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Obhut für Jugendliche im Zentrum

Stadterneuerung in Luckenwalde Obhut für Jugendliche im Zentrum

Mitten in Luckenwalde entsteht am Haag 5 ein Krisen- und Notzentrum für Jugendliche. Noch wird kräftig gebaut. Zum Jahresende sollen die Bauarbeiten beendet sein. Dann fallen auch die Bauplanen. Sie werden dann den Blick auf den sanierten Altbau freigeben und das Stadtbild ein Stück verschönern.

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Zum Jahresende werden die Hüllen fallen. Das Haus Haag 5 dürfte Luckenwalde wieder ein Stück aufhübschen.

Quelle: Hartmut F. Reck

Luckenwalde. Noch verhüllt das alte Gebäude am Haag 5 in Luckenwalde schamhaft sein Gesicht hinter dichten Bauplanen. Doch spätestens zum Jahresende soll die Hülle fallen und das frisch sanierte Haus das Luckenwalder Stadtbild wieder ein Stück aufhübschen. „Bis zum Jahresende sollen die Fassade und der Innenausbau fertig sein“, formuliert Jens Trommeshauser das Ziel. Er ist der Projektsteuerer und arbeitet für die Firma BIG Städtebau, die Stadtumbaubeauftragte bei der Stadtsanierung.

Am Donnerstagvormittag führte er durch das Gebäude. Hier wird noch kräftig gebaut und gewerkelt. Doch das zeitliche Ziel scheint realistisch zu sein. Nur nicht für die Außenanlagen. Die folgen dann im Frühjahr, kündigte Trommeshauser an.

Spätestens dann will auch die GFB Potsdam eingezogen sein, die Gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung Brandenburger Kinder und Jugendlicher. Sie wird im Auftrag des Jugendamtes des Kreises Teltow-Fläming ein Krisen- und Notzentrum für Jugendliche bis 17 Jahre betreiben, die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht mehr bei ihren Familien leben können. Die GFB betreibt auch das Jugendheim „Heinrich Zille“ in Siethen.

Deren Leiter Frank Matzke, war bei der Baubesichtigung zugegen und erläuterte die künftige Nutzung. „Das Krisen- und Notzentrum wird bis zu zwölf Jugendliche beherbergen“, sagte Matzke. Dafür werde es pro Etage fünf „Betreutenzimmer“ geben, davon je ein Doppelzimmer. Diese sind in dem alten Vorderhaus untergebracht wie auch die Sanitärräume. Im Anbau werden die Sozialräume wie Küche und Wohnzimmer sowie ein Behinderten-Bad und ein Fahrstuhl sein. Im Dachgeschoss sind dann Elternberatungsräume, Therapieräume und Teamzimmer untergebracht. Um die räumlichen Erfordernisse zu erfüllen, musste der marode Seitenflügel abgebrochen und ein neuer Anbau errichtet werden. Dieser wurde auf 30 Bohrpfählen mit einer Tiefe von jeweils 15 Metern gegründet.

Die Baukosten liegen bei 1,8 Millionen. Davon trägt die Stadt Luckenwalde einen Eigenanteil von zehn Prozent. Der Rest wird aus dem Förderprogramm Stadtumbau Ost finanziert.

Jens Trommeshauser sieht in der architektonischen Umsetzung dieses Projekts eine Initialzündung für den ganzen Bereich sowohl hin zur Straße Haag als auch seitlich und rückwärtig zum Nuthepark. „Dieses Haus wird dem Park und der Straße eine neue Fassade bieten“, sagt er zuversichtlich.

Von Hartmut F. Reck

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