Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Mehr Freiheiten in Nuthetals Gärten

Gemeinde bekommt neue Baumschutzsatzung Mehr Freiheiten in Nuthetals Gärten

In der Gemeinde Nuthetal ist eine neue Baumschutzsatzung erarbeitet worden, die Garten- und Grundstückseigentümern mehr Freiheiten lässt. Sie dürfen aber auch künftig nicht alles tun, was sie wollen. Bäume ab einem Stammumfang von 50 Zentimetern bleiben zum Beispiel weiter unter Schutz.

Nuthetal 52.3236954 13.1410803
Google Map of 52.3236954,13.1410803
Nuthetal Mehr Infos
Nächster Artikel
Teltow eröffnet seinen Stadthafen erst 2018

Solche dicken Bäume bleiben auch in Nuthetal weiter unter Schutz. Wer Bäume mit Stammumfängen von mehr als 151 Zentimetern ohne Genehmigung fällt, muss ein Bußgeld von bis zu 65 000 Euro bezahlen.

Quelle: Oliver Fischer

Nuthetal. Die Fraktionen in der Nuthetaler Gemeindevertretung haben sich auf eine neue Baumschutzsatzung verständigt, die am 22. März beschlossen werden soll. Der Ortsentwicklungsausschuss hat den Entwurf bereits empfohlen, dessen Regelungen Garten- und Grundstückseigentümern mehr Freiheiten als bislang lassen. Neu ist, dass Hecken und Sträucher nicht mehr wie bisher unter Schutz stehen. Den Schutzstatus behalten nur einheimische Hecken und Sträucher, die als Ersatzpflanzungen für Fällungen in die Erde gesetzt wurden. Geschützt bleiben in Nuthetal Laubbäume, Walnuss und alle Nadelbäume mit einem Stammumfang von mindestens 50 Zentimetern. Nach der alten noch gültigen Satzung durften Bäume ab einem Umfang von 30 Zentimetern ohne Genehmigung nicht mehr gefällt werden.

Winfried Jahnke, Chef des Ortsentwicklungsausschusses, nennt den neuen Entwurf einen Kompromiss, auf den sich alle Fraktionen einigen konnten. Die SPD wollte zum Beispiel den Schutzstatus für Bäume erst ab einem Stammumfang von 60 Zentimetern, die Bürger für Nuthetal (BFN) bereits ab 40 Zentimetern (gemessen in 1,30 Meter Höhe). Das Kompromisspapier ist in einer Arbeitsgruppe entstanden, in der jede Fraktion einen Vertreter entsandte. „Wir sind jeden Paragrafen durchgegangen, alle mussten Kompromisse eingehen“, sagte Jahnke.

Die künftige Satzung sieht zudem vor, dass bei Baumgruppen einzelne Bäume auch ersatzlos gefällt werden können, wenn dies nötig erscheint, um den anderen Bäumen den nötigen Raum zur Entwicklung zu geben. Die ersatzlose Fällung muss beantragt werden, ein Baumexperte schaut sich die Situation vor einer Entscheidung an. Wer geschützte Bäume mit einem Stammumfang bis zu 80 Zentimetern ohne Genehmigung fällt, dem blüht ein Bußgeld von bis zu 2500 Euro. Bei einem Umfang von mehr als 151 Zentimetern sind es bis zu 65 000 Euro.

Von Jens Steglich

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Bauen & Wohnen


Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg