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Neues Asylheim in Brandenburg/Havel wackelt

Kaum Baufortschritte am früheren Lehrlingswohnheim Neues Asylheim in Brandenburg/Havel wackelt

Eigentlich sollten im Juni die ersten Flüchtlinge in das frührere Lehrlingswohnheim in Brandenburg an der Havel umziehen. Doch daraus wird nichts. Frühestens im Herbst ist das Gebäude entsprechend umgebaut. Während es bei dieser Unterkunft nur spärlich vorangeht, sieht es anderen Stellen besser aus.

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Das Asylbewerberheim in der Flämingstraße.

Quelle: J. Steiner

Brandenburg an der Havel. Die Stadt Brandenburg nimmt dieses Jahr 366 Menschen aus Krisenherden der Welt auf. Das sind fast 100 Flüchtlinge mehr als im Frühjahr angekündigt, wie Kerstin Schöbe, Fachbereichsleiterin für Soziales, mitteilte. Keine gute Nachricht ist da, dass es beim geplanten Umbau eines Ex-Lehrlingswohnheims, wo 100 Plätze entstehen sollen, kritisch aussieht. Mit Blick auf die weiter steigenden Zahlen von Menschen, die die Stadt aufnehmen muss, ahnt Schöbe: „Es wird nicht die letzte nach oben korrigierte Prognose in diesem Jahr bleiben."

Sozialbeigeordneter Wolfgang Erlebach (Linke) sagte ebenfalls, es sehe "kritisch" für die Unterkunft im Stadtteil Quenz aus. Zwar wurden am Montag weitere Unterlagen des Eigentümers eingereicht, die für einen Bauantrag nötig sind. Noch aber ist offen, ob sich Stadt und Eigentümer Über die Mietsumme, die die öffentliche Hand aufzubringen hätte, einigen können. „Das wird derzeit geprüft“, so Erlebach. Er geht von einer dreimonatigen Bauzeit aus, so dass allerfrühestens im Herbst erste Flüchtlinge tatsächlich einziehen könnten. Ursprünglich war dafür Juni geplant, mit Verzögerungen war aber bereits gerechnet worden.

Seit Monaten arbeitet Brandenburg wie alle Kommunen in Deutschland daran, die Platzkapazitäten für Flüchtlinge zu erhöhen. Endlich fertig ist der Ausbau der obersten Etage im Flüchtlingsheim des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in der Flämingstraße in Nord. Dort können nun weitere 46 und damit 185 Asylsuchende unterkommen.

Die Bauarbeiten am neuen Flüchtlingswohnheim in der Fohrder Landstraße sind schon im vollen Gange. Doch nach MAZ-Recherchen wird der Plattenbau ebenfalls nicht vor Herbst fertig. Betrieben werden soll diese Unterkunft vom DRK. Laut Erlebach muss auch noch das Brandkonzept überarbeitet werden.

Von den 360 Flüchtlingen sind bereits 146 aufgenommen. Reiche der Platz nicht, „mieten wir weitere Wohnungen dazu“, so der Sozialbeigeordnete. Von den neuen Plätzen in der Flämingstraße sind Erlebach zufolge noch 17 frei. Er sei zuversichtlich, dass Brandenburg alle zugewiesenen Flüchtlinge aufnehmen könne. „Es kommt ja auch immer wieder zu Abschiebungen und Rückführungen.“

Von Marion von Imhoff

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