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Ambitioniertes Bauvorhaben in Teltow

Luxus-Wohnquartier mit Weiher Ambitioniertes Bauvorhaben in Teltow

Die Entscheidung, in Teltow einen Hafen zu bauen, haben sich die Stadtverordneten nicht leicht gemacht. Vor knapp einem Jahr erfolgte der Spatenstich. Jetzt soll das Wohn-Umfeld der künftigen Marina angepasst werden. Dabei hat man „Mut zur Lücke“ und klare Vorstellungen.

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So könnte Wohnen am Weiher in Teltow einmal aussehen.

Quelle: Patzschke-Schwebel Planungsgesellschaft mbH

Teltow. Ein ambitioniertes Vorhaben wie die Marina in Teltow, die bis zur Saison 2017 fertig sein soll, verträgt ein nicht weniger anspruchsvolles Wohnquartier. Ein solches plant mit bis zu 250 Quartieren und einem gewerblich genutzten Brückenhaus, mit Weiher und Wehr, Freitreppe und Uferpromenade sowie „öffentlichen Plätzen mit hoher Aufenthaltsqualität“ ein Investor, der noch nicht namentlich genannt werden will zwischen der Marina und der Altstadt.

Die Teltower Stadtspitze verhandelt bereits mit ihm und den beauftragten Planern. Zur konzeptionellen Fortsetzung der Bebauungsbestrebungen sollen die Stadtverordneten einem „Grundsatzbeschluss zur Weiterarbeit am Bebauungsplan Nr. 64 „Altstadt – südlich des Zeppelinufers“ zustimmen. Der Bauausschuss gab dem Beschluss am Mittwochabend bereits seine Zustimmung.

Direkte Verbindung zum Teltowkanal zu teuer

Zuvor hatte Architektur-Professor Christoph Schwebel das Projekt in ersten groben Zügen dem Fachausschuss vorgestellt. Größter Wunsch der Planer wäre ein Durchstich zur Marina und somit eine direkte Verbindung zum Teltowkanal. Das werde wohl aus Kostengrünen wieder verworfen. Dennoch holt man mit einem Weiher das Wasser in die Stadt und nimmt das Marina-Thema quasi fließend auf. Die Wohnquartiere sollen in Steg- und Gartenhäusern mit Wasserzugang bzw. Teltow-typischen Höfen entstehen. In der Höhe gestaffelt, bei den Fassaden stark gegliedert, sollen sie die bekannten Materialien der Altstadt aufnehmen.

Service

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Besonders bemerkenswert: Der Lärmschutzwall nördlich des Zeppelinufers nach Süden zum Wohngebiets-Weiher hin soll mit sogenannten Hobbits unterbaut werden. In jeder „Hobbithöhle“ könnten drei Wohnungen Platz finden, so der Architekt von der Patzschke – Schwebel Planungsgesellschaft mbH in Berlin. Die Miet- und Verkaufspreise der 200 bis 250 Wohnungen seien noch nicht durchkalkuliert, würden aber nicht „exorbitant“ sein, sondern „völlig normal bleiben“, hieß es im Bauausschuss.

Die vom Marina-Nachbar Klösters bislang geplanten sechs Würfelhäuser, die bereits öffentlich vorgestellt wurden, bezeichnete Schwabel als „Fremdkörper“ und stellte sie in seinen Planungen deutlich harmonisch angepasster zu Teltows Altstadt-Häusern vor. Von der Jahnstraße aus würde eine große Tiefgarage erschlossen werden, die bis zum städtischen Parkplatz verläuft. Es werde auch an öffentliche Gebäude gedacht, in denen etwa Sozialarbeiter sowie Seniorenbetreuung wirken.

Sogenannte  Steghäuser, die  im „Marine Quartier“ Teltow geplant sind

Sogenannte Steghäuser, die im „Marine Quartier“ Teltow geplant sind.

Quelle: Patzschke-Schwebel Planungsgesellschaft MbH

Uferweg bleibt öffentlich

Der Investor sei an einem städtebaulichen Vertrag interessiert, der die Infrastrukturmaßnahmen regelt, und den Stadtinteressen ohnehin „sehr zugewandt“. Einige Stadtverordnete im Bauausschuss betonten nochmals die Beibehaltung eines öffentlichen Uferweges waren sich aber letztlich mehrheitlich einig, den Weg in Richtung moderner Wohnbebauung mitzugehen. Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) sieht in der ambitionierten Planung „Mut zur Lücke“, die an dieser Stelle geschlossen werden würde. Freilich bedarf es nach dem Grundsatzbeschluss durch die Stadtverordneten am 7. Oktober noch einer Feinjustierung der Planungen, die jetzt erst in einem konzeptionellen Stadium sind.

Teltows Marina

Den 1. Spatenstich für Teltows Marina feierten am 1. November 2014 mehr als 600 Bürger.

Bis zum Saisonstart 2017 soll ein Hafenbecken mit rund 4500 Quadratmetern entstehen, in dem es 39 Liegeplätze geben soll; darunter 20 für Gäste und 19 für Sportboote auf Dauer.

Im Hafengebäude finden Hafenmeisterbüro, Waschcenter, Sanitär- und Lagerräume Platz. Außerdem entsteht ein Lokal mit Terrasse und Saal.

 

Von Claudia Krause

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