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Neuruppin: Richtfest für die Rettungswache

Kreis investiert mehr als zwei Millionen Euro Neuruppin: Richtfest für die Rettungswache

Für den Bau einer neuen Rettungswache in Neuruppin investiert der Landkreis mehr als zwei Millionen Euro. Am Montag wurde Richtfest für den Neubau gefeiert. Laut Landrat Ralf Reinhardt (SPD) liegen die Arbeiten im Zeitplan. Demnach soll die Rettungswache im März 2017 bezugsfertig sein. Ob sich mit dem Bau auch die Hilfsfristen besser einhalten lassen, ist offen.

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Landrat Reinhardt, Klinikchef Pietzner, Neuruppins Bürgermeister Golde und Vorarbeiter Witt (v. l.) am Dach der Rettungswache.

Quelle: Andreas Vogel

Neuruppin. Die neue Rettungswache an der Holländer Mühle in Neuruppin soll planmäßig bis zum März 2017 fertig sein. „Wir liegen im Zeitplan“, versicherte Landrat Ralf Reinhardt (SPD) am Montag beim Richtfest. Bei diesem mussten Reinhardt, Klinikgeschäftsführer Gunnar Pietzner und Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde ausnahmsweise mal nicht zum Hammer greifen, um große Zimmermannsnägel ins Holz zu treiben. Vielmehr brauchten die drei Männer lediglich aufs Baugerüst zu klettern und dort mit einem Akkuschrauber sogenannte Vorköpfe am Dach zu befestigen. Vorarbeiter Carsten Witt von der Firma Peneder machte vor, wie das geht.

Ein Neubau für 2,4 Millionen Euro

Der Bau der Rettungswache ist eines der größten Investitionsprojekte des Kreises. Landrat Reinhardt ging am Montag davon aus, dass die geplanten Baukosten von maximal 2,4 Millionen Euro auch nicht überschritten werden. Das wird sich allerdings erst zeigen, wenn die nun beginnenden Innenarbeiten ebenfalls beendet und abgerechnet sind. Die Wache besteht aus einem Stahlbeton-Skelett und einem gewölbtem Flachdach. Die 62 Meter lange Fahrzeughalle mit 13 Stellplätzen wird mit dem 31 Meter langen Sozialgebäude verbunden. Damit gibt es kurze Wege für die Einsatzkräfte zu ihren Fahrzeugen und zu den Räumen.

Notwendig ist der Neubau, weil die alte Wache in der Neustädter Straße zu klein ist und längst nicht mehr den Anforderungen entspricht. Für den Neubau erhält der Kreis keine Fördermittel. Vielmehr wird die Wache über die Gebühren des Rettungsdienstes finanziert. Deshalb muss der Landkreis das Geld für die Investition vorschießen — und erhält es über eine Laufzeit von etwa 30 Jahren zurück. Allein für die Planungen und den Kauf des Grundstücks hat der Kreis 700 000 Euro ausgegeben. Für die Arbeiten im vergangenen Jahr, als der Grundstein gelegt wurde, waren bereits 230 000 Euro fällig. In diesem Jahr werden es vermutlich 1,1 Millionen Euro sein.

Schlusslicht beim Einhalten der Hilfsfristen

Fraglich ist, ob die Rettungskräfte mit der neuen Wache die Hilfsfrist von 15 Minuten künftig öfter einhalten können. Bislang gelingt das lediglich in 89 Prozent der Einsätze. Die Retter in Ostprignitz-Ruppin sind damit Schlusslicht im Land. Laut Gesetz muss die Hilfsfrist in 95 Prozent aller Einsätze eingehalten werden. Für dieses Jahr rechnen Experten des Kreises mit 18 300 Einsätzen in Ostprignitz-Ruppin.

Von Andreas Vogel

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