem Projekt in Glienicke überzeugt: „Mit unserem Engagement wollen wir zu einer optimalen Lösung für die Gemeinde, die Sportvereine und Schüler beitragen. “

Seit 2011 besteht in Glienicke ein höherer Nutzungsbedarf an kommunalen Sportstätten als zur Verfügung stehen. Dadurch kam es zu Problemen bei der Vergabe insbesondere von Hallenzeiten. Zugleich warten die derzeit 450 Schüler des Gymnasiums seit der Eröffnung ihres Schulhauses vor fünf Jahren auf ihre Sporthalle. Ersatzweise wurde eine Halle auf dem ehemaligen Kasernengelände in Lehnitz genutzt. Allein durch den Transport sei wertvolle Zeit verloren gegangen, sagt Schulleiter Hans-Joachim Bork. „Jetzt können wir die Sportstunden besser über die Woche verteilen.“

Von Helge Treichel

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