Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° Regen

Navigation:
Pharmariese baut für 100 Millionen in Oranienburg

Richtfest bei Takeda Pharmariese baut für 100 Millionen in Oranienburg

Über dem dritten Produktionsmodul bei Takeda in Oranienburg ist am Donnerstagnachmittag der Richtkranz aufgezogen worden. Ab 2017 sollen hier Tabletten und Kapseln für den Weltmarkt produziert werden. Eine Investition in Höhe von 100 Millionen Euro, die auch 180 neue Arbeitsplätze bringen wird.

Voriger Artikel
Baustart bei der Lebenshilfe
Nächster Artikel
Freyensteins Bürger haben keine Ideen

Die Richtkrone schwebt in mehr als 50 Metern Höhe

Quelle: FOTO: Heike Bergt

Oranienburg. Rund sieben Milliarden Tabletten und Kapseln laufen jedes Jahr bei Takeda in Oranienburg vom Band. Medikamente, die zu 98 Prozent exportiert werden. Und das in rund 100 Länder der Erde. Ein Global Player unter den Arzneimittelherstellern, der auf Expansionskurs bleibt.

Am Donnerstagnachmittag wurde an der Lehnitzstraße in Oranienburg der Richtkranz über dem mittlerweile dritten Produktionsmodul aufgezogen. Auch das Hochregallager erfährt eine Erweiterung. Eine Investition in Höhe von 100 Millionen Euro, die dafür sorgen wird, dass die Produktion am Standort ab 2017 eine erhebliche Erweiterung erfährt. Und es gab noch einen Grund zum Feiern: 130 Jahre Arzneimittelproduktion am Standort Oranienburg, für die Dr. Heinrich Byk 1885 mit dem Kauf von 150 000 Quadratmetern Land und dem Umzug der Produktion von Berlin nach Oranienburg den Grundstein gelegt hatte.

„Oranienburg ist für Takeda neben Japan der wichtigste Standort bei der Tablettenproduktion. Seine Bedeutung nimmt weiter zu“, so Thomas Wozniewski, der für die Produktionsstandorte weltweit im Takeda-Konzern verantwortlich zeichnet. Für eine Investition gerade in Oranienburg habe man sich vor allem entschieden, wegen der „hoch motivierten und gut ausgebildeten Belegschaft, die hohe Qualität der Produkte und Produktionsprozesse und der wettbewerbsfähigen Kosten“, so Wozniewski.

Die Infrastruktur habe bei der Entscheidung ebenso eine ausschlaggebende Rolle gespielt wie das gute Verhältnis zu den Nachbarn, zur Stadt und der Region. „Oranienburg ist schon heute ein Vorzeigestandort für Takeda“. Der Neubau liege im Zeitplan und im Kostenrahmen: „Sie haben einen hervorragenden Job gemacht“, lobte er den Projektverantwortlichen von Takeda, Hans-Joachim Kaatz.

Service

Azubis gesucht? Express-Anzeige gebucht. MAZjob.de

Investiert wird an der Lehnitzstraße in ein neues Produktionsmodul, in ein Multifunktionsgebäude, neue Hochregale und Räume für weitere, neue Labore. Von den 100 Millionen Euro Baukosten, hat das Land 22,4 Millionen an Förderung beigesteuert. Geld, das Hendrik Fischer, Staatssekretär im Brandenburger Wirtschaftsministerium „gut angelegt“ sieht. Auch, „weil Takeda zu den wichtigsten Ausbildungsbetrieben in Oberhavel zählt“. Von den aktuell 732 Mitarbeitern sind 68 Azubis. Und 180 neue Facharbeiter werden bald gebraucht.

Standortleiter Dr. Hans-Christian Meyer freute sich über „den weiteren Meilenstein in unserer erfolgreichen Firmengeschichte“, der die Bedeutung des Standortes als „Kompetenzzentrum im globalen Takeda-Produktnetzwerk unterstreicht“. Viele hätten an der Erfolgsstory mitgeschrieben. Die habe mit einem Bauantrag in 39 Ordnern begonnen, erinnert er. Bodenuntersuchungen und Bombenentschärfungen gingen dem Baustart voraus. Er bedanke sich bei dem Architektenteam und den Bauleuten. Polier Gerd Staruß von der Firma Züblin wünschte Bau und Bauherrn mit dem Richtspruch viel Glück.

Von Heike Bergt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Bauen & Wohnen


Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg