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Märkische Heimat hinter dem Schloss

Immobiliengesellschaft entwickelt in Güterfelde neues Wohnensemble Märkische Heimat hinter dem Schloss

Nach der erfolgreichen Sanierung und Vermarktung des Güterfelder Schlosses und des benachbarten Lehmbaus will die Terraplan Immobiliengesellschaft jetzt das Gelände hinter dem Schloss bebauen. Auf der Fläche sollen ein zweites Gebäude mit acht Maisonettewohnungen sowie vier frei stehende Häuser mit jeweils zwei Wohneinheiten entstehen.

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Wohnen hinterm Schloss: Links der Neubau mit den Maisonettewohnungen und rechts die frei stehenden Häuser mit je zwei Wohnungen.

Quelle: Büro Raumwandler

Güterfelde. Nach der erfolgreichen Sanierung und Vermarktung des Güterfeldes Schlosses sowie des benachbarten Lehmbaus aus den 1950-er Jahren will die Terraplan Immobilien- und Treuhandgesellschaft aus Nürnberg jetzt das Gelände hinter dem Schloss bebauen. Gegenüber dem Lehmbau sollen ein weitestgehend identisches neues Gebäude mit acht Maisonettewohnungen und dahinter vier frei stehende Häuser mit je zwei Wohneinheiten entstehen.

Für die äußere Gestaltung der Siedlung haben sich Terraplan-Geschäftsführer Erik Roßnagel und der Berliner Architekt Uwe Licht in unmittelbarer Nachbarschaft rund um die Kirche die typischen Höfe in Güterfelde angeschaut und mit einer Bauhistorikerin abgestimmt. „Wir wollen künftigen Mietern nicht das gesichtslose typische Reihen- oder Einfamilienhaus hinsetzen, das man überall in Deutschland findet. Dann verliert der Ort an Identität und Heimat. Wir wollen vielmehr Heimat schaffen, die die Leute wiedererkennen. Dann sind sie vielleicht auch bereit, für die höhere Qualität etwas mehr auszugeben. Das haben wir bei den neun Wohnungen im Lehmbau feststellen können, die allesamt gut angenommen werden“, sagt Roßnagel.

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Allerdings will er den Interessenten nicht „ein altes Haus vorgaukeln“, sondern märkische Bautraditionen mit moderner Bauweise fortschreiben. Obwohl bei Neubauten nicht erforderlich, hat Terraplan auch mit der Denkmalbehörde gesprochen, aber die gewünschten Gauben oder die Bogenfenster nicht in die Planung übernommen. Die naturroten Dachziegel, die Terraplan favorisiert, sollen nicht als „Biberschwänze“, sondern in einer modernen Form verlegt werden.

Unter dem „Spiegelbau“, wie Roßnagel und Licht den neuen Zweigeschosser gegenüber dem Lehmbau nennen, soll eine Tiefgarage für die Bewohner angelegt werden, von der aus sie direkt in ihre Wohnungen kommen. Neben den individuellen Wohnbereichen sieht die Planung bei den Außenanlagen, bei denen der märkische Hofcharakter aufgenommen werden soll, auch vor, dass die Anwohner sich treffen oder gar gemeinsam feiern können, es aber nicht müssen, sagt Roßnagel.

Der Bauantrag für das neue Ensemble ist gestellt. Sobald die Baugenehmigung vorliegt, sollen die Bauleistungen ausgeschrieben werden. Roßnagel rechnet mit einem Baubeginn im zweiten Quartal des nächsten Jahres. Gut ein Jahr später soll die Siedlung weitestgehend bezugsfertig sein.

Die Miete soll acht bis neun Euro pro Quadratmeter kosten

Der Wohnraum in den Maisonettewohnungen soll jeweils 125 Quadratmeter groß sein. Die Wohnungen in den Einzelhäusern sollen eine Wohnfläche bis zu 150 Quadratmeter haben.

Der Mietpreis für den Quadratmeter soll zwischen acht und neun Euro betragen. Die gleiche Höhe hatte Terraplan auch bei den Wohnungen im Schloss und im benachbarten Lehmbau aus dem Jahr 1952 angesetzt.

In das gesamte Projekt will die Immobiliengesellschaft nach Angaben ihres Geschäftsführers grob geschätzt rund zehn Millionen Euro investieren.

 

Von Heinz Helwig

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