Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 5 ° heiter

Navigation:
Rheinsberg investiert 2016 kräftig

Geld für Rathaus, Kitas, Straßen Rheinsberg investiert 2016 kräftig

Deutlich mehr als in den Vorjahren will die Stadt Rheinsberg 2016 investieren. Das meiste Geld, also mehr als eine Million Euro, gibt die Kommune dabei für das neue Rathaus und sein Umfeld aus. Der zweitgrößte Posten im Haushaltsentwurf ist die Sanierung der Rheinsberger Kita Spatzennest. Nicht alle Wünsche haben es allerdings auf die To-do-Liste geschafft.

Voriger Artikel
60 Familien ziehen in einstige Fabrik
Nächster Artikel
Potsdam plant neuen Plenarsaal

Einen ganzen Batzen steckt die Stadt Rheinsberg in das neue Rathaus, das 2017 eröffnet werden soll.

Quelle: Celina Aniol

Rheinsberg. Vom Schuldenberg runter und in die Investitionen hinein – dass dies kein Widerspruch sein muss, beweist Rheinsberg mit seinem aktuellen Haushalt, der zumindest im Entwurf eine Null unter dem Strich aufweist. Und das, obwohl die Kommune durch eine höhere Tilgung kräftig am Kreditabbau arbeitet, zugleich aber auch deutlich mehr Projekte als in den vergangenen Jahren verwirklichen will.

Der Kunstgriff gelingt zum einen durch die 2015 erfolgte Umschuldung von Krediten in Höhe von knapp zwei Millionen Euro. Weil dadurch der Zinssatz deutlich gesunken ist, spart die Stadt allein bei den Zinsen rund 50 000 Euro im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt habe Rheinsberg seine Schulden in den vergangenen sechs Jahren von 5,6 Milionen auf 3,5 Millionen Euro senken können, berichtet Kämmerer Andreas Neubert. 2016 liegt damit die Kreditlast pro Einwohner der Kommune bei 446 Euro. Dass die Stadt in diesem Jahr gleichzeitig 354 Euro pro Kopf investieren kann, liegt auch an der gesunkenen Kreisumlage. die 50 000 Euro in die Kasse spült, sowie an gestiegenen Steuereinnahmen, die knapp 200 000 Euro bringen sollen.

Insgesamt mehr als zwei Millionen Euro aus eigener Tasche will die Stadt nun für einmalige Vorhaben ausgeben. Das sind 430 000 Euro mehr als im Vorjahr. Wenn man Fördergeld hinzurechnet, wächst die Summe auf 3,6 Millionen Euro. Von diesem Geld will die Kommune rund 1,6 Millionen Euro für Straßen und Bauten ausgeben. Allerdings entfällt dabei gleich mehr als eine Million Euro für die Erneuerung der Kirchstraße sowie die Umwandlung der Gebäude im Karree der König-, See- und Kirchstraße in ein neues Rathaus. Die Erneuerung weiterer Straßen im großen Stil wie 2015 ist nicht vorgesehen. Immerhin will Rheinsberg 120 000 Euro für die laufende Unterhaltung von Fahrbahnen sowie 90 000 Euro für die Straßenbeleuchtung ausgeben.

1,2 Millionen Euro sollen für den sozialen Bereich eingesetzt werden. Die größten Posten sind dabei die Sanierung der Kita Spatzennest, die rund 600 000 Euro verschlingen soll, die Errichtung des Kiezzentrums in der Siedlung Am Stadion für 300 000 Euro sowie die Instandsetzung der Rheinsberger Schulsporthalle für 120 000 Euro. Bei der Feuerwehr, für die die Stadt 490 000 Euro veranschlagt, liegt der Schwerpunkt auf Linow. Dort soll 2016 ein Tanklöschfahrzeug für 250 000 Euro angeschafft sowie für 65 000 Euro das Gerätehaus saniert werden. Bei Tourismus und Grünflächenpflege fällt die Gesamtinvestitionssumme mit 206 000 Euro etwas geringer aus. Die größte Ausgabe: der Kauf einer Hebebühne für 40 000 Euro.

Ob die Vorhaben so realisiert werden, darüber entscheiden die Stadtverordneten im März.

Geplant und verschoben

Kleinere Investitionen Rheinsbergs 2016 im Überblick:

– Konzept für die Regenwasser-
beseitigung: 43 000 Euro,

– neue Heizung für die Kita Dorf
Zechlin: 30 000 Euro,

– Fassadenerneuerung an der Schule in Flecken Zechlin: 29 000 Euro,

– Aufrüstung des Stadtmobiliars vor allem in den Ortsteilen Linow, Braunsberg und Dorf Zechlin: 25 000 Euro,

– neue Toiletten auf dem Rosenplan-Parkplatz: 30 000 Euro,

– Kauf von zwei Feuerwehr-Mannschaftstransportwagen: 70 000 Euro,

– Planung der Ausstattung im neuen Rathaus: 50 000 Euro,

– Planung für barrierefreien Bahnhofsvorplatz: 20 000 Euro,

– neue Regenentwässerung in Kitas Linow und Zechlinerhütte: 20 000 Euro

Das Geld für alle Vorhaben. Deswegen schlägt die Verwaltung

vor, einige Projekte auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, darunter:

– Sanierung der Schulturnhalle in Flecken Zechlin (1,7 Millionen Euro),

– Komplettsanierung der Kita in Dorf Zechlin (760 000 Euro),

– Erneuerung der Feldstraße in Rheinsberg (441 000 Euro),

– Sanierung der Straße Braunsberg-Binenwalde (390 00 Euro),

– Umgestaltung von Bushaltestellen oder -wendeschleifen in Wallitz, Dorf Zechlin, Linow (je gut 100 000 Euro).

 

Von Celina Aniol

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Bauen & Wohnen


Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg