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Stadt investiert in neue Klassenräume

Schulen in Werder platzen aus den Nähten Stadt investiert in neue Klassenräume

In den fünf städtischen Schulen in Werder werden im nächsten Jahr 2179 Mädchen und Jungen lernen – so viele wie seit zehn Jahren nicht mehr. Vor fünf Jahren waren es noch fast 200 weniger. Grund für die Stadt bei der Haushaltsplanung 2016 ein Großteil verfügbarer Investitionsmittel für den Ausbau der Schulen aber auch für eine neue Kita zu reservieren.

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Abschiedsfeier vom Oberstufenzentrum Werder, auch dort lernen mehr als 2000 Schüler

Quelle: Bernd Gartenschläger

Werder . In den fünf städtischen Schulen Werders wird mit dem nächsten Schuljahr die Schülerzahl aller Voraussicht nach auf fast 2200 steigen. Das sind so viele Jungen und Mädchen wie seit zehn Jahren nicht. Mit 644 Schülern werden dann die meisten Mädchen und Jungen am städtischen Gymnasium unterrichtet, gefolgt von der Ossietzkyoberschule mit 595 Schülern. Vor fünf Jahren waren es in Werder insgesamt noch 200 Schüler weniger. Darüber hinaus werden in den Kitas 1022 Kinder betreut. Weil die Nachfrage gestiegen ist, kann nicht jede Familien sich den gewünschten Kita-Platzes sicher sein.

Mit der Ansiedlung im neuen Stadtteil Havelauen steuert Werder auch auf 25 000 Einwohner zu. Die Entwicklungen sind für die Stadt Anlass, bei der gegenwärtigen Haushaltsplanung 2016 beträchtliche Investitionsmittel für den Ausbau der Schulen und Kita zu reservieren. Unter diesen Umständen kommen der Stadt mehr Einnahmen bei der Grund- und Gewerbesteuer gerade recht. Bei der Grundsteuer wird ein Plus von 37 000 Euro erwartet, bei der Gewerbesteuer ein Zuwachs um 500 000 Euro. Das entspricht annähernd zehn Prozent. Beim Gemeindeanteil an der Einkommensteuer geht die Stadt von Erträgen in Höhe von 7,4 Millionen Euro aus.

Geld für Parkhaus-Reparatur

Für die Unterhaltung der Straßen, Plätze und Grünanlagen in Werder, eingeschlossen die Reinigung und der Winterdienst, stellt die Stadt im neuen Etat 2016 insgesamt 1,1 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Straßenbeleuchtung soll schrittweise auf LED umgestellt werden. Dafür sind 50 000 Euro vorgesehen.

Baumängel am Parkhaus erfordern Nacharbeiten und Ausgaben im Etat von 254 000 Euro.

Weil die Verhandlungen zur Vollendung der Blütentherme ohne die Kristall Bäder AG als bisheriger Partner noch nicht abgeschlossen sind, hat die Stadt im Haushalt 2016 bisher 246 000 Euro für Gerichts- und Beratungskosten veranschlagt.

Um die Schulkapazitäten zu erweitern, will die Stadt die Primarstufe an der Ossietzkyschule ausbauen. Deshalb hat die Stadt bereits im nächsten Jahr fast eine Millionen Euro im Haushaltsentwurf für den geplanten Anbau reserviert. Für gut 80 000 Euro ist eine bessere Medienausstattung vorgesehen. Dabei hofft die Kommune auf Zuschüsse in Höhe von 17500 Euro. Die Inselschule Töplitz, die seit Jahren etappenweise saniert wird, soll im nächsten Jahr für 370 000 Euro eine neue Sport- und Spielanlage erhalten. Doch der Haushaltsplan muss von den Stadtverordneten erst noch beschlossen werden. Werder will aber auch an der Damaschkestraße eine neue Kita bauen und die Kita Stadtstrolche für 280 000 Euro ausbauen.

Für eine bessere Infrastruktur soll das Straßennetz in den Havelauen vervollständigt werden. Allein der neue Kreisverkehr auf der Phöbener Straße kostet die Stadt anteilig 283 000 Euro. Doch auch die Sportstätten sollen nicht zur kurz kommen. Darum hat die Stadt 250 000 Euro für die Erneuerung des Vereinshauses am Sportplatz in Glindow eingeplant. Ursprünglich hatte der Verein auf Förderung gehofft, doch diese ist nicht in Sicht.

Trotz Baustopp an der Blütentherme und anstehender Investitionen für die Fertigstellung kann die Stadt nach der Kreditaufnahme für die Therme seit 2013 ihre Schulden kontinuierlich abbauen. Damit sinkt die Pro-Kopf-Verschuldung der Werderaner zum Jahresende 2016 voraussichtlich auf 408 Euro gegenüber gegenwärtig 452 Euro.

Von Regine Greiner

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