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Potsdamer Biosphäre soll Schule werden

Zukunft der Tropenhalle Potsdamer Biosphäre soll Schule werden

Die Biosphäre im Bornstedter Feld, die 2001 zur Buga eröffnet wurde, ist ein Sorgenkind der Stadt. Händeringend wird nach einer Nachnutzung des architektonisch außergewöhnlichen Gebäudes gesucht. Jetzt scheint sich die Idee durchzusetzen, dort eine Schule einzurichten. Die Umbaukosten sind allerdings enorm hoch.

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Die Tropenhalle im Bornstedter Feld wurde 2001 eröffnet.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Bornstedter Feld. Könnte dieses Bild in absehbarer Zeit Realität in der jetzigen Biosphäre werden? Man stelle sich vor: Viele Klassenzimmer dort, wo früher Kolibris durchs Dschungelgeäst flatterten. Die Klassen befinden sich in gläsernen „Boxen“ in Kubus-Form. Sie bieten Platz für mindestens 930 Schüler der Klassenstufen 7 bis 13 Es gibt eine Drei-Feld-Sporthalle als Erweiterungsbau e in Richtung Volkspark. Und dann wäre da der Jugendklub für 140 Jugendliche, der auf dem Dach der Tropenhalle eine Art Penthouse hat.

2018 könnte eine Schule in der Potsdamer Biosphäre öffnen

All das könnte ab 2018 Wirklichkeit werden. Die Verwandlung von einer Tropenhalle in eine Lernstätte mit Freizeit-und Sportflächen ist aber nicht zum Schnäppchenpreis zu haben. „Der Umbau würde nach heutigen Planungen etwa 34,3 Millionen Euro kosten“, sagten Pro-Potsdam-Geschäftsführer Bert Nicke und Siegfried Weise, Leiter der Geschäftsstelle Stadtentwicklung und Bauen, am Mittwoch. Die Betriebskosten wurden auf 641 000 Euro pro Jahr berechnet. Der Hallen-Umbau wäre acht Millionen teurer als ein vergleichbarer Neubau auf der grünen Wiese. „So etwas muss man mögen“, sagte Nicke mit einem Anflug von britischem Humor. Aber es spräche auch einiges für den Umbau: „Diesen hohen Investitionskosten stehen der langfristige Erhalt der Biosphären-Halle, ein multifunktionales Schulgebäude mit einer sensationellen Sporthalle und einer sehr attraktiven Jugendfreizeiteinrichtung über mehrere Etagen als Mehrwert gegenüber“, so Nicke.

Am billigsten für die Stadt wäre ein privater Schulträger

Angesichts der Kosten liebäugelt man mit einem Privatschulträger. Dieser würde aber nur Zweidrittel der Maßnahme finanzieren. Rund zehn Millionen Euro müsste die Stadt aus dem Treuhandvermögen des Entwicklungsträgers Bornstedter Feld zuschießen. Zudem würde es in den ersten sechs Jahren jeweils einen 260 000-Euro-Zuschuss für Gebäudereinigung und Energiekosten geben.

Sollten die Stadtverordneten dem Umbau zu einer Schule in freier Trägerschaft zustimmen, würde in einer EU-weiten Ausschreibung nach einem Privatschulträger gesucht, sagte Pro-Potsdam-Sprecherin Anna Winkler. Wie berichtet, hatte sich bereits ein privater Schulträger aus Nauen – dem Vernehmen nach der Leonardo-da-Vinci-Campus – im Rahmen des Interessensbekundungsverfahrens interessiert gezeigt.

Die Potsdamer CDU will das Naturkundemuseum unterbringen

Noch nicht vom Tisch ist auch die Idee der CDU, das Naturkundemuseum in der Halle unterzubringen. Allerdings würde es da keine Zuzahlungen vom Entwicklungsträger geben können, weil es sich bei einem Museum – anders als bei einer Schule – nicht um einen „entwicklungsbedingten Bedarf“ handelt, hieß es am Mittwoch.

Von Ildiko Röd

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