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Markanter Bau für die Ortsmitte

Ortsenwicklung in Zeuthen Markanter Bau für die Ortsmitte

Im vergangenen Jahr hat die Gemeinde Zeuthen einen Ideenwettbewerb zur Gestaltung der Kastanienpassage gestartet. Zwei Bauprojekte standen nun zur Wahl. Der Ortsentwicklungsausschuss setzt auf das Konzept des Zeuthener Zahnarztes Fabian Hirsch, der für vier Millionen Euro ein Wohn-, Geschäfts-, und Ärztehaus errichten will.

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Simulation des neuen Ärztehauses in der Schulstraße.

Quelle: Matthias Dannenberg

Zeuthen. Noch klafft eine große Lücke in Zeuthens Mitte. Zwar nutzen täglich dutzende Pendler die Freifläche an der Schulstraße als Parkplatz, einen attraktiven Anblick bietet dieses gemeindeeigene Filetgrundstück in der Nähe von Kirche und Rathaus jedoch nicht. Das soll sich bald ändern. Im vergangenen Jahr rief die Gemeinde zu einem Ideenwettbewerb zur Gestaltung der „Kastanienpassage“ auf. Zwei Interessenten bewarben sich mit ihren Bauplänen, die nun im Ortsentwicklungsausschuss vorgestellt und diskutiert wurden.

Zahnarzt Fabian Hirsch und Architekt Matthias Dannenberg

Zahnarzt Fabian Hirsch und Architekt Matthias Dannenberg.

Quelle: Uta Schmidt

Ein überzeugender Wurf gelang Architekt Matthias Dannenberg, der im Auftrag des Bauherren Fabian Hirsch auf dem 1500 Quadratmeter großen Grundstück die Vision eines modernen Gebäudes entwickelt hat. Entstanden ist eine Simulation eines großflächigen Gebäudes aus Glas, Holz und Beton. Es soll nicht nur Arztpraxen und eine Apotheke, sondern auch ein Café und bis zu sechs Wohnungen Platz bieten. „Ich bin seit längerem auf der Suche nach neuen Praxisräumen. So entstand bei mir die Idee, auf dieser Fläche ein Ärztehaus entstehen zu lassen. Ich würde mit dem Bau gerne noch vor 2018 beginnen“, sagte Fabian Hirsch, der in der Goethestraße eine Zahnarzt-Praxis hat. Mit seiner Vier-Millionen-Euro-Investition möchte er nicht nur ein ortsbildprägendes Gebäude bauen, sondern auch einen „Beitrag zur besseren Versorgung“ im Ort leisten. In der unmittelbaren Nähe des Neubaus befindet sich ein Seniorenpflegeheim mit 70 Plätzen.

„Das Grundstück in Bahnhofsnähe, gelegen an einer Allee und dem Flutgraben, hat eine besondere Qualität“, beschrieb Matthias Dannenberg die Vorzüge der Lage. Sein Entwurf eines zweigeschossigen Baukörpers mit eingeschossigem Riegel parallel zur Schulstraße orientiert sich an der zwei-bis dreigeschossigen Nachbarbebauung der Alten Poststraße. Das erste Obergeschoss ist für die Zahnarztpraxis und ein Dentallabor vorgesehen, das zweite Obergeschoss für den Bau von Wohnungen mit großzügigen Terrassen. Hirsch kündigte an, mögliche Kosten für die Änderung des Bebauungsplanes übernehmen zu wollen, denn an der Ecke Schul-/Goethe-Straße soll sich noch ein begrünter Platz anschließen.

Auch der zweite dem Ortsentwicklungsausschuss zur Diskussion vorgelegte Entwurf von der Berlin-Brandenburger Flächenentwicklungs GmbH sieht an dieser Stelle ein Wohn-, Geschäfts- und Ärztehaus mit zwölf Wohnungen zwischen 63 und 140 Quadratmetern Grundfläche vor, dessen massive Gestaltung mit Backstein-Putz-Glasfront über 52 Meter Länge an der Schulstraße von den Gemeindevertretern zwar Anerkennung fand, letztlich aber keinen Zuschlag erhielt. Sie entschieden sich für die Hirsch-Dannenberg-Variante. Am 6. April stimmt die Gemeindevertretung ab.

Ausschussvorsitzender Jörgen Hassler (SPD) lobte am empfohlenen Entwurf, dass die Beziehung zur Umgebungsbebauung aufgenommen, eine neue Platzgestaltung vorgesehen und das grüne Umfeld zum Fluggraben aufgewertet werden soll. Gemeindevertreter Jonas Reif (Grüne): „Wir wollen für dieses Grundstück nicht den höchsten Preis erzielen, sondern uns von einem stimmigen Konzept leiten lassen“. Hervorzuheben sei, dass beide Entwürfe dringend benötigte Wohnungen beinhalten würden. Das Parkplatzproblem im Ortszentrum will die Gemeinde ab 2017 mit einen großen Parkplatz in der Nähe von Bahnhof und Bürgerhaus lösen.

Von Uta Schmidt

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