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Meyenburg: Solarpark macht Fortschritte

Fläche in der Kiesgrube wird umgewidmet Meyenburg: Solarpark macht Fortschritte

Das Planverfahren zum Solarpark in der ehemaligen Kiesgrube Meyenburg geht in die nächste Runde. Jetzt haben die Stadtverordneten die Auslegung des geänderten Teilflächennutzungsplanes beschlossen. Bis Oktober will die Investorfirma IBC Solar AG mit der Anlage am Netz sein.

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Solarmodule sollen in der Kiesgrube installiert werden.

Quelle: Foto: Jutta Abromeit

Meyenburg. Drei Jahre war das Planverfahren für einen Solarpark in der Meyenburger Kiesgrube unterbrochen. Im vergangenen Jahr kam, nachdem der ursprüngliche Interessent abgesprungen war, wieder Bewegung in die Sache. Inzwischen hat sich die Investorfirma IBC Solar AG zu mehreren Gesprächen und Ortsterminen auf den Weg in die Prignitz gemacht.

Jetzt haben die Meyenburger Stadtverordneten einen entscheidenden Beschluss verabschiedet, der das Projekt weiter voranbringt: den Entwurf und die Auslage des geänderten Teilflächennutzungsplanes für das „Sondergebiet Photovoltaik in der ehemaligen Kiesgrube Meyenburg“.

Noch liegt Bergrecht auf dem Gelände

Eigentlich liegt auf dem Gelände noch das Bergrecht, womit die Kommune gar keine Planungshoheit hat. Wegen der knappen Zeit laufen aber nun mehrere Verfahren nebeneinander. Bereits im Vorfeld lief in enger Abstimmung mit der Bergaufsicht eine frühzeitige Beteiligung der Träger öffentlicher Belange. Die dabei vorgebrachten Anregungen und Hinweise von Behörden, Gemeinden wurden geprüft und berücksichtigt. Und mit dem aktuellen Beschluss der Stadtverordneten kann nun auch der geänderte Teilflächennutzungsplan ausgelegt werden.

Schon im Oktober soll die geplante Solaranlage ans Netz gehen. Zunächst muss die Kiesgrube von illegal entsorgtem Müll befreit werden – vorher wird das Gelände nicht aus dem Bergrecht entlassen. Das ist sehr aufwändig, zumal die Schadstoffe teils belastet sind. Die Firma IBC setzt zudem in enger Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde verschiedene Artenschutzbestimmungen um: So werden Biotope angelegt und das Gelände bereinigt, Böschungen angeglichen und ein kleines Gewässer angelegt. Steinhaufen sollen als Rückzugsort für Zauneidechsen dienen. Das Plangebiet ist knapp zehn Hektar groß und identisch mit der ehemaligen Kiesgrube. Die IBC Solar will eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von insgesamt 7,5 Megawatt installieren. Etwa ein Drittel des Grundstücks dient den Artenschutzmaßnahmen und wird nicht mit Modulen belegt.

Eigentlich als Fläche für die Landwirtschaft gedacht

Das betreffende Areal war bisher als „Fläche für die Landwirtschaft“ deklariert, überlagert von einer „Fläche für Abgrabungen oder die Gewinnung von Bodenschätzen“. Der Abbau von Kies und Sand war bereits 2006 abgeschlossen, da der Boden ausgebeutet war. Ein Teil der Kiesgrube – im nördlichen Bereich – sollte daraufhin dem Wald zugeordnet, ein anderer im Süden verfüllt und wieder der Landwirtschaft zugeführt werden. Diese Renaturierungspläne sind vom Tisch. Nun soll die gesamte ehemalige Tagebaufläche als Sondergebiet mit der Zweckbestimmung „Photovoltaik“ dargestellt werden.

Bereits 2012 hatte ein Solar-Investor sein Interesse an der Kiesgrube bekundet. Die Meyenburger fassten damals die entsprechenden Beschlüsse: einen Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Solarpark Kiesgrube Meyenburg“ und den Aufstellungsbeschluss für die Änderung des Teilflächennutzungsplanes. Der Investor zog sich zurück, das Projekt ruhte. Nun führt die IBC Solar AG das Verfahren fort.

Von Beate Vogel

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