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Stadt Wusterhausen wird zum Bauretter

Innenstadtsanierung Stadt Wusterhausen wird zum Bauretter

Die Stadt Wusterhausen übernimmt zwei Häuser, die ohne die öffentliche Hand wohl keine Zukunft mehr hätten. Dabei könnten beide Objekte unterschiedlicher kaum sein. Denn bei dem einen handelt es sich um ein uraltes Fachwerkhaus, dem der Verfall längst anzusehen ist. Das andere ist ein neues Zweifamilienhaus, das seit Jahren nur unvollendet als Rohbau dasteht.

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Das Fachwerkhaus Alte Poststraße.

Quelle: Stadt Wusterhausen

Wusterhausen. Wenn alles gut geht, dann haben zwei Wusterhausener Gebäude schon bald wieder eine Zukunft: das Fachwerkhaus Alte Poststraße 5 und ein seit Jahren noch nicht fertiggestelltes Wohngebäude an der Schifffahrt Nummer 11/13. Dazu müssen die Gemeindevertreter bei ihrer nächsten Sitzung am Dienstag, 13. Oktober, sowie auch Dienstagabend bei der Hauptausschusssitzung zunächst jedoch beschließen, diese beiden Immobilien „in das Treuhandvermögen der Städtebausanierung der Stadt Wusterhausen“ zu übernehmen. Dahinter verbirgt sich, dass anstelle der Eigentümer dann die Stadt die Gebäude rettet. Sie kann die Arbeiten schließlich zu 100 Prozent aus Städtebaumitteln finanzieren.

„Wenn das Sanierungsverfahren abgeschlossen ist, ist die Stadt Eigentümerin“, erklärt Bürgermeister Roman Blank. Im jüngsten Bauausschuss ist diese Idee bereits wohlwollend aufgenommen worden.

Laut Blank orientiere man sich bei dem Vorgehen am Kyritzer Beispiel der sogenannten Kleinhäuser an der Weberstraße, die derzeit erfolgreich wiederhergerichtet werden – obwohl sie so mancher einst schon längst verloren glaubte.

„Wir machen das jetzt auch so zum ersten Mal“, sagt Blank. Zugleich aber bleibe es „ein Risiko für die Gemeinde“, die Objekte anschließend tatsächlich auch vermarkten beziehungsweise „einer Nutzung zuführen zu können“. Schon ihr Erhalt aber gelte als Erfolg.

Das Fachwerkhaus Alte Poststraße 5 ist seit mehr als zwei Jahrzehnten schon nicht mehr bewohnt und verwahrlost zusehends. Laut der entsprechenden Beschlussvorlage für die Gemeindevertreter blieben bisher alle „Ordnungsverfügungen des Landkreises ohne Erfolg, da die Eigentümer mittellos sind“. Mit Übernahme der Immobilie in das Treuhandvermögen der Städtebausanierung und dank des damit verbundenen Fördergeldes jedoch kann wieder Hand angelegt, das Haus entrümpelt und gesichert werden.

Der Rohbau für das Zweifamilienhaus an der Schifffahrt

Der Rohbau für das Zweifamilienhaus an der Schifffahrt.

Quelle: Stadt Wusterhausen

Nach etlichen Jahren des Stillstands könnte es so auch an der Schifffahrt 11/13 weitergehen. Auf beiden Grundstücken wurde ein Rohbau für ein Zweifamilienhaus errichtet. Nach mehreren Eigentümerwechseln seien die derzeitigen Besitzer nicht mehr daran interessiert, das Bauvorhaben zu beenden. Allerdings stelle dieses Haus etwa kein zu rettendes Kleinod dar, sondern bilde einen „städtebaulichen Missstand“. Trotzdem wird es für möglich gehalten, die Arbeiten mit Hilfe öffentlicher Gelder fortzusetzen, weil sich das Haus in die vorhandene Bebauung einfügt.

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Auch dort an der Schifffahrt gelte es zunächst, die Gebäude und Grundstücke zu entrümpeln, alles zu sichern, um Verfall vorzubeugen. Zudem ließen sich die Grundstücke von der Dossestraße her erschließen, um sie noch attraktiver zu machen.

Anders als bei dem maroden Fachwerkgebäude, das die Stadt überlassen bekommt, wird der Verkehrswert dieses Objekts laut eines Gutachtens mit knapp 76 000 Euro angegeben. „Nach der Durchführung der Sicherungs- und Ordnungsmaßnahmen ist das Objekt wieder am Markt anzubieten“, heißt es.

Von Matthias Anke

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