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Leerstand am Schloss Demerthin

Wirtschaftsgebäude nicht vermietbar Leerstand am Schloss Demerthin

Das frühere Wirtschaftsgebäude des Demerthiner Renaissanceschlosses steht größtenteils leer. Einige Mieter gibt es noch, aber neue zu finden, ist unter den aktuellen Bedingungen schier unmöglich. Das Gebäude hat einen großen Sanierungsbedarf. Nicht nur die Fenster sind undicht.

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Ein paar Mieter gibt es noch, aber neue lassen sich für die Schulstraße 1 in Demerthin nicht mehr begeistern.

Quelle: Sandra Bels

Demerthin. Es ist ein trauriger Anblick. Neben dem Renaissanceschloss in Demerthin steht ein grauer Klotz, der wenig einladend aussieht: die Schulstraße 1. Ein paar Mieter wohnen dort noch. Neue für die Wohnungen zu begeistern, das ist eine Aufgabe, die Gundula Modde, Leiterin des kommunalen Dienstleistungsbetriebes (KDB), der die Wohnungen verwaltet, wohl nicht bewältigen wird. Für sie ist die Schulstraße 1 „ein schwieriges Gebäude“. Daraus macht sie seit Jahren kein Geheimnis. „Regelmäßig weise ich in Ausschusssitzungen und der Gemeindevertretung darauf hin“, sagte sie am Dienstagabend im Hauptausschuss, als es um den Wirtschaftsplan des Jahres 2014 des KDB ging.

Für die Statistik ist die Schulstraße 1 ein Wermutstropfen. Das Dach ist zwar dicht und eine Heizung sowie Strom gibt es auch. „Aber die Fenster sind undicht und es gibt großen Sanierungsbedarf drinnen wie draußen“, so Gundula Modde. Dazu kommt noch, dass das Haus unter Denkmalschutz steht. 414 Quadratmeter im Inneren sind ungenutzt. „Die aktuelle Wohnsituation wird den heutigen Maßstäben einfach nicht gerecht“, so die Werkleiterin. Von einem großen Flur gehen einzelne Zimmer und Wohnungen ab. Gundula Modde regte im Hauptausschuss an, sich im kommenden Jahr im Werksausschuss zusammenzusetzen, um über ein Konzept für das Gebäude zu reden.

Ansonsten stehen laut Jahresbericht kaum Wohnungen in der Gemeinde Gumtow leer. Der KDB verwaltet 18 Objekte mit 129 Mietverträgen. Gundula Modde rechnet damit, dass 16 Wohnungen, die meisten in Demerthin, auch im kommenden Jahr nicht vermietet werden, weil sie eben dafür nicht geeignet sind. Trotz des Leerstands weist der Jahresabschluss 2014 erstmals einen geringfügigen Gewinn im Bereich der Wohnungsverwaltung aus. Gut 1000 Euro Gewinn erwirtschaftete der KDB auch beim Abwasser. Das sei maßgeblich darauf zurückzuführen, dass alle nicht so dringenden Reparaturen im Jahr 2014 auf 2015 verschoben worden waren, erklärte Gundula Modde. Auch beim Trinkwasser gab es ein Plus.

Für das kommende Jahr plant die Werkleiterin Sanierungsarbeiten zur Energieeinsparung in den Mietwohnungen ein. Außerdem soll die Sanierung des Wohnhauses in der Karl-Liebknecht-Straße 63 in Gumtow fortgesetzt werden, finanziert mit Eigenmitteln des KDB.

Beim Wasser und Abwasser hingegen sind laut Gundula Modde keine wesentlichen Investitionen vorgesehen.

Von Sandra Bels

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