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Netzwerk soll Wohnungsverlust verhindern

Fachgespräch zur Obdachlosigkeit Netzwerk soll Wohnungsverlust verhindern

Eine bessere Kommunikation zwischen Jobcenter, Sozialamt, Beratungs- und Betreuungsstellen soll rechtzeitig die Gefahr erkennen, dass Menschen in sozialer Notlage ihre Wohnung verlieren. So lud das Sozialamt der Kreisverwaltung Teltow-Fläming am Dienstag zu einem Fachgespräch ins Kreishaus ein. Ziel ist die Schaffung eines Netzwerks.

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50 Fachleute aus dem Kreis Teltow-Fläming nahmen an dem Fachgespräch teil.

Quelle: Hartmut F. Reck

Luckenwalde. Der Landkreis Teltow-Fläming hat eine Initiative gegen Wohnungslosigkeit gestartet. Über eine verbesserte Vernetzung von Behörden und sozialen Einrichtungen soll eine drohende Obdachlosigkeit im Einzelfall schneller erkannt werden. Dazu fand am Dienstag ein Fachgespräch im Kreishaus Luckenwalde statt.

Die Ursachen für den Verlust des Wohnraums sind unterschiedlich. Doch meistens gerät man durch sozialen Abstieg in diese Lage. Oft sind es Mietschulden, die dazu führen, dass der Vermieter die Wohnung kündigt und eine Zwangsräumung beantragt.

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Wie der Verlust einer Wohnung noch rechtzeitig verhindert werden kann, darüber berieten am Dienstag Fachleute mehrerer Institutionen auf Einladung des Sozialamtes im Kreistagssaal in Luckenwalde. Gekommen waren Vertreter von Kommunen, Beratungsstellen, des Jobcenters, Bewährungshelfer und Vermieter.

Der Weg in die Obdachlosigkeit beginne oft mit der Arbeitslosigkeit, so Sozialamtsleiterin Waltraud Kahmann. Wenn dann die Langeweile eintrete, zu Alkohol und anderen Drogen gegriffen werde, die Sozialhilfe nicht mehr ausreiche, die Miete nicht mehr bezahlt werde, dann sei es oft schon zu spät. „Viele kommen erst kurz vor der Not auf uns zu“, berichtete Jobcenter-Chefin Anja Spiegel, „und sagen: Nun macht mal.“

Wenn man frühzeitiger davon erführe, könnte man auch noch etwas unternehmen, so Spiegel, aber nicht gerade zwei Tage vor der Zwangsräumung. So übernehme das Jobcenter oder Sozialamt zwar die Mietschulden, aber nur als Darlehen. Es gebe aber auch Menschen, ergänzte Guido Kohl, Sachgebietsleiter im Sozialamt, „die erst mal obdachlos werden müssen, um zu merken, was eine Wohnung wert ist“. Gleichwohl versuche man, das zu verhindern.

Deshalb möchte das Sozialamt die Informationsstränge zu den Einrichtungen, die sich um sozial Schwache kümmern, verbessern, um die Gefahr des Wohnungsverlustes rechtzeitig zu erkennen. „Wir müssen einfach wissen, auf welchem Tisch das Problem gerade liegt“, sagte Kohl.

Von Hartmut F. Reck

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