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Pachterhöhung nicht mehr tabu

Hennigsdorf will mehr Geld für Garagen- und Kleingärtenflächen Pachterhöhung nicht mehr tabu

Die Stadt Hennigsdorf will die Pachten für Garagen und Kleingärten auf kommunalem Grund und Boden bis 2018 schrittweise erhöhen. Zur Konsolidierung des Haushalts sollen so jährliche Mehreinnahmen in höhe von rund 170 000 Euro erzielt werden.

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Garagenkomplex an der Fontanestraße.

Quelle: ENRICO KUGLER

Hennigsdorf. Die Nutzer von 700 Garagengrundstücken und knapp 200 Kleingärten auf städtischem Grund und Boden müssen sich in Hennigsdorf auf kräftig steigende Pachtsummen einstellen. Wegen der angespannten Finanzlage hatte Bürgermeister Andreas Schulz bereits Ende vorigen Jahres ein Haushaltssicherungskonzept vorgestellt, das derartige Pachterhöhungen vorsah.

Lange hatte sich niemand darangewagt. „Ob aus politischer Zurückhaltung oder weil die Haushaltslage besser war, sei dahingestellt“, meint der Bürgermeister. Die Garagenpacht für 343 Nutzer, deren Verträge noch aus DDR-Zeiten stammten, hat sich seit 2000 nicht verändert, die Gartenpacht seit 2006 nicht mehr.

Altpächter zahlen derzeit 61,36 Euro pro Jahr für ihre Garagenfläche. Bei Neuverträgen sind es 122,71 Euro. Bis 2018 soll dies schrittweis in Jahresstufen auf einheitlich 175 Euro angehoben werden. Die Stadt bleibt damit unter der ortsüblichen Jahrespacht von 185 Euro, die ein öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger ermittelt hat. 175 Euro Jahrespacht erhebt übrigens auch die Wohnungsbaugesellschaft HWB für ihre Garagenflächen.

Die Stadt rechnet mit jährlichen Mehreinnahmen bei der Garagenpacht von rund 118 000 Euro. Bei den Kleingärten sollen rund 52 700 Euro pro Jahr zusätzlich hereinkommen. Hier ist eine schrittweise Steigerung von jetzt einem Euro pro Quadratmeter im Jahr bei bebauten und 50 Cent bei unbebauten Parzellen auf einheitlich 1,70 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2018 vorgesehen. Das Stadtparlament entscheidet am 1. Juli über die Erhöhung.

Eine Bebauung städtische Garagen- oder Kleingartenflächen sei derzeit nicht vorgehen, so Schulz. Er schloss dies für die Zukunft jedoch nicht aus.

Von Ulrich Bergt

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