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Nauen rührt die Werbetrommel

Altstadtsanierung vor Abschluss Nauen rührt die Werbetrommel

2017/18 soll die Altstadtsanierung in Nauen offiziell beendet sein. Bis dahin sind noch einige Vorhaben zu bewältigen wie etwa die Rekonstruktion der alten Brauerei und des Berliner Hofes.

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Auch in der Goethestraße wurde schon umfangreich saniert.

Quelle: Andreas Kaatz

Nauen. Ein marodes Gebäude nach dem anderen wurde und wird in der Nauener Altstadt wiederhergestellt. Seit 1994 ist die historische Mitte Sanierungsgebiet, konnten Hauseigentümer eine Förderung beantragen. Doch langsam ist Schluss damit, das offizielle Sanierungsende naht. 2017/18 besteht die letzte Gelegenheit für die Beantragung von Fördermitteln, die Stadt, Land und Bund bereit stellen.

Somit versucht die Stadt nun, so viel Geld wie möglich zu sichern, um es noch in die Sanierung stecken zu können. Ein Mittel sind die Ausgleichsbeiträge, die die Grundstückseigentümer zahlen müssen. Die Summe entspricht der Wertsteigerung ihres Grundstücks – unter anderen aufgrund der Sanierung der Straßen in dem Gebiet. Sofern diese Summe noch vor Abschluss der Altstadtsanierung fließt, kann die Kommune sie als Förderung einsetzen, danach ist sie dafür verloren, geht sie ans Land zurück.

Darum rührt die Stadt jetzt die Werbetrommel bei den Grundstückseigentümern, die Summe schon jetzt zu zahlen. „Wir hoffen auf den Abschluss von vielen freiwilligen Ablösevereinbarungen“, sagt Gunther App von der Stadtverwaltung. Etwa 125 Eigentümer wurden angeschrieben, mehr als 50 haben sich bisher zurückgemeldet. Zwar können diese auf keinen Rabatt mehr hoffen wie er vor ein paar Jahren noch gewährt wurde. Jedoch winken trotzdem noch Vorteile, wie App sagt. Denn dann verschwindet der so genannte Sanierungsvermerk aus dem Grundbuch. „Jetzt bedürfen Kaufverträge noch einer Sanierungsgenehmigung“, sagt er. Dies sei nach vorzeitiger Zahlung nicht mehr erforderlich. Außerdem könne sich dann auf keinen Fall mehr die Höhe des Ausgleichsbetrages ändern.

Spätestens mit Abschluss der Altstadtsanierung müssen die Eigentümer dann aber ohnehin zahlen, erhalten dazu einen Bescheid. Damit die Kommune dabei keine böse Überraschung erlebt, hatte sie unlängst die Sanierungssatzung von 1994 rechtlich überprüfen lassen. Das Ergebnis: Formale Fehler – etwa zur Bekanntmachung – machen das Paragrafenwerk angreifbar. Aus diesem Grund soll die 1994 von der damaligen Genehmigungsbehörde bestätigte Satzung jetzt teilweise korrigiert und von den Stadtverordneten rückwirkend neu beschlossen werden.

Von Andreas Kaatz

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