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Planungsbüro stellt Kirchenneubau vor

Baubeginn in diesem Frühjahr Planungsbüro stellt Kirchenneubau vor

Das Architekturbüro Löffler-Kühn hat in der jüngsten Sitzung des Kleinmachnower Bauausschusses den aktuellen Entwurf für den Neubau der evangelischen Kirchengemeinde vorgestellt. Mit dem Bau soll in diesem Frühjahr begonnen werden. Ein Jahr später will die Kirchengemeinde ihr neues Haus einweihen. Die Kosten sollen rund drei Millionen Euro betragen.

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So soll der Neubau für die evangelische Kirchengemeinde Kleinmachnow nach den aktuellen Entwürfen des Planungsbüros aussehen.

Quelle: Planungsbüro

Kleinmachnow. „Das Interessante ist, dass das Gebäude jetzt besser geworden ist – Kostendruck kann also auch was Gutes sein. Man muss sich auf das Wesentliche konzentrieren“, kommentierte Architekt Manfred Löffler den aktuellen Entwurf für den Neubau der evangelischen Kirche in Kleinmachnow in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses am Montagabend. Nachdem eine Jury vor knapp einem Jahr entschieden hatte, dass das Architekturbüro Löffler-Kühn den interessantesten Beitrag im Wettbewerb um das geplante Projekt im alten Dorfkern am Zehlendorfer Damm eingereicht hatte, ging es in den Monaten danach um die Feinjustierung.

Neben den zu hohen Kosten gefiel etwa auch nicht, dass die flache Decke des Kirchensaals nicht dem Äußeren des Gebäudes entsprach. In der Folge wurden die Decke geöffnet, auf den Keller verzichtet und die Gaube verkürzt. Den Parkplatz wird künftig eine hohe Hecke statt eine Mauer begrenzen. Der Kirchensaal soll von Giebellicht erhellt werden. Außerdem wurden einige Räume funktionell doppelt belegt, so wird etwa der Theaterfundus im oberen Bereich der Garderoben Platz finden und das Foyer kann durch eine Öffnung des Gemeinderaumes nach Bedarf vergrößert werden.

Durch die Anordnung stehe das neue Gebäude außerdem direkt in Beziehung zur alten Dorfkirche, erklärte Löffler weiter, seiner Meinung nach übrigens „der beste Bau in ganz Kleinmachnow“. Es werde versucht, die gleichen Motive, Farben oder Reliefs zu verwenden wie bei der Kirche. Einziger Wermutstropfen: Durch die Änderungen muss nun außen am Gebäude eine Treppe als Fluchtweg angebracht werden.

Ingo Sommer, sachkundiger Einwohner für die SPD/PRO, zeigte sich zufrieden: „Ich stelle voller Freude fest, dass das Gebäude durch die Reduzierung der Historie immer ähnlicher wird.“

Besonders erfreulich: Die Kosten konnten auf rund drei Millionen Euro gesenkt werden, erklärt Kirchenratsvorsitzende Cornelia Behm, während der ursprüngliche Entwurf deutlich darüber lag. „Unser Finanzierungsplan wird wohl mit einer Kreditsumme, die wir auch tragen können, aufgehen“, ist sie optimistisch. Finanziert wird der Neubau über den Verkauf des jetzigen Pfarrhauses und der Kirche am Jägerstieg, Zuwendungen der Landes- und der Kreiskirche sowie der „alten Schule“ am Zehlendorfer Damm, wo derzeit die kirchliche Flüchtlingsarbeit stattfindet. Dort wurde vor rund einem Jahr eine Stiftung gegründet, die das Gebäude für rund 250 000 Euro erwerben möchte. Etwa 90 000 Euro fehlen dafür noch aktuell.

Bis Ende des Winters sind nun die Vorarbeiten wie das Abholzen der Bäume geplant, mit dem eigentlichen Bau soll begonnen werden, sobald die Baugenehmigung vorliegt, womit in sechs bis sieben Wochen zu rechnen wäre.

Anzahl der Kirchenmitglieder in Kleinmachnow stark angewachsen

An dem Wettbewerb um den besten Entwurf hatten sich acht Architekturbüros mit ihren Entwürfen beteiligt. Im Frühjahr 2015 war das Architekturbüro Löffler-Kühn von einer Jury als Sieger gekürt worden.

Baubeginn soll in diesem Frühjahr sein. Ein Jahr später – im Frühjahr 2017 – will die evangelische Kirchengemeinde Kleinmachnow ihren Neubau einweihen können.

Die alte Auferstehungskirche im Jägerstieg 2 soll entwidmet und anschließend für Wohnen, Atelier und Gewerbe genutzt werden können.

Um den Standort des Neubaus war in den vergangenen Jahren – mitunter sehr emotional – gestritten worden.

Die Anzahl der Gemeindemitglieder ist seit der Wende stark angewachsen. Zählte die evangelische Kirchengemeinde Kleinmachnow 1989 nur etwa 1500 Mitglieder, so sind es derzeit rund 5700 Mitglieder.

Das Ensemble der Auferstehungskirche – Gemeindehaus, Kirchsaal und Glockenturm – wurden in den Jahren 1930 beziehungsweise 1948 errichtet und stehen heute unter Denkmalschutz.

Von Konstanze Kobel-Höller

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