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Stellplätze für Meyenburger Feuerwehr geplant

Derzeitige Situation ist gesetzeswidrig Stellplätze für Meyenburger Feuerwehr geplant

Vier Garagen am Feuerwehrgerätehaus in Meyenburg sollen weichen, damit die Anlage den Vorschriften entspricht. Hinter dem Gebäude sollen dann neue Stellplätze für die Autos der Einsatzkräfte entstehen, die bisher vor dem Haus geparkt wurden. Das ist aber nicht erlaubt. Auch die Umkleidesituation ist desolat.

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Die alten Nebengelasse hinter dem Gerätehaus haben die Feuerwehrleute bereits abgerissen.

Quelle: Beate Vogel

Meyenburg. Da es vom Land definitiv kein Fördergeld über das Finanzausgleichgesetz für einen kompletten Umbau des Meyenburger Feuerwehrgerätehauses gibt, muss nun eine andere Lösung her. Dafür sollen aber die vier Garagen auf der Rückseite des Gebäudes weichen. Denn nach wie vor, so betonte Wehrführer Manfred Kreibich im jüngsten Ausschuss für Ordnung und Soziales der Stadt, werden mit den jetzigen Gegebenheiten die Vorschriften nicht eingehalten. „Das betrifft die Stellplatzsituation am Gebäude und die Umkleidemöglichkeiten für die Einsatzkräfte.“

Unfallkasse hat schon 2005 gemahnt

Bereits 2005 habe die Feuerwehrunfallkasse laut Kreibich festgestellt, dass der Zustand unzulässig ist. „Der Gesetzgeber schreibt vor, dass im Einsatzfall die Verkehrsflächen vor dem Gerätehaus weder begangen noch befahren werden dürfen“, erklärte der Feuerwehrchef. Da es aber keine anderen Parkmöglichkeiten gebe, stellen die Männer und Frauen ihre Autos auch vor dem Gerätehaus ab, wenn sie zum Einsatz eilen. Außerdem sei die Umkleidesituation miserabel: „Es ist so, dass wir uns neben den Fahrzeugen in der Garage umziehen müssen. Vorgeschrieben sind 1,50 Meter zwischen Fahrzeug und Wand, wir haben 60 bis 70 Zentimeter.“ Das ist nicht nur unbequem, sondern birgt auch Gefahren, etwa wenn eine Autotür geöffnet wird.

Abgespeckte Variante ist nicht neu

Anstelle der verworfenen Umbauvariante für 363 400 Euro stellte Wehrführer Kreibich nun eine abgespeckte Variante vor, die in ihren Grundzügen nicht neu ist: Die Feuerwehr hatte sie bereits vorgeschlagen, als im Grundsatz über den Umbau des Gerätehauses diskutiert wurde. Für 110 000 Euro könnten hinter dem Gerätehaus Stellplätze angelegt und ein rückwärtiger Eingang installiert werden. Immerhin kommen im Schnitt 13, 14 Leute mit ihren Pkw zu den Einsätzen: „Wir sind eine Stützpunktwehr.“ Die Feuerwehrmitglieder haben bereits vorgearbeitet und Gebäudesicherung betrieben sowie den Untergrund befestigt. „Nun müssten aber die Garagen weg.“

Vier Garagen stehen auf privatem Boden

Genau dazu sei eine Entscheidung nötig, betonte Meyenburgs Amtsdirektor Matthias Habermann im jüngsten Ordnungsausschuss. Die vier privaten Garagen stehen auf dem Grund und Boden der Stadt. „Wenn Sie empfehlen, die Garagen sollen weg, würde den Eigentümern eine Frist gesetzt, diese zu räumen.“ Dann wäre es möglich, alle Garagen zum 31. Dezember dieses Jahres zu kündigen. Die Stadt würde den Abriss übernehmen, damit die Leute nicht doppelt gestraft sind. „Einen Anspruch auf Entschädigung gibt es ja für die Gebäude nicht mehr“, so der Amtsdirektor.

Bis auf einen waren alle Ausschussmitglieder für den Abriss der Garagen, was nun aber noch von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen werden muss. „Wir reden ja hier über die Feuerwehr, da muss alles getan werden, dass sie vernünftig agieren kann“, argumentierte etwa Norbert Voß. Und Anke Nickold meinte, dass so „ohne großen Aufwand eine Unfallquelle beseitigt werden kann“. Am 9. März werden die Stadtverordneten über das Thema beraten und abstimmen.

Von Beate Vogel

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