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Schandfleck in Wulfersdorf wurde zur Wiese

Ortsbeirat sucht Pächter Schandfleck in Wulfersdorf wurde zur Wiese

Das Areal des ehemaligen Trockenwerkes in Wulfersdorf ist nun als Grünland eingestuft worden. Die frühere Brache darf dadurch nicht mehr bebaut oder anders genutzt werden. Damit die Fläche gepflegt wird, ist der Wulfersdorfer Ortsbeirat auf der Suche nach einem Pächter.

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Der Abriss ist Geschichte: Die Fläche des Trockenwerkes in Wulfersdorf ist mittlerweile begrünt.



Wulfersdorf. Das Thema Trockenwerk stand am Mittwochabend bei der Ortsbeiratssitzung im Jugendklub in Wulfersdorf nach längerer Zeit wieder auf der Tagesordnung. Der Ortsvorsteher Olaf Fröhlich hatte sich dafür mit dem Wittstocker Bauamtsleiter Friedhelm Kanzler fachliche Verstärkung geholt.

„Die Fläche ist jetzt als Grünland eingestuft“, verkündete Friedhelm Kanzler den neuesten Stand der Dinge. Das 7215 Quadratmeter große Areal ist im Wulfersdorfer Wege- und Gewässerplan verankert, der mit dem Bodenordnungsverfahren auf den Weg gebracht wurde. „Das Gelände darf nicht bebaut oder anders genutzt werden“, unterstrich der Bauamtsleiter. Als Grünfläche präsentiert sich das Gelände nun seit diesem Jahr. „Wir haben auch im Interesse des Ortsbildes den Wunsch, dass die Fläche regelmäßig gepflegt wird“, sagte Olaf Fröhlich.

Der Ortsvorsteher Olaf Fröhlich strebt eine Verpachtung des Geländes an

Der Ortsvorsteher Olaf Fröhlich strebt eine Verpachtung des Geländes an.

Quelle: Christamaria Ruch

Daher besteht nun die Möglichkeit, dass dieses Stück Land gepachtet werden kann. Das ist das Ergebnis einer Anfrage des Wulfersdorfer Ortsbeirates an die Wittstocker Verwaltung. Dabei sind Privatpersonen oder Agrarbetriebe gleichermaßen als mögliche Pächter angesprochen, sagte Friedhelm Kanzler. Interessenten können sich an die Stadtverwaltung wenden. Diese leitet die Anfragen an den Nachlasspfleger weiter.

Zur Erinnerung: Von Dezember vergangenen Jahres bis Februar dieses Jahres erfolgte der Rückbau der Fläche mit anschließender Begrünung. Damit verschwand laut Fröhlich „der größte Schandfleck der Stadt Wittstock.“ Die Maßnahme erfolgte im Rahmen des Bodenordnungsverfahrens in Wulfersdorf. Die Gesamtkosten für dieses Projekt umfassten 83 000 Euro. Diese wurden mit Fördermitteln der Europäischen Union, Eigenmitteln der Stadt Wittstock sowie vom Maßnahmeträger finanziert. Nach der politischen Wende ging das einstige Trockenwerk von der Treuhand in die Hände der Hansestadt Hamburg. Seitdem ist ein Nachlasspfleger vom Nachlassgericht der Hansestadt Hamburg eingesetzt und vertritt die Interessen des Eigentümers.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt, bei dem die Veranstaltungen für das nächste Jahr geplant werden sollten, musste wegen mangelnder Beteiligung auf die nächste Ortsbeiratssitzung im Februar verschoben werden.

Von Christamaria Ruch

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