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Käufer für Gutshäuser in Lohm und Neuendorf

Marode Baudenkmäler Käufer für Gutshäuser in Lohm und Neuendorf

Die Gemeinde Zernitz-Lohm wird sich voraussichtlich in nächster Zeit vom Lohmer Gutshaus und von den Resten des Neuendorfer Gutshofes trennen. Für die zum Teil seit Jahren leer stehenden Gebäude laufen die Verkaufsformalitäten.

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Das Lohmer Guthaus aus dem 18. Jahrhundert beherbergt momentan noch den Jugendklub des Dorfes.

Quelle: Alexander Beckmann

Lohm. Die Gemeinde Zernitz-Lohm könnte demnächst bald zwei Sorgen weniger haben. Für das Gutshaus I in Lohm und für die Reste des Neuendorfer Gutshofes stehen nach Auskunft von Bürgermeisterin Sigrid Schumacher Verkaufsverhandlungen kurz vor dem Abschluss. Beide Objekte stehen zumindest zum Teil leer und sind dringend sanierungsbedürftig.

Für das Haus am Ende der Lohmer Dorfstraße, dessen Dach und Front die Gemeinde vor Jahren sichern ließ, sind die Formalitäten demnach fast erledigt. Die Gemeindevertretung hat dem Verkauf bereits zugestimmt. Allerdings heißt das auch, dass die bisherigen Nutzer des Gebäude woanders unterkommen müssen. „Wir überlegen, wo wir den ­Jugendklub unterbringen“, sagt Sigrid Schumacher. „Viele Möglichkeiten haben wir nicht mehr. Wir müssen sehen, was machbar ist.“ Das Gemeindezentrum im „Nachbarschaftsladen“ ist offenbar gut ausgelastet. Das Gemeindehaus in der Dorfmitte befindet sich in miserablem Zustand.

In Neuendorf ist die Lage einfacher: Sowohl das Gästehaus des ehemaligen Gutes als auch seine Kapelle stehen seit Jahren leer. Vor allem die Kapelle ist kaum noch als solche zu erkennen. Das Einzeldenkmal mit seinen historischen Bleiglasfenstern gilt inzwischen als akut vom Verfall bedroht. Verkauft werden sollen nun die Bauten und der umgebende Garten. „Ich hoffe, dass wir Anfang September den Beschluss dazu fassen“, sagt die Bürgermeisterin. Der Neuendorfer Park bleibe weiterhin in öffentlicher Hand.

Laut Sigrid Schumacher handelt es sich bei den Käufern in beiden Fällen um Nachfahren der Familie von Winterfeld, zu deren Besitz beide Güter bis kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs gehörten. Der letzte Neuendorfer Gutsherr Friedrich von Winterfeld (1875 bis 1949) war unter anderem Landrat und Reichstagsabgeordneter des Landkreises Ostprignitz.

Von Alexander Beckmann

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