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Kein Wohngebiet um die Neue Hakeburg

Kleinmachnower Bauausschuss: Kein Wohngebiet um die Neue Hakeburg

Seit vielen Jahren wird versucht, für das Grundstück und die Neue Hakeburg in Kleinmachnow eine zeitgemäße Nutzung zu finden. Etliche Investoren versuchten sich und verkauften das denkmalgeschützte Anwesen wieder. Die aktuellen Eigentümer wollen Wohnungen in einem Neubau, der das erträgliche Maß laut Bauausschuss übersteigt und die Gesamtanlage der breiten Öffentlichkeit entziehen würde.

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Die Zukunft der alten Neuen Hakeburg bleibt weiter unklar.

Quelle: OMOE

Kleinmachnow. Ob für die Neue Hakeburg wirklich neue Zeiten anbrechen, bleibt auch beim aktuellen Eigentümer fraglich. Den bisherigen Plänen der Investoren Nicolas Tommasini und Jean-Francois Ott vom Unternehmen Ott Properties hat der Bauausschuss am Montagabend jedenfalls seine Zustimmung verweigert, indem er einstimmig gegen die entsprechende B-Plan-Änderung gestimmt hat. Die zulässige Nutzungsart sollte von „Sondergebiet, Zweckbestimmung Hotel“ in „Allgemeines Wohngebiet“ geändert werden. Wie bereits im Bebauungsplan in seiner zur Zeit rechtswirksamen Fassung soll die bauliche Erweiterung um ein ergänzendes Wohngebäude westlich der Burg möglich bleiben.

Tenor am Montag: Man will das Gebiet auf dem Seeberg nicht vollständig für privates Wohnen abriegeln, sondern den historischen Standort weiter öffentlich zugänglich lassen. Ein Hotel mit Café und Biergarten böte besten Chancen.

Doch solcherlei Pläne wurden bereits verworfen, und die neuen Eigentümer setzen aus wirtschaftlichen Gründen auf exklusives Wohnen im denkmalgerecht sanierten Altbau und in einem Neubau. Der soll sich dort breit machen, wo heute noch alte DDR-Garagen vor sich hin gammeln. Maximal 30 Wohnungen könnten entstehen und eine Tiefgarage mit rund 70 Stellplätzen. Auch die Gartenanlage auf dem 34 500 Quadratmeter großen Grundstück soll ihre historischen Konturen wieder erhalten. So hatten es die Investoren und die Architektin in der Ausschusssitzung vor Weihnachten dargestellt.

Im Gegensatz zur damaligen Sitzung überwog diesmal die Kritik. Darüber wunderte sich nicht nur die Grünenpolitikerin Barbara Sahlmann. „Letztes Mal habe ich eine große Zustimmung gefühlt“, sagte sie. Auch Bürgermeister Michael Grubert (SPD) war „überrascht“. Angelika Scheib (CDU) rechtfertigte dies mit dem „guten Vortrag zu den Visionen“ damals. Allerdings hatte der Ausschuss im Winter 2015 auch über nichts abzustimmen. Diesmal folgten die Gemeindevertreter fraktionsübergreifend dem Bürgermeister. Er hatte sich in der Diskussion „unsicher“ gegenüber „der Verlässlichkeit“ des Investors gezeigt und eindringlich vor dem Neubau, der „60 Meter lang und 27 Meter tief“ werden soll, gewarnt. Scheib sagte, dass man mit dem B-Plan „für ein wirklich großes Baufeld“ später „aber nicht über die Architektur beschließen“ könne. Weil sie eine „riesige Wohnmaschine“ befürchtet, lehnte sie ab. Gegen die Neue Hakeburg als „attraktives Wohnhaus“ hätte auch die Linke nichts, „aber ein Wohngebiet passt da nicht“, so Wolfgang Kreemke.

Tennisclub scheitert mit Entwurf für neues Vereinsgebäude

Der Tennisclub TC Kleinmachnow 1961 e.V. will sein marodes Clubgebäude durch ein neues ersetzen. Nach einem ersten Entwurf, den der Bauausschuss befürwortet hat, hätte das Vorhaben fast 600 000 Euro gekostet.

Da der TC ein anerkannter Sportclub ist mit etwa 350 Mitgliedern, darunter an die 110 Kinder und Jugendliche, will die Gemeinde 133 000 Euro zuschießen. 70 000 Euro zahlen die Tennisspieler selbst und wollen zudem noch einen Kredit aufnehmen.

Jetzt hat der Bauausschuss am Montagabend den vom TC selbst geänderten zweiten Entwurf, der um 50 000 Euro billiger wäre, seine Zustimmung versagt. Ausschussmitglieder fanden die „Zeichnungen nicht sehr plausibel“, „fehlerhaft“ und den Entwurf „verschlimmbessert“.

Laut TC-Vorsitzendem Ulrich Arnts berät am Mittwoch der Vorstand in seiner regulären Sitzung das weitere Vorgehen: Neubau? Dann den teuren, genehmigten Entwurf oder den 2. Entwurf nachbessern?

 

Von Claudia Krause

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