Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Potsdam plant neuen Plenarsaal

Mehr Platz für Stadtverordnete Potsdam plant neuen Plenarsaal

Eigentlich soll der Plenarsaal im Potsdamer Rathaus saniert werden – für 2,5 Millionen Euro. Nun wird auch über einen Neubau auf dem Gelände des Stadthauses bis 2024 nachgedacht. Die Kosten: doppelt so hoch.

Voriger Artikel
Rheinsberg investiert 2016 kräftig
Nächster Artikel
Investor Lelbach darf nicht höher bauen

Die Stadtverordneten fühlen sich eingeengt.

Quelle: Christel Köster

Potsdam. Für Besucher gibt es nur wenige Plätze, die Ortsvorsteher haben keine Tische und Menschen mit Behinderung kommen nur schwer zu den Sitzungen: Der Plenarsaal im Potsdamer Rathaus ist nicht ideal. Immer wieder klagen auch die ehrenamtlichen Stadtparlamentarier über Beklemmungen in dem Sitzungsraum. Das könnte sich ändern – wenn auch erst in acht Jahren. Bis 2024 könnte bei entsprechendem Beschluss auf dem Innenhof des Stadthauses ein neuer Plenarsaal entstehen.

Eine Sanierung ist aus Denkmalschutzgründen schwierig

„Mit den Fraktionen wurde die Möglichkeit erörtert, einen neuen Plenarsaal zu errichten, der den technischen und räumlichen Ansprüchen an einen modernen Sitzungssaal eher entsprechen würde“, so Stadtsprecher Stefan Schulz. Geschätzte Kosten: fünf Millionen Euro, die in der mittelfristigen Finanzplanung ab der Haushaltsaufstellung 2019 eingeordnet werden könnten. Derzeit, so Schulz, sei eine Finanzierung wegen der Investitionen in Schulen und den öffentlichen Personennahverkehr nicht möglich. Für die Übergangszeit sollen die Parlamentarier wenigstens neue Tische bekommen. Eigentlich war geplant gewesen, den Saal für 2,5 Millionen Euro zu sanieren und technisch besser auszustatten. Eine Sanierung des Saals sei zwar grundsätzlich möglich, aus Denkmalschutzgründen aber nur eingeschränkt umsetzbar, erläutert Schulz. Zudem ließe sich der Raum nicht vergrößern. Die Stadtverordnetenversammlung soll in Zukunft papierlos arbeiten. Das stoße unter den jetzigen Bedingungen an seine Grenzen, so Schulz.

Entwürfe für einen möglichen Neubau gibt es noch nicht. Der vorgesehene ehemalige Parkplatz im Innenhof ist als Standort auch nicht ganz einfach: Die Mitarbeiter in den umliegenden Büros würden dann auf Wände blicken.

Von Marion Kaufmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Bauen & Wohnen


Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg