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Neuer Mädchentreff in Teltow

Die Zeit des Provisoriums ist bald vorbei Neuer Mädchentreff in Teltow

Der neue Treffpunkt für die Mädchenzukunftswerkstatt Teltow ist nach knapp neun Wochen Umbau bezugsfertig. Die Mädchen können am 18. April ihre neuen Räume in der Käthe-Niederkirchner-Straße 2 beziehen. Das bisherige Objekt in der Oderstraße konnte aus Sicherheitsgründen nicht länger vermietet werden.

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In der Teltower Käthe-Niederkirchner-Straße 2 eröffnet die Mädchenzukunftswerkstatt nach dem 18. April ihren neuen Treffpunkt. Der Mädchentreff zieht am übernächsten Montag in seine neue Räume um.

Quelle: H. Helwig

Teltow. Das Provisorium hat bald ein Ende: Die Mädchenzukunftswerkstatt (MZW) Teltow kann am 18. April in ihren neuen Treffpunkt in der Käthe-Niederkirchner-Straße 2 einziehen. „Bis dahin sind wir mit den letzten Arbeiten fertig“, verspricht Trockenbauer und Fliesenleger Karsten Gunkel aus Berlin. Gemeinsam mit der Potsdamer Installateurfirma Rühlemann und dem Elektromeister André Gubela aus Teltow hat Gunkels Betrieb seit Februar dieses Jahres eine frühere Schlecker-Drogeriefiliale zur Begegnungsstätte für die neun- bis 14-jährigen Mädchen umgebaut.

Die alten Räume in der Oderstraße 34 bis 36 konnten aus Sicherheitsgründen nicht länger an das Projekt des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg vermietet werden. Zusammen mit der Stadt Teltow und der Teltower Wohnungsbaugenossenschaft (TWG) hatte der Verband mit den Geschäftsräumen eine Lösung für das Fortbestehen der Mädchenzukunftswerkstatt gefunden. Auf der Jubiläumsfeier zum 60-jährigen Bestehen der TWG im Sommer des vorigen Jahres hatte der Vorstand versprochen, die Umbaukosten sozusagen als Spende für den Mädchentreffpunkt zu übernehmen. Rund 35 000 Euro werden als Endsumme auf der Schlussrechnung stehen, sagt Uwe Mernitz, Leiter Technik in der Genossenschaft, der die Bauarbeiten begleitete.

Projektleiterin Sonja Roque und Sozialpädagogin Janke Rehse sind begeistert. Mit dem Wechsel aus dem unscheinbaren Industriegebiet mitten in ein Wohngebiet rückt für beide nicht nur die Arbeit des Projektes noch stärker in die Öffentlichkeit. „Die neuen Räume bieten unseren Mädchen auch ganz andere Chancen und werten sie selbst auf“, ist Rehse überzeugt. Bei der Farbauswahl und der Raumgestaltung durften die Neun- bis 14-Jährigen mitentscheiden. So soll eine Wand im sogenannten offenen Bereich grün, eine andere in der Küche blau gestrichen werden. Geradezu ideal sei die Nähe mehrerer Schulen, an deren Wegen die Mädchenzukunftswerkstatt jetzt liege. Selbst der Spielplatz, für den die Mädchen seit Jahren die Patenschaft übernommen haben, befindet sich nun in der Nachbarschaft.

Ihre Vorstellungen von der Inneneinrichtung im großen Raum des Treffpunktes mit Couch zum Chillen, Fernsehgerät oder Computerplätzen sowie dem Tischfußballspiel haben die Mädchen mit Knete modelliert. Ein zweiter, sogenannter Bewegungsraum wird der Projektarbeit, wie beispielsweise dem Babysitterkurs oder dem „Flotten Teller“ (Ernährungskurs), vorbehalten sein. Für die Projektplanung, aber auch für ganz individuelle Gespräche mit den Mädchen steht den beiden Sozialarbeiterinnen ein separates Zimmer zur Verfügung.

Als erstes großes Projekt im neuen Haus werden sich die Mädchen im Bewegungsraum ein Holzpodest mit Bühne und einer Chill-Ecke bauen. Friederike Neugebauer, Auszubildende im zweiten Lehrjahr in der Holzwerkstatt Potsdam in Teltow, wird sie dabei anleiten. In der nächsten Woche wollen sich die Mädchen in der Werkstatt die Skizzen ansehen. Ansonsten setzen Roque und Rehse auf ihr bewährtes Konzept. „Es kommt nicht darauf an, immer etwas Neues zu erfinden, wenn wir sehen, dass unsere Angebote den Mädchen helfen, ihre Entwicklung und ihr Leben selbst zu bestimmen“, sagen sie.

Nach der vollständigen Einrichtung in den neuen Räumen wollen die Sozialpädagoginnen überlegen, wie sie die Mädchen aus dem Familienübergangswohnheim in Teltow für ihren Treffpunkt gewinnen können.

Teltows Stadtväter beschlossen höheren Zuschuss für Mädchen

Nach neuen Räumen, die auch bezahlbar sind, suchte die Mädchenzukunftswerkstatt schon seit mehreren Jahren erfolglos. Die plötzliche Kündigung des Mietvertrages erforderte jetzt eine schnelle Lösung des Raumproblems.

Für die höhere Miete beschlossen die Teltower Stadtverordneten, den jährlichen Zuschuss für die Mädchenzukunftswerkstatt von 57 000 Euro um 5400 Euro aufzustocken.

Ein Mietvertrag mit einer Pizzeria stand schon kurz vor dem Abschluss. Er scheiterte an einigen Bedingungen der Gastronomen.

Als Provisorien konnte die Mädchenzukunftswerkstatt in den vergangenen Monaten das Familienzentrum „Philantow“, die AOK Teltow und das Bürgerhaus Teltow nutzen.

Offiziell eröffnet werden soll der neue Treffpunkt am 6. Juni mit Sozialministerin Diana Golze (Linke). Die Mädchen können ihn aber schon nach dem 18. April jeweils montags bis freitags von 14 bis 19 Uhr nutzen.

Von Heinz Helwig

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