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Springer-Chef Döpfner soll Parkpflege zahlen

Pfingstberg in Potsdam Springer-Chef Döpfner soll Parkpflege zahlen

Springer-Vorstand Mathias Döpfner darf weit über 5000 Quadratmeter der bisher öffentlichen Parkfläche am Pfingstberg in Potsdam privat nutzen und einzäunen. Dafür votierte am Dienstagabend der Bauausschuss. Einstimmig abgelehnt wurde jedoch, dass die Stadt Potsdam mit einer hohen Summe für die Parkpflege am Pfingstberg aufkommt.

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Am Fuße des Pfingstberges liegt der Park der Villa Henckel.

Quelle: MAZonline

Potsdam. Anfang Februar 2016 präsentierte die Potsdamer Stadtverwaltung einen Vorschlag, der den Streit um den Park der Villa Henkel am Pfingstberg zu einem gütlichen Ende führen sollte. Dabei ging es um die Frage, wie groß die öffentliche Parkfläche ist, die Springer-Konzernchef Mathias Döpfner über sein eigenes Grundstück rund um seine Villa Henckel hinaus nutzen und einzäunen darf, und wie er sein eigenes Grundstück und das öffentliche Parkgrundstück künftig nutzen darf.

Der Vorschlag lautete, dass Döpfner mehr als 5500 Quadratmeter des öffentlich gewidmeten Parks zur Privatnutzung erhält und im Gegenzug den Park und die Villa Schlieffen saniert.

Springer-Chef Mathias Döpfner

Springer-Chef Mathias Döpfner.

Quelle: dpa

Die Mehrheit im Bauausschuss folgte am Dienstagabend diesem Vorschlag; die Linken stimmten dagegen. Auch „Die Andere“ ist gegen einen Flächengewinn für Döpfner.

Jährlich wird die Parkpflege etwa 215.000 Euro kosten

Durch die Bank einig war man sich im Bauausschuss jedoch in einer Sache: Geld für die Pflege wird die Stadt Potsdam nicht bezahlen. Die künftig anfallenden Pflege- und Unterhaltungskosten des Geländes in Höhe von etwa 215.000 Euro jährlich wird nicht aus dem Stadtsäckel kommen. Dies sollen entweder der Konzernchef oder die Schlösserstiftung aus eigener Tasche bezahlen.

Der Park der Villa Henckel ist im Eigentum der Schlösserstiftung. Diese will Döpfner im Gegenzug für die Sanierung des Parks und der Villa Schlieffen – Kostenpunkt: mindestens 1,8 Millionen Euro – einen Nießbrauch über 40 Jahre einräumen. Ursprünglich hätte der Springer-Chef dafür das ganze Parkgelände privat nutzen können. Als diese Pläne bekannt wurden, gab es einen Proteststurm. Auch im Rathaus fühlte man sich außen vor. Der Vertrag war nämlich ohne Einbeziehung der Stadtverwaltung geschlossen worden.

Von MAZonline

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