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Investor will einen Rewe-Markt bauen

Pritzwalk: Auch Edeka und Aldi sollen erneuert werden Investor will einen Rewe-Markt bauen

Ein Schandfleck nahe der Pritzwalker Innenstadt soll verschwinden – ein Investor will an der Bergstraße einen neuen Rewe-Markt errichten. Dafür schuf der Stadtentwicklungsausschuss die Voraussetzungen, ebenso für einen möglichen Neubau von Edeka und Aldi am alten Standort in Pritzwalk Nord.

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Die Fläche mit dem ehemaligen Henwi-Markt und heutigen Möbellager wird komplett neu gestaltet. Dort entsteht ein Rewe-Markt.

Quelle: Atzenroth

Pritzwalk. Ein komplett neuer und zwei runderneuerte Supermärkte in Pritzwalk – das sind Planungen, denen am Dienstag der Stadtentwicklungsausschuss bereits seinen Segen gab. Um beide Vorhaben ermöglichen zu können, änderten die Ausschussmitglieder zunächst das fünf Jahre alte Einzelhandelskonzept, nach dem weitere Einzelhandelsflächen in der Stadt ausgeschlossen gewesen wären.

Anstelle des ehemaligen Henwi, in dem sich derzeit ein Möbellager befindet, soll nur 150 Meter außerhalb der Innenstadt ein Rewe-Markt gebaut werden. Investor Hans Harms und Planer Jörg Lewin vom Neuruppiner Planungsbüro Plankontor stellten ihr Konzept vor, das nicht weniger als eine völlige Umgestaltung des gesamten Geländes an der Ecke Bergstraße/An der Promenade bedeutet. Der neue Markt soll inklusive eines Backshops 1800 Quadratmeter Verkaufsfläche haben. Die Grundfläche des Gebäudes, das gegenüber dem jetzigen Bau ein Stück weit zurückgesetzt wird, beträgt 2300 Quadratmeter. Vor dem Markt sollen zur Bergstraße hin 60 Stellplätze für Pkw gebaut werden, 20 bis 25 weitere sollen östlich des neuen Marktes entstehen. Um eine Pkw-Einfahrt errichten zu können, sollen zwei Gebäude an der Bergstraße weichen. An der Straße An der Promenade soll der Gehweg auf zwei Meter verbreitert werden.

Hans Harms investiert auch schon in Wittstock, dort entsteht ein ähnlicher Rewe-Markt. Das Gebäude selbst soll viel Tageslicht hineinlassen und komplett recycelbar sein. Beheizt werden soll es nach Angaben von Lewin mit der Abwärme der Kühlanlagen.

Hartmut Winkelmann (Linke) begrüßt die Pläne, hat aber Bedenken hinsichtlich der Konkurrenz zum Frischemarkt Schröder in der Marktstraße. Das kann Marlies Ferner (SPD) zwar teilweise nachvollziehen, aber andererseits werde ein städtebaulicher Missstand beseitigt. Letztlich stimmte der Ausschuss einstimmig zu.

In Pritzwalk Nord wiederum ist geplant, dass Edeka und Aldi ihre Verkaufsfläche erheblich vergrößern können – dafür ist der komplette Neubau beider Hallen nötig. Stefan Meyer von der Saller-Gruppe aus Weimar gab dazu Erläuterungen und machte Vorschläge, wie auch an dieser Stelle das gesamte Gelände aufgewertet werden könnte. Vizebürgermeister Ronald Thiel verwies darauf, dass das Vorhaben bereits in der vergangenen Wahlperiode diskutiert wurde. Thiel: Wir wollen den Standort für die Einwohner sichern.“

Stefan Meyer erklärte, dass es „ganz massiv“ um die Zahl der Parkplätze vor den Märkten gehe. Zudem vergrößerten sich die Flächen für die Märkte, der Edeka etwa auf die Größe des neuen Rewe-Marktes, der Aldi auf 1000 bis 1200 Quadratmeter. Meyer bezeichnete dies als „marktübliche Anpassung“, die derzeit in der gesamten Einzelhandelsbranche vorgenommen werde. Edeka-Betreiber Vincent Maaß, der auch im Publikum saß, sagt: „Uns brennt das so ein bisschen auf den Nägeln.“ 900 Quadratmeter  Verkaufsfläche seien nicht mehr zeitgemäß, auch die Lagerfläche reiche nicht. Zwar war kein Vertreter von Aldi anwesend, doch hatten sich alle Beteiligten vorher abgesprochen. „Aldi spielt auch mit“, sagte Maaß. Meyer erklärte, das auch in der Bauzeit die beiden Märkte offen gehalten werden sollen, eventuell in Zelten. Wenn es schnell gehe, dauere der Umbau mindestens zwei Jahre, realistisch seien aber fünf Jahre.

Von Bernd Atzenroth

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