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Potsdam setzt auf Wohnungstausch

Wohnen in Potsdam Potsdam setzt auf Wohnungstausch

Die Stadt wächst, die Spannung am Wohnungsmarkt auch, denn es werden nicht so viele Wohnungen neu gebaut wie gebraucht werden. Ein wohnungspolitisches Konzept beschreibt jetzt den Willen der Verwaltung, in den Kiezen Wohnungstauschbörsen zu schaffen, um ungenutzte Räume zu erschließen.

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Überall in Potsdam, auch hier in der Brandenburger Vorstadt, sollen Wohnungstauschbörsen über Vermietergrenzen hinweg helfen, passendere Wohnungen ohne höhere Quadratmeterkosten zu finden und damit Wohnraum frei zu machen.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Nauener Vorstadt. Potsdam hat ein neues wohnungspolitisches Konzept. Die Stadtverordneten haben am Mittwochabend den Entwurf des Konzeptes bestätigt und somit den künftigen Handlungsrahmen der kommunalen Wohnungspolitik in der Landeshauptstadt festgelegt. Das Konzept der Berliner Büros „RegioKontext“ und „Plan und Praxis“ enthält 31 Instrumente und Maßnahmen, um die äußerst angespannte Wohnungssituation positiv zu beeinflussen.

Instrumente sind etwa die stärkere Vergabe von Grundstücken in städtischer Hand und im Treuhandvermögen auf Basis der entsprechenden Konzepte: Zum Zuge kommen soll nicht der Meistbietende, sondern das beste Konzept, dann eben eines, das auch sozialverträgliche Mieten anbietet.

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Außerdem soll der Wohnungstausch im Quartier unterstützt werden, nicht nur im Bestand eines Vermieters, wie es die ProPotsdam schon versucht, sondern auch zwischen unterschiedlichen Vermietern: Jemand tauscht seine zu große Wohnung mit einem, dem seine Wohnung zu klein ist. Beide haben verschiedene Vermieter, müssen nach dem Umzug keine höheren Quadratmeterkosten fürchten und können im Kiez bleiben.

Ein „Wohnkosten-Check“ soll künftig bei Vorlagen und Beschlüssen der Stadtverordnetenversammlung Auskunft geben, ob ein Vorhaben etwa zu Mietsteigerungen führt und deshalb geändert oder verworfen werden sollte. „Auf die Einbindung möglichst vieler Wohnungsmarktakteure wurde auch deshalb Wert gelegt, weil die Einflussmöglichkeiten der Kommune selbst auf den Wohnungsmarkt begrenzt sind und die Umsetzung vieler Instrumente die Mitwirkung von Wohnungseigentümern erfordert*, sagt Gregor Jekel, Bereichsleiter Wohnen in der Landeshauptstadt. Dies gelte insbesondere für Maßnahmen im bereits vorhandenen Wohnungsbestand, die im Stadtentwicklungskonzept Wohnen noch eine geringere Rolle spielten.

Das Thema Neubau bleibt weiterhin von hoher Bedeutung, denn bei anhaltendem Zuzug wird nur durch den Bau neuer Wohnungen eine weitere Zunahme der Anspannung auf dem Wohnungsmarkt zu verhindern sein.

Von Rainer Schüler

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