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Seniorenwohnpark nimmt Gestalt an

Falkenseer Wohnungsgenossenschaft baut barrierefrei Seniorenwohnpark nimmt Gestalt an

Der Rohbau an der Coburger Straße in Falkensee ist unübersehbar. Hier entstehen 23 barrierefreie Wohnungen für ältere Menschen. Es ist der zweite Bauabschnitt für den Seniorenwohnpark der Wohnungsgenossenschaft Falkenhorst.

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Der Rohbau für das barrierefreie Wohnhaus in der Coburger Straße steht.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Falkensee. Der Seniorenwohnpark im Falkenseer Stadtteil Falkenhorst nimmt Gestalt an. Die Wohnungsgenossenschaft Falkenhorst (WGF) geht hier unbeirrt ihren Weg: Nun wurde Richtfest für den zweiten Bauabschnitt des Wohnparks gefeiert. An der Coburger Straße ist der Bau unübersehbar. 23 Wohnungen mit einem oder zwei Zimmern in einer Größe von 40 bis 63 Quadratmetern sind im Entstehen.

„Schon vor der Grundsteinlegung lagen mehr als 50 Anmeldungen für unser seniorenfreundliches und barrierefreies Wohnhaus vor“, sagte Ralf Rugenstein, Vorstand der WGF. Die große Nachfrage zeige vor allem zwei Dinge: Gesucht werden barrierefreie, kleine und damit bezahlbare Wohnungen. Und überzeugt hat der erste Bauabschnitt des Seniorenwohnparks.

Bereits dort hatte es eine große Nachfrage gegeben. Im Sommer 2014 waren den Mietern die Schlüssel für ihr neues Heim übergeben worden. Das schmucke Haus im freundlichen Gelb steht an der Falkenstraße, vom jetzigen Rohbau nur durch wenige Meter und eine große markante Eiche getrennt. In den investiert die Genossenschaft 2,9 Millionen Euro in den Neubau. Bereits der andere Bau hatte fast 3 Millionen Euro gekostet. „Das ist einheftiger Hieb“, hatte Ralf Zimmermann, der Geschäftsführende vorstand, damals gesagt. Er hatte auch darauf verweisen, dass die Genossenschaft nach 75 Jahren wieder „selbstbestimmt auf eigenem Grund und Boden ein Mehrfamilienhaus“ für die Genossenschaftsmitglieder errichtet hat.

Die Genossenschaft war am 15. Februar 1919 in einer Zeit großer Wohnungsnot gegründet worden, damals entstanden in der Finkenkruger Straße fünf Mehrfamilienhäuser, dann legte der Krieg weitere Baupläne auf Eis. Zwar war schon mit dem Ausschachten für einen weiteren Wohnblock begonnen worden aber im November 1939 untersagte der Amtsvorsteher als Ortspolizeibehörde die weitere Durchführung des Vorhabens, die Baugenehmigung musste zurückgegeben worden. Erst 1957 wurde weitergebaut, bis 1962 entstanden neun Wohnblöcke. Weitere Pläne wurden danach nicht umgesetzt. Erst im Sommer 1989 ging es weiter. Nach der Wende hatte die Genossenschaft alle Häuser modernisiert und schmuck gemacht. Gepflegte Grünflächen und neue Gehwege gehörten dazu.

Daneben setzte die Genossenschaft 2013 ein besonderes Projekt um: Es baute – unterstützt von mehreren Partnern – das Familiencafé Falkenhorst. Das erhielt als Demografie- und Mehrgenerationenprojekt inzwischen viele Auszeichnungen. Die schönste Auszeichnung aber: Es wird von den Bewohnern angenommen.

Das Neubaugebiet Falkenhorst nimmt in Falkensee eine optische Sonderstellung ein. Hier wohnen Menschen, die sich kein Haus mit Grundstück leisten können, oder es nicht mehr bewirtschaften können. Auch die sollen schön wohnen. Deshalb investiert die Wohnungsgenossenschaft in moderne, barreirefreie Wohnungen und in das Umfeld. „Wir wollen gemeinsam mit den Wohnungsunternehmen im Falkenhorst und der Stadt Falkensee Voraussetzungen schaffen, dass alle Benutzer eines Rollstuhls oder Rollators die Wege im Falkenhorst problemlos befahren können“, sagte Doris Werner, WGF-Aufsichtsratsvorsitzende. Und: „Ein drittes Haus in unserem Seniorenwohnpark haben wird im Blick.“

Von Marlies Schnaibel

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