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Potsdams höchstes Haus verkauft

Aufgeheizte Immobilien-Szene Potsdams höchstes Haus verkauft

Weil auf Berlins Immobilienmarkt irres Gedränge herrscht, weichen Groß-Investoren in die Brandenburgische Landeshauptstadt aus. Jetzt hat ein Berliner Immobilienentwickler das Stern-Plaza gekauft – mit rund 90 Metern ist es sogar höher als das Mercure-Hotel.

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Potsdams höchstes Haus misst rund 90 Meter Höhe.

Quelle: Christel Köster

Drewitz. Potsdams höchstes Gebäude ist verkauft: Das rund 90 Meter messende Hochhaus Stern-Plaza befindet sich jetzt im Besitz des Berliner Immobilienentwicklers EB Group. Dabei handelt es sich um eine Gesellschaft, die vornehmlich mit türkischem Kapital ausgestattet ist. Sie kaufte es von der Haschtmann-Gruppe.

Zu dem Komplex Stern-Plaza gehören neben dem 22-Geschosser zwei Gewerbe- und Wohngebäude mit jeweils sieben Stockwerken (genannt „Astor“ und „Kent“). Über den Kaufpreis wurde nichts bekannt. Die Verkäuferseite gibt lediglich das ursprüngliche Investitionsvolumen des 1997/98 errichteten Ensembles mit 94,8 Millionen Euro an. Die jetzt gezahlte Summe dürfte einen Bruchteil davon betragen.

Das Stern-Plaza verfügt über 316 Wohnungen und 49 Gewerbeeinheiten, in der Tiefgarage haben 227 Autos Platz. Die vermietete Fläche erstreckt sich über 25 000 Quadratmeter. Anlässlich der Bekanntgabe des Verkaufs pries das Management der EB Group die Lage des Wohn- und Geschäftskomplexes: „Dank der zentralen Lage in direkter Nachbarschaft zum Stern-Center, dem größten Einkaufszentrum in Potsdam, ist das Objekt begehrt bei Wohn- und Gewerbemietern. Autobahn, Schnellstraße und öffentlicher Nahverkehr befinden sich ebenfalls in unmittelbarer Nähe.“

Zu Plänen für die Gebäudegruppe wollte der neue Eigentümer am Freitagnachmittag noch nichts sagen. Die EB-Gruppe ist allerdings – gemessen an ihrem Objektbestand – keine internationale „Heuschrecke“. Vielmehr hat sie ihren Geschäftsschwerpunkt in Berlin und Dresden – dort gehört ihr unter anderem ein Wahrzeichen der Stadt – die ehemalige Zigarettenfabrik Yenidze. Dort vermarktet die EB-Group Gewerbeflächen.

„Die Wirtschaftsstandorte Potsdam und Dresden erlangen eine immer größere Bedeutung und übernehmen längst die Führung auf dem Immobilienmarkt der neuen Bundesländer“, sagt Enver Büyükarslan, Gründer und Geschäftsführer der EB GROUP, die seit dem Jahr 2000 auf dem Berliner Immobilienmarkt nach eigenen Angaben ein Transaktionsvolumen von 850 Millionen Euro bewegt hat. Das Unternehmen hat 150 Mitarbeiter.

Das Hochhaus ist ein beliebter Trainingsplatz für Extremsportler. So hat etwa Nadin Ziese, die Gewinnerin des Treppenlauf-Wettbewerbs bei den „World Police and Fire Games” in New York, 2011, ihre Kondition und Steigetechnik auf den Stufen des Potsdamer Riesen verfeinert. Die Polizeisportlerin lobte, dass es eine linksdrehende und eine rechtsdrehende Treppe gibt.

Service

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Der Potsdamer Immobilienmarkt verzeichnet einen weiteren Groß-Verkauf. Die Aberdeen Asset Management Deutschland AG hat, wie es am 9. Juli bekannt gab, ein Entwicklungsprojekt mit 134 Wohnungen am Filmpark Babelsberg erworben. Verkauft hat das Wohnensemble an der Marlene-Dietrich-Straße die „Wohnen am Filmpark Babelsberg Grundstücksgesellschaft mbH“. Dort sind sechs Stadtvillen geplant – sie sollen 2017 fertig sein. Das Areal ist Teil der Entwicklung eines ganz neuen Quartiers direkt am Filmpark, wo für 80 Millionen Euro Eigentumswohnungen, Studentenapartments, eine Kita, Büros, ein Gründerzentrum, ein Boardinghaus sowie Geschäfte und Lokale entstehen. Dafür musste die Außen-Filmkulisse „Berliner Straße“ weichen.

 

Von Ulrich Wangemann

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