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Rheinsbergs Rathauschef für Kita-Sanierung

Rau will eine schnelle Lösung Rheinsbergs Rathauschef für Kita-Sanierung

Der Kindergarten-Neubau hätte so seine Vorteile, findet Rheinsbergs Bürgermeister. Und doch spricht sich Jan-Pieter Rau ganz klar für die Sanierung der Kita „Spatzennest“ aus. Der Vorteil neben den viel geringeren Kosten: Die Arbeiten könnten sehr bald beginnen. Das sei wegen des bevorstehenden Winters und der wartenden Flüchtlingskinder ein schlagendes Argument.

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Ein Sanierungsfall: die Kita „Spatzennest“.

Quelle: Foto: Aniol

Rheinsberg. Wird der Landkreis die heute bestehenden Unterkünfte für Asylsuchende in Rheinsberg wieder schließen? Wie viele Kinder von Flüchtlingen wird es dann noch in der Stadt geben? Werden neue dazukommen? Auf alle diese Fragen bekommt der Rheinsberger Bürgermeister keine Antworten, weil derzeit niemand die Entwicklung in diesem Bereich voraussagen kann. Für Jan-Pieter Rau ist das ein großes Problem: Denn die Rheinsberger müssen jetzt und nicht irgendwann entscheiden, ob sich ein Kita-Neubau mit zusätzlichen Plätzen für die Kinder von Asylsuchenden auf lange Sicht eher lohnt oder ob die Sanierung des alten Gebäudes der Kita „Spatzennest“ die bessere Variante ist.

Weil die Rechnung mit zu vielen Unbekannten gespickt ist, neigt Rau dazu, sich für die aktuell günstigere Variante zu entscheiden. 775 000 Euro soll die dringend notwendige Erneuerung samt einer vorsichtigen Erweiterung um 20 Plätze für die Flüchtlingskinder kosten (die MAZ berichtete). Ihr gegenüber steht der Neubau mit 40 zusätzlichen Plätzen, der bis zu 1,9 Millionen verschlingen würde. Hinzu kommen bei dieser Variante etwaige zusätzliche Kosten für den Abriss oder das Herrichten des maroden Altbaus bis zur Fertigstellung des Neubaus von knapp einer Million Euro.

„Für die dauerhafte Betreibung ist ein Neubau sicher günstiger“, sagt Rau. Wegen der sehr hohen Belastung würde er dennoch lieber davon Abstand nehmen. Auch, weil dann das bisher bestehende Konglomerat aus Kita, Krippe, Grundschule und Hort verloren ginge. Denn das neue Haus müsste an einem anderen Standort entstehen, damit die Kita-Kinder während der Bauphase ein Dach über dem Kopf haben. Außerdem – und das ist das schlagende Argument für Rau – sei das Sanierungsprojekt schneller umzusetzen.

Sobald die Stadtverordneten einen Entschluss fassen, will die Stadt loslegen. Der Antrag auf Fördergeld soll dann mit dem Antrag auf vorzeitigen Baubeginn versehen werden. „Wegen Eilbedürftigkeit“, sagt Rau, der fest davon ausgeht, dass die Arbeiten noch in diesem Jahr starten können. Die Kinder sollen für diese Phase in den anderen Flügel des Hauses und das dort untergebrachte Familienzentrum in ein anderes Haus im Kiez umziehen. Die Extra-Plätze für Flüchtlingskinder werde es aber auch bei dieser Variante erst geben, wenn das Haus saniert ist.

Von Celina Aniol

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