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Sanierung steht in den Sternen

Ehemaliges Kino „Charlott“ Sanierung steht in den Sternen

Schon im Juni gab es einen Termin mit dem Eigentümer des Gebäudes, in dem früher das Potsdamer Kino „Charlott“ residierte. Doch das Rettungsgespräch zur Sanierung wurde abgebrochen.

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Das „Charlott“ im Jahr 2004.

Quelle: Christel Köster

Brandenburger Vorstadt. Gespräche der Stadt mit dem Eigentümer des früheren Kinos „Charlott“ zur Sanierung der Immobilie blieben ohne Ergebnis. Nach Angaben von Stadtkonservator Andreas Kalesse gab es am 5. Juni einen Termin mit dem Eigentümer und dessen Architekt, bei dem über „verschiedene Modelle“ zur Sanierung und Ergänzung des Ensembles gesprochen worden sei. Seither habe es aber keine weitere Rückmeldung des Eigentümers gegeben, so Kalesse vergangene Woche im Kulturausschuss. Die Stadt werde nun das im Zusammenhang mit den Gesprächen ausgesetzte Verfügungsverfahren zur Bausicherung wieder aufnehmen müssen, das allerdings sehr langwierig sei. Auf die Frage von Janny Armbruster (Grüne) nach den Chancen eines Enteignungsverfahren rief Kalesse aus: „Ach woher! Das können Sie völlig vergessen!“ Die Vorsitzende des Kulturausschusses, Karin Schröter (Linke), stellte fest, „es kann nicht so bleiben, wie es da steht“.

Das „Charlott” zählte über Jahrzehnte zu den wichtigsten Lichtspielhäusern Potsdams. Der Saal und die benachbarte Villa waren nach ihrer Eröffnung 1890 als Gartenrestaurant „Viktoriagarten” mit angeschlossenem Ballsaal ein beliebter Ausflugsort und die größte Versammlungsstätte der jungen Arbeiterbewegung. 1934 wurde das Kino „Charlott” eröffnet. 1977 wurde das Ensemble in die Denkmalliste aufgenommen. Unmittelbar vor dem Mauerfall saniert, wurde das Kino 1998 geschlossen. Im September 2004 wurden das „Charlott” und die benachbarte Gründerzeitvilla versteigert. Seither ruht das Grundstück in einem Dornröschenschlaf.

Diskutiert wurde unter anderem die Einrichtung eines Kulturzentrums oder eines Stadtteilkinos für die Brandenburger Vorstadt. Auf einen entsprechenden Vorschlag im Bürgerhaushalt teilte die Verwaltung jedoch mit, dass die Liegenschaft als Privatbesitz nicht für eine öffentliche Nutzung zur Verfügung stehe.

Von Volker Oelschläger

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