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Ab Mai 2016 Baustelle

Ruhlsdorfer Straße in Teltow wird endlich erneuert Ab Mai 2016 Baustelle

Bei einem Vor-Ort-Termin am Mittwoch haben Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (parteilos) und Frank Schmidt vom Landesbetrieb Straßenwesen über den geplanten Ausbau der Ruhlsdorfer Straße in Teltow informiert. Die Arbeiten sollen im Mai 2016 beginnen. Die Baukosten des Gesamtprojektes teilen sich das Land und die Stadt Teltow.

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Bei einem Vor-Ort-Termin stellten Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (parteilos, 2. v. l.)), Frank Schmidt vom Landesbetrieb Straßenwesen, SPD-Landtagsabgeordneter Sören Kosanke und Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD, v. r.) den geplanten Ausbau der Straße vor.

Quelle: Christel Köster

Teltow. Wie zum Beweis des dringenden Ausbaus der Ruhlsdorfer Straße in Teltow trafen sich der SPD-Landtagsabgeordnete Sören Kosanke, Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) und Frank Schmidt, Dezernatsleiter Planung im Landesbetrieb für Straßenwesen Potsdam, am Mittwochmittag mit Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (parteilos) mitten im Schlamm einer unbefestigten Parkfläche an der Einmündung Gonfrevillestraße. Doch auch ohne diese Demonstration steht für die Ministerin fest, dass die Ruhlsdorfer Straße eines der wichtigsten Projekte im 100-Millionen-Euro-Programm der Landesregierung ist. Mit diesem Programm sollen Planungs- und Bauprojekte auf und an Landesstraßen bis 2019 umgesetzt werden.

Mehr als ein Jahrzehnt hat es bis zum Baustart im Mai nächsten Jahres gedauert. „Damals war ich noch Wirtschaftsförderer in der Teltower Stadtverwaltung“, erinnert sich Kosanke an die ersten Diskussionen zur Erneuerung der Straße. Seine Landtagsfraktion habe „Riesen-Anstrengungen unternommen, um das Geld für den Ausbau freizuschießen“. Erst in der jüngsten Legislaturperiode seien endlich alle Unterlagen im Land beisammen gewesen, was teilweise auch an Versäumnissen in der Region gelegen habe.

Dass es keine gravierenden Einsprüche gegen die Planungen gab und somit der Planfeststellungsbeschluss am 20. Oktober gefasst werden konnte, wertet Schneider als deutliches Zeichen, dass die lange Wartezeit auf den Ausbau die Teltower geeint habe. Auch bis zum Inkrafttreten am 11. Dezember rechnet die Ministerin mit keinen Widerständen. Mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Brandenburg, der gegen die Radwegeführung klagen wollte, habe das Land in zwei Treffen „Verständnisprobleme ausräumen“ können, sagt Dezernatsleiter Schmidt. Der Kompromiss: Die Radwege werden in beiden Fahrtrichtungen jeweils abseits der Fahrbahn angelegt. Nur an den vier Bushaltestellen in der Straße führen sie zur Sicherheit für die wartenden Fahrgäste als Radstreifen auf der Fahrbahn vorbei.

Bevor im nächsten Frühjahr die Straßenbauer richtig loslegen können, soll ab Januar erst einmal das Baufeld vorbereitet, Bäume gefällt und Leitungen bei Erfordernis umverlegt werden. Gebaut wird im ersten Abschnitt vom Achtrutengraben beziehungsweise Schenkendorfer Weg bis zur Gonfrevillestraße, an der der neue Kreisverkehr entsteht. Der Teltower und Ruhlsdorfer Verkehr soll nach Ruhlsdorf über eine Behelfsfahrbahn und in entgegen gesetzter Richtung nach Teltow über die Iserstraße geführt werden. Gewerbe- und Grundstückszufahrten bleiben erreichbar. Der übrige Verkehr wird über die B 101 und die L 40 umgeleitet. Bis Ende 2016 soll der erste Abschnitt fertig sein.

Dann geht es 2017 vom Kreisverkehr Gonfrevillestraße bis zum Ruhlsdorfer Platz beziehungsweise vom Achtrutengraben bis zum Teltowmat-Gelände weiter. Dieser Abschnitt soll im Sommer 2018 fertig werden. Bleibt noch der Rest vom Teltowmat-Gelände bis nach Ruhlsdorf, für den bis 2018/2019 noch die Planungen erarbeitet werden müssen.

Die Baukosten teilen sich das Land und die Stadt

Die Gesamtlänge des Ausbaus beträgt 2,132 Kilometer.

Die Breite der neuen Fahrbahn soll 6,50 Meter betragen. Derzeit ist die Straße im Durchschnitt zwischen sechs und 6,80 Meter breit.

Der neue Gehweg wird in einer Breite von 1, 80 Meter angelegt.

Für die Radwege sehen die Planungen eine Breite von jeweils 1,60 Meter vor.

Von den Baukosten für die neue Straße übernimmt das Land rund 5,7 Millionen Euro. Das Land bringt diese Summe allein ohne Inanspruchnahme von Fördermitteln auf.

Die Kosten für die Nebenanlagen übernimmt die Stadt Teltow und beteiligt sich mit 1,4 Millionen Euro an dem Vorhaben. Für den städtischen Anteil hat Teltow Fördermittel beantragt.

Das Verkehrsaufkommen auf der Ruhlsdorfer Straße beträgt derzeit rund 11 000 Fahrzeuge täglich. Das Land geht davon aus, dass sich diese Zahl auf 14 000 Fahrzeuge pro Tag erhöhen wird.

Von Heinz Helwig

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