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Top-Wasserlage in Potsdam im Angebot

Bieter für Areal in Speicherstadt gesucht Top-Wasserlage in Potsdam im Angebot

Die alte Maklerweisheit gilt besonders in der Speicherstadt in Potsdam: Lage, Lage, Lage! Und auch, wenn es ein paar Probleme gibt, hier lässt es sich vorzüglich wohnen. Interessenten sollten sich daher den 30. November merken – und natürlich das nötige Kleingeld besitzen. Insgesamt erwartet Potsdam erwartet 17 Millionen Euro Erlös.

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Die Speicherstadt

Quelle: MAZ

Innenstadt. Der nächste Potsdamer Immobilien-Leckerbissen steht zum Verkauf: Seit dem Wochenende läuft die Ausschreibung für den nördlichen Teil der Speicherstadt. Noch bis zum 30. November, Schlag 12 Uhr mittags, können Interessenten Angebote abgeben für die 3,6 Hektar. Am Wochenende war der Leckerbissen in mehreren Tageszeitungen inseriert.

Rechnet man den von 2008 an bebauten Teil der Speicherstadt hinzu, entsteht gegenüber dem Lustgarten ein 7,6 Hektar großes neues Stadtviertel. Anders als in dem schon bewohnten Teilstück soll das jetzt ausgeschriebene Areal einen echten Weg am Wasser erhalten. Der soll sich, aus Richtung Bahnhof kommend, am Ufer entlang ziehen bis zum Gelände des ehemaligen Heizhauses. Wer weiter in Richtung Caputh möchte, muss seinen Weg im inneren der bestehenden Blocks fortsetzen.

Im zweistöckigen Heizhaus, bisher Verkaufsraum für Wohnungen in dem Immobilienprojekt, soll Gastronomie untergebracht sein. Im Verkaufs-Exposé steht, das Heizhaus solle als historisches Gebäude erhalten bleiben. Das ist ein wichtiger Hinweis, hat doch das benachbarte Areal eine unrühmliche Abrissgeschichte. Der Investor – die Groth-Gruppe – hatte in seiner ursprünglichen Planung den Erhalt der alten Speichergebäude und den Umbau zu Wohnlofts zugesagt.

Im Sommer 2012 tauchten auf einmal statische Probleme auf und Zeugen des industriellen Erbes Potsdams wie der Mühlenspeicher mit seiner charakteristischen Brücke zum Nachbarspeicher wurden platt gemacht. Auch der ursprünglich neben dem Heizhaus in den Himmel ragende Klinker-Schlot wurde gesprengt. Viele Bürger empörten sich über den Kahlschlag.

Interessant sind die Kaufpreiserwartungen der Stadt, deren Immobilienvermarktungsgesellschaft Polo den Verkauf abwickeln soll. Das Heizhaus etwa ist mit 295 000 Euro taxiert. Insgesamt erwarten die städtischen Vermarkter 17 Millionen Euro Einkünfte.

Die Lage des Geländes ist exquisit. Die künftigen Bewohnern stolpern fast ins neue Spaßbad am Brauhausberg, das 2017 in Betrieb gehen soll. Zum Hauptbahnhof ist es nur ein Katzensprung und die Wissenschaftseinrichtungen des Telegrafenbergs sind nur ein paar Hundert Meter entfernt. Zur Autobahn nach Berlin gibt es eine direkte Verbindung – ebenfalls – eines Tages – zum Flughafen Berlin-Brandenburg International (BBI) in Schönefeld. Die Wasserfront gehört zu den letzten 1A-Uferlagen, die in der Stadt noch zu haben sind, nachdem die Bebauung der Alten Fahrt beendet ist.

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Probleme bekannt

Den Verkäufern ist bewusst, welches Problem die Bebauung bringt – siehe Nachbarblocks: Dort liegen extrem teure und gefragte Wohnungen mit Wasserzugang und Blick aufs Stadtschloss Rücken an Rücken mit schwerverkäuflicheren Wohnungen im Inneren der Blocks, deren Fenster sich in enge Straßen öffnen. Hart wird es in Richtung Leipziger Straße, wo der Verkehr direkt an den Häusern vorbei rauscht. Die Lösung: Zur Straße hin sollen vor allem Gewerbe, Praxen, Büros entstehen.

Alles ist offen

Architektonisch ist noch alles offen, die Stadt betont in dem Exposé aber die „hohe Bedeutung für die Weiterentwicklung des Stadtbildes“. Ausdrücklich ermutigen die Ausschreibungsunterlagen alle Bieter zu mutigen Entwürfen: „Entwürfe auch in ausdrücklich moderner Architektursprache sind gefragt.“ Liegen die Unterlagen vor, entscheidet die städtische Immobilienholding Pro Potsdam, wer zum Zuge kommt. Dabei will die stadteigene Firma den Rat eines Expertengremiums berücksichtigen, in dem Mitglieder des Gestaltungsrats, der Stadtpolitik und der Baubeigeordnete sitzen. Ausdrücklich soll nicht automatisch das höchste Gebot den Zuschlag erhalten.

Der Auserwählte Investor soll dann für Dächer und Fassaden einen Architekturwettbewerb abgehalten. Fünf Architekten müssen daran teilnehmen, von denen drei der potenzielle Käufer stellt, einen die Stadt und einen die Pro Potsdam. Die Wettbewerbskosten trägt der potenzielle Bauherr.

Wie groß und teuer die Wohnungen werden, wird sich erst dann entscheiden. Annoncen für bereits bestehende Wohnungen in der Speichersadt variieren stark je nach Entfernung zum und Sicht aufs Wasser. Ein Penthouse mit 117 Quadratmetern kostet 1700 Euro Kaltmiete. Weiter hinten kostet eine ähnlich große Wohnung 1200 Euro kalt.

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Von Ulrich Wangemann

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