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Mehrgeschosser wachsen in Teltow

Teltower Boomregion Mehrgeschosser wachsen in Teltow

Die Zahl der Bauanträge für individuelle Familienquartiere in Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf ist deutlich zurück gegangen, dafür wachsen wieder Mehrgeschosser – besonders in der Stadt am Kanal.

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Am Freitag ist Richtfest für das neue Quartier mit 89 Wohnungen an der Teltower Iserstraße.

Quelle: Claudia Krause

Region Teltow. Die Boomregion Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf (TKS) erfährt weiteren Zuzug und offenbar eine Stärkung des Wohnungsmarktes durch Mehrfamilienhäuser beziehungsweise Geschoss- und Ausbauten. Auf dem privaten Bausektor ist es in den Gemeinden und der Stadt Teltow ruhiger geworden. Die Bauanträge für Ein- oder Zweifamilienhäuser beispielsweise in Stahnsdorf sind in den vergangenen fünf Jahren von 67 auf 39 Anträge und in Güterfelde mit Kienwerder von 47 auf acht gesunken, wie die Verwaltung mitgeteilt hat.

Die gemeindeeigene Wohnungsgesellschaft (Woges) in Stahnsdorf konzentriert sich in den nächsten Jahren vor allem auf den Erhalt ihres Bestandes, sagt Woges-Geschäftsführer Hans-Uwe Krämer. Den absoluten Schwerpunkt dabei bildet die Boschsiedlung, die in den Jahren 1994 bis 1996 saniert worden war. Derzeit lässt die Gesellschaft ein Mietshaus aus dem Jahr 1933 in der Potsdamer Allee 62 modernisieren. Nachdem 1992 die Fenster ausgetauscht worden waren, haben die Bauleute jetzt das Dach erneuert und vollständig energetisch gedämmt. Durch die Vergrößerung der Gauben und den Anbau von Balkonen konnte die Woges im Dachgeschoss etwa 170 Quadratmeter Wohnraum gewinnen und sechs zusätzliche Wohnungen einrichten lassen.

Auch der Nachbar Kleinmachnow meldet weniger Bauanträge für Einfamilienhäuser (EFH) bzw. Doppelhaushälften/Reihenhaus-Wohneinheiten. Waren es 2011 noch 64 EFH-Bauanträge und sechs für mehrere Quartiere unter einem Dach, sind es in diesem Jahr bislang zehn bzw. neun für insgesamt 35 Wohneinheiten. Neue Wohngebiete will die Gemeinde auch nicht mehr erschließen.

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Bei den EFH-Bauanträgen sieht es in der Stadt Teltow ähnlich aus: Dort sind für das Jahr 2011 insgesamt 219 Bauanträge registriert, während es für 2015 bis Ende September gerade 57 sind. Dafür ist Teltow, inzwischen die größte Stadt im Landkreis Potsdam-Mittelmark, flächen- und stadtstrukturmäßig für den Geschosswohnungsbau noch nicht ausgereizt. Wer durch die Stadt fährt, erlebt ein reges Baugeschehen.

So feiert die Fuchs + Partner GmbH am 16. Oktober an der Iserstraße Richtfest für ihre Wohnanlage mit sechs teilweise aneinander stehenden Mehrfamilienhäusern. Dort entstehen 89 Wohnungen mit 2 bis vier Zimmern auf Flächen zwischen 46 und 125 Quadratmetern. Große Grünflächen, Spielplatz und Tiefgarage gehören zum Konzept auf dem 7500 Quadratmeter großen Areal. 75 Prozent der Quartiere seien an Anleger verkauft und „es gibt „schon jetzt rege Mietanfragen, obwohl wir erst ab Mai 2016 offiziell in die Vermietung gehen“, sagte Geschäftsführer Uwe Fuchs der MAZ. Bezugsfertig sollen die Wohnungen ab Winter 2016 sein.

Den Baufortschritt kann man auch bei der Wohnanlage „Striewitzhöfe“ beobachten, wo die FIBAV Immobilien GmbH vier Mehrfamilienhäuser und sechs Einfamilienhäuser baut. Ein weiteres Vorhaben im Striewitzweg mit fünf Mehrfamilienhäusern und einer Tiefgarage könnte folgen, so es auf vier Geschosse reduziert wird. In der Potsdamer Straße 42 soll ein Wohn- und Geschäftshaus und in der Nummer 83 ein Mehrfamilienhaus mit Gaststätte entstehen.

Und die TWG ist mit den Planungen zur sogenannten „Südspange“ befasst, für deren Verwirklichung ein Teilbereich des Bebauungsplanes geändert werden muss. Dem haben die Stadtverordneten zugestimmt. Im besten Fall könnten im Plangebiet um die Albert-Wiebach-Straße 40 Wohnungen oder mehr entstehen; die alte, leerstehende Kaufhalle würde Ende 2016 abgerissen werden, so TWG-Vorstand Angelika Eckhardt. Der jüngste Neubau der kommunalen WGT war im Juni 2014 an der Paul-Singer-Straße 1-9 abgeschlossen worden, wo 39 Wohnungen entstanden.

Von Claudia Krause

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