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Kinobühne erinnert ans Teltower „Diana“

Richtfest für neues Hotel mit Restaurant Kinobühne erinnert ans Teltower „Diana“

Auf der Baustelle des früheren „Diana“-Kinos in Teltow feierte Bauherr André Franell von der Berliner Operis Baugesellschaft mit Bauleuten und Gästen das Richtfest für sein künftiges Hotel mit Restaurantbetrieb. Im Spätsommer soll das umgebaute Ensemble bezugsfertig sein. Die alte Kinobühne im Restaurant soll weiterhin an das einst traditionsreiche Lichtspielhaus erinnern.

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Bauherr André Franell (l.) mit Bruder Marcus und den beiden Kindern Liam (3) und Lina (5).

Quelle: Christel Köster

Teltow. Zum Richtfest für das neue Hotel mit Restaurant auf der Baustelle des früheren Diana-Kinos in Teltow hatte der dreijährige Liam extra seinen kleinen Bagger mitgebracht. Doch da gab’s nichts mehr auszuheben. Papa André Franell, Geschäftsführer der Berliner Operis Gruppe, die das ehemalige traditionsreiche Filmtheater gerade umbaut, hatte nur noch traditionell den letzten Nagel im Gebälk unter der bunten Richtkrone zu versenken, um den Weg für den Innenausbau des Hauses freizugeben. In den nächsten Tagen werden die Dachdecker die Ziegel verlegen und die Tischler mit dem Einbau der Fenster beginnen. Äußerlich wird die Fassade einen sandfarbenen so genannten norddeutschen Muschelkalkputz erhalten. Die Fassadenumrahmungen an den Fenstern sollen etwa zwei Nuancen heller sein.

Der Bauablauf war ein wenig ins Stocken geraten, doch Bauherr Franell ist sich sicher, sein Projekt bis zum Spätsommer fertig zu bekommen. Zum Tag der offenen Höfe könnten neugierige Besucher vielleicht schon mal ins neue Gebäude hereinschauen. Das Hotel soll ein schmuckes Eingangstor zur Teltower Altstadt werden.

Rund 2,3 Millionen Euro investiert Franell in sein Hotel mit Restaurant. Anfangs hatte er mit etwa 1,6 Millionen Euro gerechnet. Doch der denkmalgeschützte Altbau von 1936 offenbarte beim Entkernen einige Überraschungen. Das Fundament musste neu gegossen und Stützpfeiler ausgewechselt werden, um die erforderliche Standfestigkeit zu sichern, wenn noch anderthalb Stockwerke dazukommen.

Das Hotel im Obergeschoss will die Operis Gruppe später selbst betreiben. Elf Zimmer sollen entstehen, darunter drei oder vier Familienzimmer mit einem Größe von etwa 60 Quadratmetern. Im Erdgeschoss des Haupthauses sowie des Anbaus wird das Restaurant eingerichtet. Dabei soll die frühere Kinobühne an ihren alten Platz zurückkehren. Sie wurde vorübergehend ausgelagert. Ein paar Kino-Requisiten sollen als Dekorelemente dezent platziert werden. Für die Bewirtschaftung will Franell die Berliner Restaurantgruppe Tomaso gewinnen. Der Name „Lichtspiele Diana“, den er für sein Haus überlegt, könnte außerdem an die verblassten Glanzzeiten des Gebäudes erinnern. Das Hotel soll später ein Ambiente haben, das einem Vier-Sterne-Niveau entspricht.

Um das seit 2006 leer stehende Gebäude vor dem Verfall zu retten, hatte die Stadt Teltow das einstige Kino 2011 gekauft und sichern lassen. Die Investorensuche der Stadt blieb allerdings erfolglos. 2014 kaufte André Franell das Ensemble. Ende März 2015 erhielt er die Baugenehmigung und begann mit dem Umbau.

Von Heinz Helwig

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